Hamburgs Nächte von oben

Hamburgs Nächte von obenAus der Vogelperspektive

Wir wissen, dass Hamburg auch bei Nacht eine wahre Schönheit ist. Doch noch faszinierender ist es, wenn man es von oben sieht. Wir zeigen euch Hamburg, wie ihr die Stadt sicher noch nie gesehen habt.

Die Nacht hat etwas Mysteriöses

Vor allem in Hamburg. Wenn sich das Dunkel über die Stadt legt, erstrahlt die Hansestadt in einem neuen Glanz. Vor allem auf der Reeperbahn – denn hier geht das Leben ja eigentlich erst richtig los, wenn sich die Sonne verabschiedet hat. Aber auch andere Orte in Hamburg sind in der Nacht sehenswert – besonders von oben.

Luftbildfotograf Robert Grahn

Zum Glück gibt uns Robert Grahn mit seinen Bildern eine neue Perspektive auf unser schönes Hamburg. Der Luftbildfotograf fliegt schon seit vielen Jahren mit seiner Cessna über Deutschlands Städte. So zeigte er bereits Berlins Wahrzeichen oder München mit seinen strahlenden Sehenswürdigkeiten in der Nacht aus der Vogelperspektive. Und jetzt bekommen wir auch Hamburg endlich von oben in der Nacht zu sehen – und sind ganz begeistert!

In der Innenstadt Hamburgs fallen besonders die vielen Geschäfte mit ihren Beleuchtungen ins Auge. Aber auch unser Michel oder das Rathaus haben von oben etwas Faszinierendes. Und die elektrischen Lichter im Hafen ziehen uns ebenfalls in einen ganz speziellen Bann.

Challenge accepted

Dabei ist die Fotografie in der Nacht eine besondere Herausforderung. Denn man ist hier auf das Licht, das von unten kommt, angewiesen. Ob Bilder aus er Luft zu dieser Tageszeit gelingen, hängt daher nicht nur von der Beleuchtung einzelner Gebäude ab. Auch das Wetter spielt eine große Rolle: Ideale Voraussetzung für schöne Bilder ist kaltes, klares Wetter.

Liegt zu viel Feuchtigkeit in der Luft, sieht das Bild gleich ganz anders aus. "Es ist ein wenig wie Perlentauchen im Meer", beschreibt Robert Grahn seine spannende Tätigkeit. Mit euroluftbild.de hat der Potsdamer die erste Agentur Deutschlands gegründet, die sich auf reine Luftbildformate spezialisiert. Vertreten werden in der frei zugänglichen Bilddatenbank nachtluftbild.de rund 50 bis 60 weltweit tätige Luftbildfotografen.

"Nachtfotografie ist wie Perlentauchen im Meer – man weiß nie, was man bekommt."

Robert Grahn, Luftfotograf aus Berlin.

Das Spannende an der Nachtfotografie?

Man weiß nie, was man bekommt. Erst seit vier Jahren ist das Fotografieren im Flug bei Nacht überhaupt möglich – dank neuester Technik! Robert Grahns Kamera (eine Nikon D 810) nimmt Bilder mit einer Lichtempfindlichkeit von 12.000 ASA auf. So sind Verschlusszeiten von einer dreißigstel Sekunde und weniger möglich – nur so sind die Bilder aus der Luft nicht verschwommen und zeigen das Geschehen am Boden so genau.

Dabei arbeitet der 52-Jährige allein: Dank einer Privatpilotlizenz kann er mit seiner Cessna 172 über die Metropolen Deutschlands fliegen und dabei den einzigartigen Blick von oben festhalten. Zwei Bücher mit seinen Bildern von seiner Wahlheimat Berlin gibt es schon – vielleicht dürfen wir uns ja bald auch über eine Hamburger Ausgabe freuen.

Robert Grahn fängt auf seinen Flügen über Hamburg eine ganz bestimmte Stimmung ein und zeigt uns auf ein Neues, wie schön unser Hamburg ist. Egal zu welcher Zeit. Egal aus welcher Perspektive.

 2016 euroluftbild.de/Robert Grahn

Tinka Rebhan

Aufgewachsen in der Lüneburger Heide ist Tinka seit fünf Jahren "nordish by heart" und das schlägt ziemlich laut für die Schiffe, das Meer und den Hafen. Dabei erkundet Tinka die Stadt besonders gerne mit ihrem Rad und ist dabei immer auf der Suche nach noch unentdeckten Ecken Hamburgs.