Alles rund ums Fahrrad

Alles rund ums FahrradLäden & Werkstätten in Hamburg

Jetzt, wo die Temperaturen endlich etwas wärmer werden und der Frühling zumindest auf dem Papier seinen Einzug gehalten hat, wird es Zeit, euer Fahrrad aus dem Winterschlaf zu erwecken und fit für die nächste Saison zu machen. Ob einfach nur eine bessere Gangschaltung oder gleich ein nagelneues Bike – wir haben 10 Läden & Werkstätten in Hamburg gefunden, die die Begeisterung fürs Fahrradfahren neu in euch entfachen werden!

Der Frühling ist da! (Zumindest offiziell)

Obwohl sich das Wetter in Hamburg nach wie vor wechselhaft zeigt, der Frühling ist da! Was wäre ärgerlicher, als beim ersten Radausflug des Jahres feststellen zu müssen, dass der alte Drahtesel mittlerweile doch nicht mehr fahrtüchtig ist. Deshalb holt ihr euer Zweirad am besten jetzt schon Mal aus dem Keller, befreit es vom Rost und pumpt die Räder auf. Auch ein Besuch in der Werkstatt kann nicht schaden. Die Grundregel: Um eine langwierige Freundschaft mit eurem Fahrrad eingehen zu können, solltet ihr es einmal im Jahr zur Inspektion bringen. Damit ihr nicht lange suchen müsst, haben wir hier die Hamburger Top-Adressen für euch parat.

Le Vélo

© Le Vélo | Facebook

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Senad Sarac ist ein wahrer Liebhaber des gesattelten Drahtesels und sammelt seit knapp 20 Jahren antike Fahrradteile. Italienische Rennradrahmen aus den 20er Jahren, Fahrradleuchten in Paris und Lenker von Schweizer Postfahrrädern aus den 40ern lassen seine Augen leuchten und sein Herz höherschlagen.

Auf seinen Reisen erweckt Senad ausrangierte Einzelteile und Fahrräder aus ihrem Dornröschenschlaf, befreit sie aus ihrem teilweise elenden Zustand und bringt sie mit in die Heimat. Vor einigen Jahren machte der Hamburger Fahrrad Restaurateur nun sein Hobby zum Beruf und eröffnete das Fahrradcafé Le Vélo.

Warum man Fahrrad und Kaffee an einem Ort zusammenbringen sollte? Weil sowohl guter Kaffee als auch hochwertige Räder auf einen gewissen Standard verweisen. Bei Le Vélo gibt es nur die allerbeste Qualität: Hier sehen die Zweiräder nicht nur schnieke aus und erzählen eine Geschichte, sondern sind auch von solidem Handwerk und absolut fahrtüchtig. Echte Liebhaberstücke eben.

Fahrradladen Lorenz

© Fahrradladen Lorenz | Facebook

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Der Fahrradladen Lorenz in der Max-Brauer-Allee steht vor allem für eines: einen exzellenten Kundenservice! Hier sind keine Schnacker, sondern echte Macher am Werk. Die Belegschaft ist top ausgebildet und nimmt Reparaturen schnell und gekonnt vor. Egal was für ein Problemchen euer Rad haben mag, den Mitarbeitern wischt nichts das Lächeln von den Lippen. Im Fahrradladen Lorenz wird Kundenfreundlichkeit wirklich großgeschrieben.

Ob ihr nach einem neuen Rad sucht oder euren alten Drahtesel aus dem Keller wieder auf Vordermann bringen wollt, hier seid ihr an der richtigen Adresse. Lasst euch gesagt sein: Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Radler aus Altona und Schanze!

Veloyo

Reparatur auf Knopfdruck: Veloyo bringt den Mechaniker direkt zu eurem kaputten Bike und sorgt dafür, dass ihr euch in Nullkommanichts wieder in den Sattel schwingen könnt. Eine mobile Fahrradwerkstatt ist nicht nur ein hervorragendes Konzept, sondern wird von Veloyo auch einwandfrei umgesetzt.

Ein platter Reifen, eine angeknackste Schaltung oder eine lockere Kette kann einem im Alltag durchaus einmal die letzten Nerven kosten. Damit ist jetzt Schluss: Über die App beordert ihr ganz einfach einen lokalen Schrauber zu eurem Rad und bleibt im Anschluss am Laufenden darüber, wie lange die Reparatur noch dauern wird.

Dabei bleibt euch der lästige Besuch in der Werkstatt erspart: Während der Mechaniker an eurem Bike herumtüftelt, könnt ihr ganz normal im Büro arbeiten und abends mit heilem Drahtesel wieder nach Hause radeln. Auch das Treffen mit der besten Freundin muss so nicht mehr abgesagt werden – sobald euer Rad wieder fahrtüchtig ist, schickt man euch über die App ein Foto. Easy as that. An so einer einfachen, komfortablen und transparenten Abwicklung lässt sich einfach nichts aussetzen.

Re.cycle

© Re.cycle | Facebook

© Re.cycle | Facebook

Bei Re.cyle in Altona geht es um weit mehr als „nur“ um Fahrräder. Hamburgs (vielleicht einziger) sozialer Radladen heißt so nicht ohne Grund: Das Ladengeschäft in der Großen Bergstraße ist ein Integrationsprojekt der Firma ZukunftArbeit und unterstützt Menschen, die aufgrund eines Handikaps keinen Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden können.

Das Ziel: Menschen mit einer Schwerbehinderung durch einen festen und sicheren Arbeitsplatz in die Gesellschaft einbinden. Bei so viel Engagement kommen die Räder selbstverständlich nicht zu kurz: Re.cyle verkauft nicht nur Secondhand-, Elektro- und Neufahrräder, hier habt ihr auch die Möglichkeit, Reparaturen und Inspektionen in Auftrag zu geben.  

Raum für Fahrradkultur

© Raum für Fahrradkultur | Facebook

© Raum für Fahrradkultur | Facebook

Was der Raum für Fahrradkultur runtergebrochen ist, ist gar nicht so einfach zu benennen: Immerhin vereint das Projekt im Gängeviertel eine Küche, Bar, Bibliothek, Werkstatt, ein Café und einen Veranstaltungsort miteinander. Doch eines steht ohne Frage fest: Das Fahrrad steht hier im Zentrum aller Aufmerksamkeit! Egal ob Laie und Profi, im Raum für Fahrradkultur sind alle herzlich willkommen – solange ihr ein wenig Enthusiasmus fürs Biken mitbringt.

Einmal im Monat können alle Mädels unter euch im Raum für Fahrradkultur selbst an ihrem Drahtesel rumdoktern und ein wenig Heiler spielen. Man nehme bereitgestellte Werkzeuge, ein Ort für Fahrradbegeisterte und eine Menge Teamgeist – und heraus kommt Girls on Tools! Hilfe gibt es dabei selbstverständlich von den anderen Schrauberinnen vor Ort. Mit so viel geballter Frauenpower kann der Drahtesel am Ende nur mächtig aufgemotzt aussehen!  

10BICI

Für Peer Hanslik begann alles vor rund 30 Jahren, mit einem Urlaub in Italien. Der damals 18-jährige Fahrradenthusiast radelte von seiner Heimat Bremen aus mit einem Faggin – ein Original italienisches Fabrikat – bis in das sonnige Italien. Seit dieser Reise sind etliche Jahre ins Land gegangen, doch seine Liebe zu dem „Land, wo die Zitronen blühen“ hat ihn nie mehr losgelassen – genauso wenig wie die Leidenschaft fürs Fahrradfahren.

Vor knapp vier Jahren eröffnete Peer Hanslik deshalb einen kleinen Fahrradladen im Herzen St. Paulis – wobei der Begriff „Laden“ für 10BICI eigentlich nicht ganz angemessen ist. Denn Peer verkauft nicht einfach nur Fahrräder, er erzählt Geschichten. Für seine italienischen Vintage-Bikes reist er oft Tausende Kilometer.

Viele der antiken Schmuckstücke sind mittlerweile schon über 30 Jahre alt und haben mehr zu erzählen als die Großeltern. Durch seine Reisen kennt Peer all ihre Geheimnisse – wer bei 10BICI ein Rad kauft, lernt deshalb auch gleich den Vorbesitzer seines zukünftigen Drahtesels kennen. Hier sind nicht nur die Kunden restlos begeistert, auch der Verkäufer ist mit Herz und Seele dabei.

Fahrrad-Café St. Pauli

Wer kennt das nicht: die Glasscherben auf der Wohlwillstraße! Und siehe da, das Rad hat einen Platten. Als hätte das arme Ding in der Vergangenheit nicht schon genug erdulden müssen.

Macht euch keine Sorgen: Die Fahrrad-Doktoren im Fahrrad-Café St. Pauli haben es sich zur Aufgabe gemacht, euren Drahtesel wieder fit für die Straße zu machen. Egal ob Mountainbike oder Klapprad – hier wird das Lieblingsstück nicht gleich für tot erklärt, sondern in liebevoller Handarbeit wieder aufgepäppelt. Ohne Termin, schnell und kompetent.

Während ihr auf euer wiederhergestelltes Bike wartet, könnt ihr es euch im Café mit einem leckeren Heißgetränk bequem machen und ein wenig auskatern. Ein Plauderstündchen mit den Mitarbeitern gibt es gratis dazu. Das kann die Stimmung doch nur heben.

Fahrradstation Dammtor

© Fahrradstation Hamburg | Facebook

Die Fahrradstation Dammtor ist wie für Studenten geschaffen. Sie liegt nicht nur in unmittelbarer Uni-Nähe; hier ist auch eine Selbsthilfewerkstatt entstanden, um die Kosten für das kaputte Rad klein zu halten. Der Arbeitsplatz ist mit drei Euro pro halber Stunde durchaus finanzierbar, für jede weitere Stunde zahlt ihr sogar nur einen schlappen Euro. Auch das benötigte Werkzeug könnt ihr euch gegen Pfand von den Mitarbeitern aushändigen lassen.

Sollte das mit dem Selbstwerkeln dann doch einmal nicht so gut funktionieren, wendet ihr euch einfach an die Spezialisten in der Meisterwerkstatt – dort ist euer Rad definitiv in guten Händen! Auch eine Kombi aus Selbsthilfe und Werkstatt ist möglich. Das dämpft die Kosten.

Sobald das Rad wieder fit ist, könnt ihr es zwischen Uni und Trinkrunde in der Pony-Bar idealerweise im Parkhaus abstellen. Dort gibt es zwar auch keine Diebstahlgarantie, im Ernstfall übernimmt aber die Hausratversicherung eure Unkosten.

Vélo 54

© Le Vélo | Facebook

© Le Vélo | Facebook

Im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel versteckt sich eine kleine, türkise Fahrradmanufaktur, die es uns angetan hat. Vélo 54 bringt auf charmante Weise ein Stück Zweirad-Kultur auf die Hamburger Elbinsel. Hier gibt es wirklich alles, was die Herzen von Bike-Fans höherschlagen lässt: Kinder-, City-, und Tourenfahrräder gehören genauso zum Sortiment wie Cargobikes- und dazugehörige Anhänger, mit denen ihr eure Kleinkinder und Bierkisten gleichermaßen durch die Gegend kutschieren könnt.

Ob klassisch und robust oder sportlich und leicht – fündig werdet ihr bei Vélo 54 mit Sicherheit. Auch für individuelle Auf- und Umbauten sind die Schrauber vor Ort zu haben. Das kleine Geschäft in Wilhelmsburg ist eben ein Laden für Langzeitfreunde und Lieblingsräder.

Zweiradperle

Die Zweiradperle bietet ein richtiges Allround-Paket für die kommende Fahrradsaison: Nur wenige Minuten von Hauptbahnhof entfernt könnt ihr euch ein Fahrrad für den nächsten Tagesausflug leihen, euer neues Traumrad erstehen oder das Lieblingsbike in die Reparatur geben. Der zentrale Standort mitten in der Innenstadt ist der ideale Ausgangspunkt für geführte Radtouren – welche die Zweiradperle auch anbietet.

Mehr als alles andere ist das Bike Café jedoch ein Treffpunkt von Radfahrern für Radfahrer. Hier wird Kaffee geschlürft, hier werden Snacks verspeist, hier wird übers Fahrradfahren geredet. Und dabei sind sowohl Mitarbeiter als auch Kunden mit Leidenschaft dabei.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Tabitha Wedemann

Nachdem Tabitha die letzten sieben Monate durch die Weltgeschichte gereist ist, hat sie jetzt ihren Weg zurück nach Hamburg gefunden, um ihrer Leidenschaft fürs Schreiben nachzugehen. Wenn sie nicht gerade in Cafés sitzt, Gedichte verfasst oder über Festivals tanzt, erkundet sie am liebsten all die besonderen Ecken ihrer Heimatstadt!