Bibimbap in Hamburg

Bibimbap in HamburgDas koreanische Traditionsgericht

Wir lieben die koreanische Küche! Kimchi ist der Klassiker - seit einiger Zeit haben wir ein weiteres Traditionsgericht in unsere Herzen geschlossen: Bibimbap wird in der Schale angerichtet, ist super gesund, schmeckt köstlich und riecht insgesamt nach einer neuen Trendspeise. Wir haben uns in Hamburg nach neuen Lieblingsadressen zum Bowl essen umgesehen.

Eine Bowl voller Köstlichkeiten

Was ist eigentlich Bibimbap?

Neben Kimchi ist Bibimbap wohl eines der verbreitetsten koreanischen Nationalgerichte. Als klassisches Resteessen darf in die Bowl alles geschmissen werden, was gerade zur Hand liegt – typischerweise wird sie allerdings mit verschiedenen Gemüsesorten, Reis, Tofu oder Rindfleisch, Gochujang (Chilipaste) und einem Ei gefüllt. Unabhängig von der genauen Zubereitungsart werden alle Zutaten so angeordnet, dass jede ihren eigenen Platz in der Schüssel bekommt. Gemixt wird am Tisch – eine kleine Besonderheit, da das Umrühren von Speisen in Korea normalerweise als Zeichen für schlechte Manieren gilt.

Bibimbap ist eine echte Super Bowl: Die Kohlenhydrate im Reis treffen auf die Vitamine im Gemüse und die Proteine im Reis. Das ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch wunderbar und gibt Kraft für den Alltag!

Umai

© Lisa Knauer

In einer Seitenstraße des Schulterblatts hat sich das Umai einen Namen gemacht. Als koreanisches Restaurant mit sympathischem Imbisscharakter sitzt es sich hier in schlichtem, zweckdienlichem Ambiente. Obwohl der japanische Name vielleicht etwas anderes vermuten lässt, hat sich das Umai zahlreichen koreanischen Köstlichkeiten verschrieben, die allesamt heiß, schnell und frisch auf den Tisch kommen. Insbesondere die verschiedenen Bibimbap Variationen stehen hoch im Kurs – sie zählen zu den besten der Stadt. Neben einer hochgeschätzten veganen Variante, werden die bunten Bowls auch in Kombination mit Hühnchen- oder Rindfleisch serviert.

Zweierlei

Kaum irgendwo in Hamburg lässt sich die koreanische Küche so vorzüglich verköstigen wie im Zweierlei. Das Dream Team rund um Steffi und Dea-Young speist von ihrer langjährigen Gastro-Erfahrung und seinen koreanischen Familienrezepten. Gemeinsam haben sie ein Erfolgsrestaurant in der Innenstadt begründet, das trotz seiner zentralen Lage mit einem einladenden Wohlfühl-Charakter besticht und kulinarisch kaum zu toppen ist. Statt exklusiv koreanische Küche anzubieten, probiert sich das Zweierlei in seinen wechselnden Tagesgerichten aus und entdeckt gerne neue Rezepte rund um den Globus. Spezialität des Hauses ist und bleibt aber die sagenhafte Bibimbap, die mit einem Traum aus sechs verschiedenen Gemüsesorten, Reis, Spiegelei und Rindfleisch begeistert.

Kim Chi

Zwar ist das Kim Chi in Eimsbüttel nach einem anderen Szenegericht als den koreanischen Super-Bowls benannt, wird neben dem Kimchi aber auch für seine einmalige Bibimbap geschätzt, die hier gerne bestellt wird. Das urige Familienrestaurant begeistert mit einer unkomplizierten und familiären Atmosphäre. Mit seinen dunklen Holztischen, braunen Fliesen und der insgesamt asiatisch-unprätentiösen Einrichtung sieht es im Kim Chi nicht nur traditionell koreanisch aus, hier schmeckt es auch genau wie in Seoul. Alle Gerichte munden absolut authentisch, dabei super lecker und immer frisch.

Hansik

In Winterhude hat sich ein charmantes Restaurant wortwörtlich nach dem benannt, wofür es brennt: der Koreanischen Küche! Das Hansik überzeugt mit erstklassigen Speisen und einem gleichermaßen stilvollen Ambiente. Moderne Hochtische gruppieren sich neben eine modern gestaltete Theke; asiatische Akzente setzt das Restaurant durch den typischen Fliesenboden, verzierte Holzmöbel und frische Blumen. Genau wie man es sich wünscht, überzeugt die Küche mit authentischen, würzigen und abwechslungsreichen Gerichten. Die Dolsot Bibimbap ist eine besondere Empfehlung des Hauses und ohne Zweifel auch ein Liebling unter den Gästen. Anders als eine reguläre Bibimbap wird sie in einer heißen Steinschale serviert und brät noch weiter, während sie bereits am Tisch steht.

So Na Mu

In unmittelbarer Uni-Nähe versteckt sich eine weitere Perle der koreanischen Kochkunst Hamburgs, die nicht nur von Studenten für ihre exzellente ostasiatische Küche geschätzt wird. Im So Na Mu kocht und bedient ein sympathisches, älteres Ehepaar das Beste, was ihr Heimatland kulinarisch zu bieten hat. Der Gastraum ist klein, das Licht gedämpft und auf das Essen wartet man durchaus mal die ein oder andere Minute. Doch mit der Bibimbap auf dem Löffel vergibt man gerne jegliche Wartezeit: Diese schmeckt nämlich ausgesprochen authentisch, super frisch und kommt in zahlreichen Variationen. 

Man Nam

Seit über zehn Jahren lebt das Man Nam im Herzen Hamburgs schon für die koreanische Küche. Zwischen den Messehallen und dem Heiligengeistgeld speist es sich authentisch, sympathisch und äußerst lecker. Man Nam ist koreanisch für Treffpunkt und wird von den zahlreichen Gästen als ebendies geliebt: einen Ort des Zusammenkommens und Miteinanders. Der Service spricht für sich: Ganz entgegen des schlichten, fast kühlen Ambientes ist die Bedienung super freundlich und immer lustig. Insbesondere die Besitzerin ist jederzeit für einen Spaß zu haben. Und dann ist da selbstverständlich noch die köstliche Bibimbap – im Steintopf gegart, mit feinstem Rindfleisch verfeinert und scharfer Soße garniert.

Hanmi

Als letzten Bibimbap Spezialist auf unserer Liste wollen wir euch das Hanmi nicht vorenthalten: Ein koreanisches Restaurant wie kein zweites in Hamburg, das in den vergangenen Jahren zu einer richtigen Institution geworden ist und Fans der koreanischen Küche mit äußerst schmackhaften Gerichten verzaubert. Was uns besonders gefällt, ist, dass hier auch andere Koreaner gerne zum Essen kommen – das verleiht dem Restaurant eine ganze Menge Authentizität. Wer sich jetzt wundert, dass das Hanmi in der Rentzelstraße dichtgemacht hat, der sei beruhigt: Unser geliebter Koreaner hat nämlich eine neue Location auf St. Pauli gefunden und hofft, im April wiederzueröffnen!

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Tabitha Wedemann

Nachdem Tabitha die letzten sieben Monate durch die Weltgeschichte gereist ist, hat sie jetzt ihren Weg zurück nach Hamburg gefunden, um ihrer Leidenschaft fürs Schreiben nachzugehen. Wenn sie nicht gerade in Cafés sitzt, Gedichte verfasst oder über Festivals tanzt, erkundet sie am liebsten all die besonderen Ecken ihrer Heimatstadt!