Die Elbphilharmonie Schulkonzerte

Die Elbphilharmonie SchulkonzerteVom Tuscheln ins Staunen

Hinter die Kulissen der Elbphilharmonie blicken, mit Musikern sprechen und Musik hautnah erleben – die Haspa Musik Stiftung fördert die Schulkonzerte in der Elbphilharmonie und damit das Musikverständnis von Hamburger Schülern. Hier wird  den kleinen Zuhörern die große Kunst ganz nahe gebracht.  

Unser Stadt-Klunker © Lisa Knauer

Ein Ort der Musik!

Die Elbphilharmonie ist ein Ort der Musik. Zur Eröffnung kam aus dem Rathaus das Versprechen, dass jedes Hamburger Schulkind mindestens einmal die Elbphilharmonie besuchen dürfe – gerade auch jene Kinder, die zu dieser Welt sonst keinen Zugang haben.

Auf Worte sollten Taten folgen: Mit Unterstützung der Haspa Musik Stiftung erweitert die Elbphilharmonie mit altersgerechtem Programm für Schüler der 1. bis 13. Klasse ihren musikalischen Horizont. Zentral sind dabei die Konzerte für Schulklassen, die jeweils auf ihr Alter speziell zugeschnitten sind. Diese Konzerte sollen nicht bloß für die kleinen und großen Schüler schön zum Anhören sein, sondern eine lehrreiche und pädagogisch wertvolle Aufgabe erfüllen. Dieses Programm ist in Deutschland bisher einzigartig!

In Schlange stehen kann schon ganz aufregend sein © Lisa Knauer

Die Vorfreude steigt! © Lisa Knauer

Sonne, Mond und Streicher

Neben Schulkonzerten für die Schüler der Oberstufen, wird unter anderem das Stück Sonne, Mond und Streicher für die Schüler der ersten und zweiten Klasse im Kleinen Saal aufgeführt, eine Produktion der Elbphilharmonie und des Ensemble Resonanz. Hierbei handelt es sich um kein klassisches Streichkonzert, sondern um ein spielerisches und kreatives Zusammenspiel aus unterschiedlichsten Klängen, Geräuschen und eben Streichinstrumenten. Wie das funktioniert, macht auch uns neugierig! Und was für die Kleinen gut ist, schadet auch den Großen nicht - deswegen waren wir am 11. Oktober live dabei und haben uns ein wenig verzaubern lassen. 

Mehr Infos zu Sonne, Mond & Streicher

Jubel, Trubel, Heiterkeit! © Lisa Knauer

Gleich geht es los! © Lisa Knauer

Was für eine Vorfreude!

Kurz vor Konzertbeginn strömen Kinder verschiedener Schulen zur Elbphilharmonie und durch die Tube auf die Plaza. Ob sie sich auf das Konzert freuen? Ja! Aber in erster Linie freuen sie sich gerade darüber, überhaupt mal in der Elphi zu sein. Die Luft ist gefüllt mit unzähligen Kinderstimmen und egal wo man hinblickt, hüpfen und flitzen sie aufgeregt herum und wedeln mit ihren Konzertkarten in der Luft. Klassenweise werden sie in den Saal gelassen, wir sitzen mittendrin und freuen uns fast genauso wie die Kleinen auf das, was jetzt kommt.

Die Kinder nehmen im kleinen Saal Platz. © Lisa Knauer

Unkonventionelle Handhabung der konventionellen Musikinstrumente. © Philipp Göhrs, elbkind

Musik steckt überall drin!

Der Übergang von einem simplen Geräusch zu einem vollen Klang ist ein fließender. Und dass man mit dem Erzeugen von Alltagsgeräuschen auch Musik machen kann, soll den Kindern mit diesem Stück gezeigt werden. Als "Musikinstrumente" dienen hier Regenjacken, Reißverschlüsse, Weingläser und Pappkartons, die sich mit Geige, Cello und Co. abwechseln oder einander begleiten und ergänzen. Das Stück erzählt kleine Begebenheiten von Regen, Hitze, Winter, Unterwasserwelten und sternenklarer Nacht. Anders als im Theater oder im Film wird die Geschichte nicht durch Text und Bilder zu einer Erzählung, sondern durch Klänge und Musik. Obwohl die kreative Inszenierung und das bunte Bühnenbild auch ein wahrer Augenschmaus sind, sind vor allem die Ohren der Kinder gefragt, die Geschichten und unterschiedlichen Stimmungen nachzuvollziehen.

Nicht klassisch, trotzdem klasse! © Philipp Göhrs, elbkind

Kinder sind das beste Publikum

Wer schon mal in einem Kinderkonzert oder -Theaterstück war, weiß, dass Kinder das beste und direkteste Feedback geben. Die Kinder sitzen also nicht bloß schweigend und ruhig auf ihren Plätzen, sondern bringen ihre Begeisterung, Verwunderung und Spannung geräuschvoll zum Ausdruck. Und obwohl das Konzert eigentlich nicht als ein interaktives angelegt ist, springen die Kinder trotzdem sofort mit auf den Geräusch-Zug. Wenn die Musiker in die Hände klatschen, machen die Kinder es ihnen nach - genauso bei den Reisverschlüssen und anderen Geräuschen. 
Auch Klassiker wie die Titelmusik aus "Spiel mir das Lied vom Tod", "Der Winter" aus Vivaldis Vier Jahreszeiten oder "Weißt du, wieviel Sternlein stehen" werden mit in das Stück integriert und machen die Inszenierung zu einem schönen und runden Gesamtkunstwerk.

In der Unterwasserwelt wird der Cello-Koffer zum See-Ungeheuer! © Philipp Göhrs, elbkind

Ein wahrlich tosender Applaus für das Ensemble! © Florian Wagensommer, elbkind

Von der Elphi ins Klassenzimmer

Sinn und Zweck der Schulkonzerte ist es, dass die Kinder etwas davon mitnehmen. Nach dem Konzert erzählen uns die Schülerinnen aus der zweiten Klasse Nellie und Pauline, dass sie ab jetzt im Unterricht nicht nur mit einer Geige, sondern auch ausprobieren werden, mit welchen Alltagsgegenständen sich Musik machen lässt - ganz wie es sich die Haspa Musik Stiftung auch gewünscht hat. 

Sonne, Mond und Streicher in bewegten Bildern

Lisa Knauer

Lisa ist ein echtes Hamburger Deern. Schon seit ihrer Geburt lebt sie in der Hansestadt und will hier auch so schnell nicht weg. Mit ihrer Kamera knipst sie nicht nur schöne Menschen, sondern auch die schönsten Ecken Hamburgs.