Drama, Baby!

Drama, Baby!Sieben Theaterstücke für den Frühling

Mit dem Frühling erwacht in uns wieder die Motivation rauszugehen und Kultur zu erleben! Es ist Zeit für Museen, Ausstellungen und nicht zuletzt: Theaterbesuche! Unsere Stadt bietet so viele unterschiedliche Theater- und Schauspielhäuser, Genres und Stücke, dass die richtige Wahl schwer fällt. Deshalb haben wir sieben Lieblingsstücke zusammengestellt, die ihr euch in den kommenden Wochen nicht entgehen lassen solltet.

Komödie, Tragödie, Krimi und mehr! © Unsplash

Theater in Hamburg

Ein paar Fakten

In Hamburg gibt es circa 40 Theaterhäuser und über 50 Spielorte. Diese sind auf 20 Stadtteile verstreut und somit eigentlich überall. Pro Spielzeit bietet Hamburg euch also hochgerechnet 16.000 Stunden Theaterprogramm, krass!

Alle sieben Wellen

Wird ein Treffen in Realität möglich sein? Leo und Emmi sind wieder da! © Unsplash

Wir  haben gute Neuigkeiten für "Gut gegen Nordwind"-Fans! Der Bestseller-Roman von Daniel Glattauer wurde letztes Jahr auch in der Theaterversion gefeiert, jetzt läuft der zweite Teil an. Die Geschichte dreht sich um Emmi und Leo, die sich zufällig über E-Mail-Kontakt kennen und lieben lernen. Jedoch ist Emmi verheiratet – einer von vielen Gründen, die gegen ein Treffen in der Realität sprechen. Die bizarre Liebesgeschichte bleibt in "Alle sieben Wellen" genauso schön, unterhaltsam und spannend wie zuvor. Da lohnt sich ein Ausflug in das schnuckelige Ein-Zimmer-Theater in Horn!

(R)Evolution

Eine kritische Auseinandersetzung mit technischen Dystopien! © Krafft Angerer

Ein aussagekräftiges Bühnenbild © Krafft Angerer

Yuval Noah Hararis „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ wurde zu einer globalen Pflichtlektüre für kritische Denker! Nun hat die israelische Regisseurin  Yael Ronen gemeinsam mit Dimitrij Schaad ein thematisch von Harari inspiriertes Theaterstück umgesetzt. Es geht um die Zukunft und die Tech-Euphorie des Menschen. Es geht um die kritische Frage, ob wir jede Chance auf eine utopische Welt schon verpasst haben. Auf ins Thalia Theater, wenn ihr Lust auf eine Geschichte habt, die euch ins Grübeln bringen wird!

Café Populaire

Vorhang auf für Satire vom Feinsten! © Unsplash

Dieses preisgekrönte Theaterstück ist absolut eine wärmste Empfehlung wert! Café Populaire ist Satire vom feinsten, geschrieben von der jungen Autorin Nora Abdel-Maksoud. Sie setzt sich mit Race, Class und Gender auseinander, ohne dabei auf politische Korrektheit zu setzen. Die Charaktere sind wunderbar modern: von einer gutmenschlichen Bildungsbürgerin, einer altlinken Hospizbewohnerin über einen sich quer durch die Jobwelt arbeitenden Migranten bis hin zu einem neoliberalen Alter Ego mit boshaften Eigenschaften. Aus dieser Aufführung werdet ihr garantiert mit einem Kopf voll kritischer Gedanken herauskommen!

Caligula

Ben Becker ist wieder in Hamburg auf der Bühne! © Christina Baumann-Canaval

Caligula ist ein ein Stück von Albert Camus, geschrieben in der Existenzialismus-Bewegung im Zweiten Weltkrieg. Es dreht sich um den gleichnamigen römischen Kaiser Caligula, dessen Handlungen heute Schlagzeilen in der Regenbogenpresse machen würden. Uraufgeführt in Salzburg kommt das umjubelte Stück nun nach St. Pauli, mit Ben Becker in der Hauptrolle. Ein Wassergraben trennt das Publikum von seiner mitreißenden Darstellung in diesem Theaterstück mit sarkastischer Schärfe. Ein Muss für Theaterfans!

Champagner To'n Fröhstück

Hier wird's spannend! © Geheimtipp Hamburg

Wohngemeinschaften sind Studentensache? Von wegen! In dieser Komödie mit norddeutschem Dialekt entscheiden sich die Rentner Valentin und Marie, nicht mehr im Seniorenheim oder bei den Kindern wohnen zu wollen. Die beiden Gründen eine WG mit allen Komplikationen, die wir alle nur zu gut kennen. Möbel vom Sperrmüll, Champagner zum Frühstück und Nachbarn, die so oft vorbeikommen, dass sie irgendwie mit dazugehören. Freut euch auf eine Komödie von Milena Paulovics, bei der eure Augen nicht trocken bleiben werden vor Lachen.

Leonce und Lena

Was passiert, wenn die Masken fallen? © Unsplash

Bei Georg Büchner und "Woyzeck" sollten Erinnerungen an den Schulunterricht wachwerden, denn dieser Autor prägt mit seinen Klassikern bis heute die Art des Erzählens. Im Ernst Deutsch Theater wird zum Frühling ein Stück auf die Bühne gebracht, das uns zum Träumen bringen wird. Prinz Leonce und Prinzessin Lena sind dazu verdammt, zwangsverheiratet zu werden, doch sie sträuben sich jeweils gegen ihr vorbestimmtes Schicksal und reißen nach Italien aus. Unter dem Schutz von Masken lernen sie sich dort kennen – nichtsahnend über die Identität des anderen. Macht euch gefasst auf ein wunderbares Drama!

Die Tür mit den sieben Schlössern

Ein schauriger Erbstreit nach alt-englischer Manier © Oliver Fantitsch

Wir lieben die schaurigen Krimis, die das Imperial Theater seit 25 Jahren auf die Bühne bringt. Seit kurzem ist ein Stück zum Gruseln von Edgar Wallace angelaufen: Die Tür mit den sieben Schlössern. Es dreht sich um die Erben des englischen Lord Selford, der sich und seine Schätze hinter einer verschlossenen Tür vergraben hat, die nur alle sieben Erben gemeinsam öffnen können. Im Weg stehen ihnen jedoch Missgunst und Habgier. Ein Erbstreit voller Intrigen, der blutig enden könnte.

Titelbild: Unsplash

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Carla Agha Ebrahim

Das Studium hat Carla aus ihrer bayrischen Heimat über Berlin in den Norden gelockt – wo sie Hamburg als ihre neue Lieblingsstadt entdeckt. Oft kilometerweit zu Fuß unterwegs, hält sie Ausschau nach Cafés, Büchern, Second Hand Shops und all den Orten, die einfach neugierig machen.