Appelhoff & Botterfatt

Appelhoff & BotterfattErste Zero-Waste Markthalle für Hamburg

Unverpackt und nachhaltig Leben: Die Zero-Waste Philosophie beschäftigt zurzeit ganze Generationen von umweltbewussten Menschen. Wie lässt sich unser Leben auch in unserer Stadt plastikfrei und fair gestalten? Eine Antwort darauf möchte Appelhoff & Botterfatt mit der ersten Zero-Waste Markhalle in Hamburg geben. Am 29. Juni ist das Crowdfunding-Projekt gestartet.

Vor den Toren Hamburgs liegt Europas größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet. Das Alte Land ist einer der Namensgeber für ein neues, nachhaltiges Projekt in Hamburg: Appelhoff & Botterfatt – direkt vom Apfelhof, frisch aus dem Butterfass sozusagen! 

Appelhoff & Botterfatt soll mehr als nur ein verpackungsfreier Supermarkt werden. Die Markthalle kann zum Schmelztiegel für alles werden, was einen nachhaltigen Lebensstil betrifft. Auf dem ständigen Wochenmarkt werdet ihr euren Einkauf für den täglichen Bedarf decken können – so zumindest in der Theorie. Pop-up-Flächen sollen Raum für regionale Anbieter und Start-ups mit innovativen Ideen bieten. Die restliche Fläche wird gefüllt mit einem gastronomischen sowie kulturellen Angebot. Somit könnte es in der Markthalle also auch Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen geben.

© Stockfoto

Ein Projekt gegen Müll

Initiator des Projektes Andreas Achtziger hat sich zunächst nur privat mit der Zero-Waste Philosophie beschäftigt. Als er begann, sein eigenes Konsumverhalten zu überdenken, um den Müllberge ein Ende zu setzen, stoß er aber sehr schnell an seine Grenzen. Denn es gab nur wenige verpackungsfreie Alternativen oder es fehlte der Zugang zu regionalen Anbietern. Mit dem Projekt Appelhoff & Botterfatt – der Name kam ihm übrigens über Nacht – möchte er den Hamburgern eine Alternative bieten und ihnen zeigen, wie einfach es sein kann, nachhaltig zu leben.

Andreas Achtziger ist der Initiator des Projektes.

Wie funktioniert eine Zero-Waste Markthalle?

Ein Grundprinzip von Appelhoff & Botterfatt ist die Zusammenarbeit und Unterstützung regionaler Anbieter. Auf einem Wochenmarkt ist das natürlich nicht anders. Die Markthalle soll allerdings Montag bis Samstag vom frühen Vormittag bis 20 Uhr geöffnet sein, um den Zero-Waste Einkauf so mehr Menschen zu ermöglichen. 

Zusätzlich zum Bann von Plastiktüten wird es sogenannte "Mehrweghygieneschleusen" geben. An Frischetheken ist es laut Hygienegesetzen nämlich nicht erlaubt, Käse, Fisch oder Fleisch in eigene Behälter packen zu lassen. Mit einer Schleuse kann man das allerdings umgehen. Zero-Waste funktioniert so also nicht nur am Obst- und Gemüsestand. Zum Sortiment der Markthalle werden außerdem Trockenwaren, Hygiene-, Sanitär-, sowie Zusatzartikel gehören, die man bei einem normalen Einkauf auf dem Wochenmarkt nicht bekommt.

Die Zukunft ist unverpackt

Damit in unseren Ozeanen in Zukunft nicht mehr Plastik als Fische schwimmen, müssen wir schnell etwas ändern. Richtig gelesen, wir können aktiv Verantwortung durch unsere Konsumentscheidungen übernehmen. Die Zero-Waste Markthalle Appelhoff & Botterfatt macht euch diese Entscheidung zukünftig einfacher, indem sie einen bezahlbaren Einkauf regionaler und gesunder Lebensmittel bietet.

Der Standort für die Markthalle ist noch offen. Zurzeit kommen verschiedene Locations in Eimsbüttel, Altona und Hamm infrage, schließlich soll Hamburgs erste Zero-Waste Markthalle für alle erreichbar sein und einen guten Anschluss zum ÖPNV haben. Nach erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne soll schon im Frühjahr 2018 mit der Ausgestaltung der Markthalle begonnen werden. Wir sind gespannt und wünschen Appelhoff & Botterfatt viel Erfolg!

Appelhoff & Botterfatt

So könnt ihr die erste Zero-Waste Markthalle unterstützen

"Wenn ihr zusätzlich zu einem bezahlbaren Einkauf gesunder Lebensmittel und aktiver Entlastung der Umwelt auch für eure Nachbarschaft und eure Region wieder Verantwortung entwickeln möchtet, dann ist das vor allem euer Projekt!" - Andreas Achtziger, Initiator von Appelhoff & Botterfatt

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.