Auf den Spuren: Störtebeker

Auf den Spuren: StörtebekerOrte, die an den berühmten Seeräuber erinnern

Harhar! Der berühmt-berüchtigte Seeräuber Klaus Störtebeker trieb vor vielen vielen Jahren in der Ost- und Nordsee sein Unwesen. Viele Sagen ranken sich um den Seeräuber. Wir haben uns auf die Suche nach Orten und Dingen gemacht, die an den alten Störtebeker in Hamburg erinnern und uns selbst zum kleinen Piraten machen. 

Störtebeker im St. Pauli Theater

Störtebeker und seine Piraten Crew. © Oliver Fantitsch

Hamburgs berühmtester Pirat, dessen Flagge bis heute auf St. Pauli Kult ist! Arrrr – jetzt kommt Klaus Störtebeker endlich in dem neuen, stürmischen Theaterspektakel von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann auf die Bühne. War er gnadenloser Seeräuber, Frauenheld oder doch ein loyaler Kämpfer für seine Heimat? Wieviel Held steckt wirklich hinter dem Mythos Klaus Störtebeker? Vom 8. April  bis zum 5. Mai werden sich die Mythen im St. Pauli endgültig klären –und zwar auf richtig unterhaltsame Weise! 

Stürz den (Bier-) Becher!

Der Name Störtebeker, „Stürz den Becher“, soll ihm früher alle Ehre gemacht haben. Diesen Mythos haben die Gründer der Störtebeker Braumanufaktur als Anlass genommen, ein eigenes Bier herzustellen. Denn Bier brauen können wir Norddeutschen, das steht ja außer Frage. Nicht ohne Grund hat der Seeräuber hier früher sein Schiff an den Hamburger Hafen docken lassen. Die Brauspezialisten haben sich in der Elbphilharmonie in der HafenCity niedergelassen und wollen uns in die Welt des Bierbrauens einführen. Mehrmals täglich finden hier Bier-Verkostungen, geführt von speziell ausgebildeten Biersommeliers und Bierexperten, statt.

Die Meeresschätze auf dem Teller

© Fischrestaurant Störtebeker

© Fischrestaurant Störtebeker

Aye, aye Käpt'n! Im Störtebeker Fischrestaurant mit direktem Blick auf den Hamburger Hafen geht es Tag für Tag um das Thema Fisch. Das Team des Störtebeker Restaurants arbeitet mit den größten Schätzen des Meeres und kreiert die leckersten Fischgerichte genau nach dem Geschmack der Hamburger.

Sprich mit Klaus Störtebekers Kopf!

© Bjoern Gantert

Hamburg Dungeon: Hier wird der Kopf des verehrten „Likedeeler“ täuschend echt zum Leben geweckt. Außerdem wird dir die Piratenwelt näher gebracht und du wirst selbst ein Teil der Piratencrew, die im Jahr 1401 ihren verehrten Anführer vor der Hinrichtung bewahren soll. Nach einer schaukelnden Fahrt zum Grasbrook atme tief ein, wenn du Augenzeuge davon wirst, wie Störtebekers Kopf nach der Enthauptung, aufgespießt auf einem Pfahl, anfängt zu sprechen. Nichts für Angsthasen!

Eine Seefahrt die ist lustig – eine Seefahrt die ist schön

© Lisa Knauer

Alle Mann an Deck! Lust auf Speis' und Trank bei einer Seemannsfahrt mit dem Störtebeker Seefahrgelage? Eine abenteurreiche 3 ½ stündige Schiffstour auf der Elbe mit lustigen, mittelalterlichen Spielen steht schon abfahrbereit im Hafen. Das erwartet euch: Eine Hafenrundfahrt mit einem sechs Gänge Menü, Piratenbräuten, uriger Atmosphäre, leckere Getränke und und und. Freie Fahrt voraus! 

Störtebekers letzte Bitte!

© Lisa Knauer

© Lisa Knauer

Auf allen Meeren gefürchtet: die rote Flagge, unter der Klaus Störtebeker segelte. Vor ihm hatten alle Kaufleute und Kapitäne großen Respekt und eine unglaubliche Angst. Eines Tages gelang es einer mächtigen und gut bewaffneten Hamburg-Flotte in der Nordsee bei Helgoland, Störtebekers Schiff zum entscheidenden Kampf zu stellen. Auf dem Grasbrook, einem Hinrichtungsplatz in Hamburg, kämpfte Störtebeker bis zum bitteren Ende für seine Gefährten.

Eine Legende erzählt, dass er eine letzte Bitte äußerte: als Erster geköpft zu werden. Wenn er dann noch in der Lage sei, kopflos an seinen Männern vorbeizugehen, dann sollten seine Männer ihre Freiheit erhalten. Und so geschah es der Legende nach: Störtebeker ging auf dem Grasbrook enthauptet an vielen vorbei bis er tot zu Boden stürzte. Der Scharfrichter und Hamburgs Stadtoberhaupt kannten aber keine Gnade mit den Seeräubern. Alle 70 wurden enthauptet.

Störtebekers letzten Überreste

© Sinje Hasheider

© Sinje Hasheider

Beim Klabautermann! Der 600 Jahre alte Schädel im Museum für Hamburger Geschichte wird den Legenden nach dem Piraten-Anführer Klaus Störtebeker zugeschrieben. Trotz der Ungewissheit über die letzten Überreste, gehört der Schädel zu den ältesten Objekten der Sammlung des Museums für Hamburgische Geschichte und wird seit dessen Eröffnung 1922 hier präsentiert.

Habt ihr Lust mehr über die Geschichte Störtebekers zu erfahren und den uralten Piratenschädel genauer zu betrachten? Neben dem Schädel ist sogar eine Gesichts-Rekonstruktion des vermeintlich berühmtesten Piraten Hamburgs zu sehen! Schaut vorbei und taucht ein in die alten Abenteuer der Piratenwelt.

Auf den Spuren Störtebekers

Die "Hamburg - Lotsen" nehmen euch mit auf eine Hamburger Stadttour. Von Störtebekers Geburt bis zu seiner Hinrichtug – das Leben des Seeräubers Klaus Störtebekers wird der roter Faden der Stadttour sein. Doch es geht auch um andere interessante Mythen, einige der ältesten Gebäude Hamburgs, den wohl höchsten öffentlich ausgestellten Liebesbeweis eines Hamburgers und sogar Störtebekers privaten Schatz (den ihr suchen – und finden werdet!). Also begebt euch auf eine Hamburgtour mit Schatzsuche!

Wer ist Simon von Utrecht?

© Lisa Knauer

Jeder Hamburger kennt sie und ist sie nach einem Konzert oder einer Party schon entlang gelaufen. Die Parallelstraße der Reeperbahn – die Simon von Utrecht Straße. Zwischen Gruenspan und Grosser Freiheit führt sie uns ins Herz von St. Pauli. Doch wer war eigentlich Simon von Utrecht?! Und was hatte er mit unserem Seeräuber Klaus Störtebeker zu tun? Simon von Utrecht (auch Simon van Utrecht genannt), war ein Hamburger Schiffshauptmann.

Den Legenden nach wurde er in Utrecht in den Niederlanden geboren und ist bereits vor 1400 nach Hamburg ausgewandert. Hier in unserer Hansestadt erhielt er 1400 das Bürgerrecht. Zusammen mit dem Kaufmann Hermann Nyenkerken wurde er eines Tages beauftragt, gegen Klaus Störtebeker und seine Piraterie vorzugehen. Und so sollte es geschehen. Die Flotten von Simon von Utrecht erreichten die Piraten und all die Schätze, die die Seeräuber über Jahre erbeutet hatten. Drei Tage und drei Nächte dauerte der Kampf. Störtebeker und seine Genossen wehrten sich tapfer und mit vollem Einsatz. Simon von Utrecht nahm Klaus Störtebeker und seine Seeräuber gefangen und übergab sie in Hamburg zur Hinrichtung.

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Sina Danöhl

Sina ist gebürtige Schleswig Holsteinerin - ihr Herz schlägt für den Norden und besonders für ihre Lieblingsstadt Hamburg. Sie tanzt gerne auf Konzerten umher oder erkundet die gemütlichsten Cafés der Hansestadt.