Chambre Basse

Chambre BasseEin (Menschen)Recht auf gute Drinks

Entrez-vous et bienvenue, Hamburg! Ab dem 2. Februar sind wir auf dem Schulterblatt um eine elegante Cocktailbar reicher, die für gute Drinks und ein exzellent durchdachtes Konzept steht: Im Chambre Basse trinkt man sich gediegen durch die Geschichte der Menschenrechte. 

Unser künftiger Stammtisch!

Club und Club macht Bar

Die Räumlichkeiten, in denen bis vor Kurzem noch der Kleine Donner das Nachtleben auf dem Schulterblatt auf den Kopf stellte, sind kaum wiederzuerkennen. Eine elegante, dunkel gestaltete Bar mit gedämpftem Licht, hölzernen Tischen und Stühlen sowie einem 13 Meter langen Tresen ist hier eingezogen und behauptet nun als Chambre Basse die Kellerräume vom Schulterblatt 73.

Die Inhaber aber bleiben: Felix und David mussten ihren Hip-Hop-Club ruhen lassen und haben aus der "zusammengeschraubten Bretterbude" ein neues Meisterwerk erschaffen. Mit ihrem Betriebsleiter und Barchef Martin haben sie sich dazu einen wahren Experten ins Boot geholt. Bis zur Schließung hat er das Golem geschmissen und kommt jetzt mit dem Chambre Basse aus dem Clubbetrieb dahin zurück, wo er hingehört: an eine gute Bar mit hoher Qualität!

Ein Ort mit einer Message

Der Name Chambre Basse könnte für die neue Bar auf dem Schulterblatt nicht besser klingen und hat dabei auch noch eine ganz starke Botschaft. "Chambre basse" ist die französisch Bezeichnung für ein Unterhaus oder die zweite Kammer des Parlaments, welche die von den Bürgern gewählte Volksvertretung repräsentiert. Der Blick in die Karte rundet das Konzept ab: Neben klassischen Long Drinks findet ihr die "Cocktails de la maison", welche mit wichtigen Jahreszahlen der Geschichte der Menschenrechte versehen sind. Dabei wird nicht nur euer Geschichtswissen geschult, sondern auch die Geschmackssinne, denn der Fokus rückt so wieder auf die ausgewählten Zutaten der Drinks. 

Aus Donner wird Bass!

Höchste Qualität an Drinks

Eine Bar zum Rum machen

Hinter den 13 Metern Tresen muss sich das Schnapsregal gar nicht verstecken. Über 100 Spirituosen werden hier zu kreativen Apéritifs, Long Drinks und Cocktails verarbeitet – doch den Fokus legt das Chambre Basse auf Rum. Vom Dark & Stormy bis hin zum Rum & Coco (Blackwell Fine Jamaican Rum & Kokosnusswasser und einem Schuss Espresso, den uns Martin sehr ans Herz legt) wird hier Rum getrunken. Aber auch den Vieux Carré (eine Hommage an der New Orleans das 30er und der heimliche Favorit der Crew) sollte man hier nicht verachten. 

Ansonsten lässt sich ein französischer Einfluss nicht leugnen: Wein sowie französische Liköre nehmen einen wichtigen Teil der Karte ein; es gibt außerdem drei Biere vom Fass und hausgemachte Limonaden, die nach bedeutenden Frauen der Frauenrechtsbewegung benannt sind. 

Martin, David und Felix

Schon ausprobiert

Und für sehr gut befunden

1222
Blend de la Maison #2, Antica Formula, Benedictine, Angostura & Peychaud's Bitters 
Die Goldene Bulle von Ungarn wurde von König Andreas II. ausgegeben. Die Gesetze legten die grundlegenden Rechte der Adligen fest, einschließlich des Rechts den königlichen Willen zu missachten, falls dieser widerrechtlich war, Recht auf ein faires Gerichtsverfahren und Garantien für das Eigentum. 

1341
Plantation Pineapple Rum, frischer Limettensaft, Simple Sirup 
Das englische Parlament wurde in zwei Häuser unterteilt. Unter Edward III trafen sich die Commons nun abseits des Adels und Klerus und gründeten so das House of Commons. 

1542 
Leblon Cachaca, Guignolet de Dion Kirsch, frischer Zitronensaft, Simple Sirup, Brombeere, Minze
Der spanische König Karl I erlässt die Leyes Nuevas (Neuen Gesetze) zum Schutz der Indios vor Versklavung und Zwangsarbeit. 

Der Superlativ von "besonders"

Doch damit nicht genug: Passend zum außergewöhnlichen Flair des Chambre Basse wird es am Wochenende sogar einen Doorman geben, der die Gäste am Eingang begrüßt. Ein "Du kommst hier nicht rein" werdet ihr aber nicht zu hören bekommen. Die Treppe runter und durch die Tür eintreten darf hier jeder, der Bock auf feine Drinks hat. Ein Host wird euch dann die Jacken abnehmen und zu einem freien Tisch begleiten. Danach heißt es zurücklehnen und genießen! Die charmante Crew der Bar wird euch jeden Wunsch von den Lippen ablesen. 

Barchef Martin erklärt uns das Konzept

Ein würdiger Nachfolger

Ob Küche der Kantine des Floratheaters, Fotolabor, Teppichhandel oder eben Kleiner Donner – die Kellerräume des Haus 73 haben schon so einiges erlebt. Mit dem Chambre Basse zieht nun zwar ein frischer Wind ein, aber auch ein genauso vertrauter. Lediglich die originalen schwarzen Fliesen an den Wänden sind zwar noch optisches Zeugnis der Vergangenheit, aber der Spirit bleibt derselbe. Für Felix und David fühlt es sich auf jeden Fall richtig gut an einen neuen Schritt zu gehen – und haben in Zukunft noch einiges vor, das ihre Bar für Hamburg garantiert unerlässlich werden lässt. 

Felix, Martin, Miri und David - wir wünschen euch viel Erfolg!

  • Empfehlung des Hauses

    Der Vieux Carré ist der Favorit der drei Jungs. 

  • Dresscode?

    Bloß keine Scheu! Hier soll jeder kommen wie er will. 

  • Wie viele Plätze?

    90 Personen passen hier entspannt rein. 

  • Preise?

    Cocktails zwischen 8 und 10€, Bier 2,90€

  • CI und Interior?

    Ihre Freunde von monokrom haben das Interior gestaltet und die Crew von exposure markenmanufaktur das CI. 

  • Reservieren?

    Jederzeit möglich. 

  • Musik

    Leichte Hip-Hop-Beats, die an Donner-Zeiten erinnern, angereichert mit dezentem Vinylkratzen und Regen- und Gewitter-Sounds.

Lisa Knauer 

Das Chambre Basse hat uns für diese Story auf Drinks eingeladen, was unsere Meinung nicht beeinflusst hat. Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!