Caté

CatéKaffee-Limo aus Hamburg

Fruchtig-herb wie ein Eistee, spritzig wie ein Alster – so kann man den Caté Geschmack beschreiben. Die Kaffee-Limo erobert gerade die Hamburger Getränkeszene. Aber eine Limo aus Kaffee? Das haben wir uns nochmal genauer von den beiden Gründern Bastian Muschke und Bastian Senger erklären lassen.

Weder Kaffee noch Tee. Weder Eistee noch einfache Limonade. Unter den Hamburger Erfrischungsgetränken ist Caté eine Mischung, die es so noch nie gegeben hat. Caté wird aus den Schalen der Kaffeekirsche gewonnen. Die Fruchtschalen werden wie Tee aufgebrüht, dazu kommt ein wenig Zucker sowie Kohlensäure und Zitrone für den Spritz. Fertig ist Caté: Eine Alternative für den morgendliche Kaffee, nur erfrischender an heißen Tagen. Eine Alternative zur Cola, mit deutlich weniger Zucker. Und deutlich gesünder, aber mit genauso viel Wums wie ein Energy-Drink!

Prost! Bastian Muschke und Bastian Senger haben das Caté-Rezept selbst entwickelt.

Wie kommt man auf die Idee, aus Kaffee ein Erfrischungsgetränk zu machen?

Auf einer Reise durch Brasilien übernachtete Bastian Muschke auf einer Kaffeefarm. Dort fielen ihm vor allem die riesigen Müllberge an Fruchtschalen auf. Als er die Bauern darauf ansprach, erzählten diese ihm vom Kaffeetee. Cascara blieb ihm in Erinnerung und wurde zum Kern des ersten eigenen Unternehmens. 

Cascara

Tee aus Kaffeekirschen-Schalen

Kaffee wird nicht aus der gesamten Kaffeefrucht gewonnen, nur die beiden Steinkerne einer Frucht ergeben die Kaffeebohnen, die wir kennen. Die Schalen bleiben liegen und werden oft umweltbelastend entsorgt.

Die Kaffeebauern im Jemen haben schon vor Jahrhunderten die Fruchtschalen für sich entdeckt. In vielen Anbaugebieten bereiten die Kaffeebauern die Schalen als Tee zu. Und das ist gesund: Die Früchte enthalten viele Vitamine und Antioxidante. Eine Tasse Kaffeetee enthält ungefähr so viel Koffein wie ein Espresso. Ein echter Kick!

Cascara - die sonnengetrocknete Schale der Kaffeekirsche

Aus Cascara wird Caté

Seit der fünften Klasse sind Bastian und Bastian befreundet. Während sie das Leben in die unterschiedlichsten Ecken der Welt geführt hat, haben sie sich doch immer in ihrer Heimat wiedergetroffen. Vor zwei Jahren sprachen sie das erste Mal darüber, wie es in Zukunft für sie weitergehen sollte: „Wir wollten etwas Soziales und ökologisch Sinnvolles machen“, sagt Bastian Muschke.

Unter anderem kamen sie auf die Berge an Kaffeeschalen zu sprechen. Ob sich daraus ein nachhaltiges Unternehmenskonzept entwickeln lassen könnte? Die Idee, ein Getränk zu kreieren, das gegen die Wegwerfgesellschaft steht, gefiel ihnen auf Anhieb. Nur musste erst die richtige Mischung gefunden werden. Über sieben Monate experimentierten sie in der eigenen Küche, brühten Fruchtschalen auf, fügten Zucker, Kohlensäure und einen Spritz Zitrone hinzu.

Dabei verließen sie sich nicht nur auf ihren eigenen Geschmack: Eine ganze Hochzeitsgesellschaft trat als Tester für Caté ein. Erst nachdem sie über 400 Meinungen eingeholt hatten, entschieden sie sich für eine Variante. Für die Produktion eines Kastens Caté brauchten sie damals vier Stunden, heute geschieht das alles professionell in der Husumer Mineralbrunnen Produktion.

Caté arbeitet mit einem Kaffeebauer in Panama zusammen.

Ein Gewinn für alle

Vielleicht ist euch das bunte Caté-Lastenfahrrad schonmal aufgefallen; die beiden Gründer liefern einige Bestellungen gerne noch persönlich aus – und halten dabei ihre und Catés Öko-Bilanz konstant positiv. Nach dem Slogan „Gut tut besser“ ist es Bastian und Bastian wichtig, ein Unternehmen zu führen, das nicht profit- sondern gemeinwohlorientiert arbeitet.

Mit der Verwertung der Fruchtschalen, und somit der Reste aus der Kaffeeproduktion, betreibt Caté modernes Upcycling. Was zuvor Müll war, wurde neu entdeckt. Das ist auch zum Vorteil für die Kaffeebauern. Sie können durch den Verkauf der Fruchtschalen einen Mehrwert in ihrer Produktion schaffen.

Caté arbeitet zurzeit mit nur einem unabhängigen Bauern in Panama zusammen, der ökologisch produziert und seine Helfer fair bezahlt. Ohne Umwege kommen die sonnengetrockneten Fruchtschalen in den Hamburger Hafen, da kommt der Sitz am Tor der Welt einem natürlich zugute.

Muschke und Senger arbeiten mit ihrem Partner in Panama gerade außerdem daran, eine neue Technik bei der Trennung von Schale und Kern zu entwickeln, die weniger Wasser verbraucht. Außerdem ist in Planung, mit den ersten Gewinnen von Caté die Farm mit Solarzellen zu versorgen.

Panama - hier wächst der Kaffee für Caté.

Klar soweit? Dann catar!

"Catar" ist Spanisch für probieren, denn das solltet ihr diese neue Mischung aus Kaffee und Tee unbedingt. Übrigens ist die nicht nur gut als einfaches Erfrischungsgetränk, sondern auch als spritziger Mix mit Rum oder Gin. Also vielleicht eine Alternative für die nächste Garten- oder Balkonparty? Wenn ihr das nächste Mal Caté auf der Getränkekarte lest, wisst ihr jetzt auf jeden Fall endlich, was euch erwartet. 

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.