arabesques Festival

arabesques FestivalMoin und á bientôt

Dass die Franzosen nicht nur kulinarisch einiges auf Lager haben, wissen wir schon lange. Beim 7. Deutsch-Französischen Kulturfestival arabesques zeigen euch fünf Wochen lang deutsche und französische Künstler in und um Hamburg, wie gut das nordische Schietwetter und französisches Lebensgefühl zueinander passen.

Musik von Les Cousins Germains am 9. Februar. © Esther Eberhardt

Gegenwelten beim Deutsch-Französischen Festival

Dass Chanson und Hip-Hop auf eine ganz bestimmte Art harmonisieren, ist uns klar. Das Deutsch-Französische Festival arabasques liefert euch aber noch viel mehr! Ab dem 22. Januar zeigen deutsche und französische Künstler für fünf Wochen ihr Talent und locken uns bei tristem Winterwetter aus der Wohnung.

Unter dem Thema Gegenwelten –– repenser le monde zeigen Künstler in über 30 Veranstaltungen –von Musik, Film, Debatten und Kunst bis hin zu Tanz sowie Chanson –Möglichkeiten, wie man die Demokratie mit utopischen Ideen auffrischen und eine Gemeinschaft findet, die Verantwortung übernimmt und von Diversität und Offenheit geprägt ist. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht nach ganz so leichtem Stoff klingt, versprechen wir euch, dass ihr einen Besuch dieses Festivals leichtfüßig, aber bereichert verlassen werdet. Wir stellen euch unsere Highlights vor.

Lyrical Ping Pong

Unser Must-see beim Arabesques

Im Monsun Theater zeigt euch am 16. und 17. Februar jeweils um 20 Uhr die Tänzerin Véronique Langlott eine besondere Interpretation von Lyrik. In ihrem Solo setzt sich die Choreographin mit ihrem eigenen Medium auseinander und hinterfragt auf ironische Art und Weise das choreographische Arbeiten selbst. 

60 Jahre Stadt-Freundschaft

Wusstet ihr, dass Marseille die Partnerstadt von Hamburg ist? In diesem Jahr sogar seit 60 Jahren. Und runde Geburtstage sollte man feiern.  Genau deswegen spielen Solisten der Hamburger Staatsoper & Solisten des Institut des vents français Marseille Werke Hamburger und Marseiller Komponisten, die sich dem Thema kulturelle Identität und kollektives Gedächtnis widmen.

Hamburg illustiert – eine Ausstellung. © Elke Ehninger

Let's talk about it

Aber das Kulturfestival hält noch mehr interessante Themen für euch bereit! Freut euch zum Beispiel auf eine spannende Diskussion zum dem wichtigen Thema "Eine bessere Welt - eine Utopie?" Hierfür diskutieren am 7. Februar unter anderen Dr. Valérie Igounet, Expertin für den Front National, und  Dr. Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin über das Erstarken des Front National in Frankreich und der AFD in Deutschland und suchen nach einem politischen Erfolgskonzept gegen Wutbürger und Populismus. 

La Petite Semaine spielen am 16. Februar in der Kulturwerkstatt Hamburg. © Paulic

Kunst, Musik und Film

Am 11. Februar zeigt euch der Dokumentarfilm "Demain", dass eine nachhaltige Welt keineswegs eine Utopie bleiben muss. Der Film stellt Projekte und Initiativen vor, die ökologische und wirtschaftliche Lösungen schon heute in die Tat umsetzen.

Aber neben all den wichtigen Themen, die durch viele konstruktive Diskussionen zur Sprache kommen werden, verspricht das Festival auch Leichtigkeit – durch Musik. Von französischem Rap ("Afro-Trap" vom Pariser Rapper MHD am 20. Februar in der Fabrik in Altona) über Makossa-Rhytmen darf natürlich der Chanson (La petite Semaine am 16.2. in der Kulturwerkstatt Hamburg) nicht fehlen.  Ihr steht auf Kunst? Dann solltet ihr euch die Ausstellung "Hamburg illustriert" am 16. Februar nicht entgehen lassen.

Der französische Rapper MHD. © Elisa Parron

Auch das Ende wird ein Fest

Unser Highlight dabei? Ganz klar das große Abschlusskonzert am 25. Februar: Das interaktive Musiktheater der Hamburger Komponistin Shiwen Wang mit dem Titel „Der Mythos des Sisyphos“ nach Motiven von Albert Camus. Zu einer Videoprojektion und den Klängen des Ensemble Volans unter der Leitung von Michael Heupel (Cello) tanzt Charlotte Virgile, französische Gast-Tänzerin am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. 

Freut euch also auf Wochen voller französisch-deutscher Freundschaft und jeder Menge spannender Themen.

Tinka Rebhan

Aufgewachsen in der Lüneburger Heide ist Tinka seit fünf Jahren "nordish by heart" und das schlägt ziemlich laut für die Schiffe, das Meer und den Hafen. Dabei erkundet Tinka die Stadt besonders gerne mit ihrem Rad und ist dabei immer auf der Suche nach noch unentdeckten Ecken Hamburgs.