Hamburg ist viel schöner vom Wasser aus. Wer das nicht weiß, der sollte das unbedingt mal abchecken. Am besten auf einem Segeltörn mit der Elbsegelei. Wir haben das gemacht und sind mehr als angetörnt! 

Auf der Elbe Segel setzen

Wie? Es gibt keine geführten Segeltörns auf der Elbe? Was auf der Alster selbstverständlich ist, war bis zur Initiative von Holger Brauns für normale Landeier wie uns nur schwer möglich. Mit der Elbsegelei wird jetzt aber auch auf der Elbe ein außergewöhnliches maritimes Erlebnis garantiert, das jeglichen Alternativen den Wind aus den Segeln nimmt.

Und das meinen wir ernst. Ein Segeltörn mit der Elbsegelei ist eines der besten Wassererlebnisse, das wir in Hamburg kennen – und ist dabei in seiner Form einzigartig. Also hopp hopp an Bord der "Wattenhoch" mit euch, wo euch der gut gelaunte Skipper & Seebär Holger Brauns schon erwartet! 

An Bord eines passionierten Seglers

Holger Brauns ist schon seit Kindesbeinen auf Segelbooten zuhause. Das Segeln hat er im Blut; beruflich ging es jedoch für ihn zunächst in die Musikbranche. "Ich war fast 10 Jahre nicht richtig auf dem Wasser – wie konnte mir sowas nur passieren? Schließlich ist das Schönste an meinem jetzigen Job das Segeln selbst." Und das merkt man ihm auch an. Was für uns zunächst aussieht wie Hexenwerk, macht der Seemann mit Links. Auf so einer Tour mit Holger ist nämlich richtig was los! Hier wird eine Leine gezogen, da wird gedreht, gelenkt und der Kurs abgecheckt. Wer mag, der darf selbst mit anpacken und sich vom Profi alles zeigen und erklären lassen, was ein echter Kapitän so wissen muss. 

"Segeln bedeutet für mich: Die Gedanken bleiben an Land. Stress gibt es an Bord nicht."

Holger Brauns

Ganz schön viel Action!

Vor dem Start gibt es Einweisung in Boot, Navigation, Wetterkunde und Sicherheit vom Fachmann und schon werden die Segel gesetzt – oder besser gesagt: ausgefahren. Wir verlassen den sicheren Hafen, dürfen schon das erste Mal selbst lenken, das Boot in Position bringen warten dann auf die erste Windböe. Wusch! Schon geht's los. Wahnsinn! Sobald der Wind übernimmt, ist auch Holger total in seinem Element. Während wir aus der Segelsprache gerade mal Steuerbord & Backbord auseinanderhalten können, erklärt er fachmännisch alles, was das Segeln anbelangt – und hat mit uns schon jetzt neue Fans gewonnen. 

Übrigens: Wattenhoch, so wie Holgers sein zweites Zuhause getauft hat, ist in der Seesprache die Linie zwischen Festland und Insel, die bei Ebbe als erstes trockenliegt und wo Seefahrer in Seenot stranden können. Gleichzeitig ist es aber auch ein charmantes Wortspiel, das einen Törn mit der Elbsegelei perfekt zusammenfasst: Wat 'n Hoch!

Ein Segeltörn mit der Elbsegelei

Zwei bis fünf Mitsegler haben auf der modernen 10 Meter Segel-Yacht Platz für ein spannendes Erlebnis auf einem der abwechslungsreichsten Flüsse Deutschlands: der Elbe! Ein Törn mit Holger auf der "Wattenhoch" dauert je nach Wunsch vier bis acht Stunden. Dieser kann verkürzt werden oder (besser!) auf mehrere Tage verlängert, zum Beispiel bei einem Trip nach Glückstadt.

Los geht's in Wedel oder direkt in Hamburg City und Ziele sind die geheimen Hotspots entlang der Elbe – hier kommt sonst niemand so schnell hin. Holger ist dabei nicht nur der selbstbewusste Käpt'n, sondern gleichzeitig noch ortskundiger Tourguide! Ab 87,50 € pro Person kann Jedermann und Jederfrau dabei sein, vorausgesetzt sind natürlich ein bisschen Beweglichkeit und ein sicheres Gleichgewichtsvermögen.


Wenn der Wind übernimmt

Ja, wie beschreibt man das Gefühl, wenn man das erste Mal auf so einem richtig professionellen Segeltörn dabei ist? Entspannung, Sehnsucht, Freiheit. Klingt kitschig, ist es aber gar nicht! Die Aussicht auf Hamburg ist wahnsinnig faszinierend – gerade auch als Hamburger gibt es hier allerhand zu entdecken. Und sobald der Wind die Kontrolle hat, ist es sowieso um einen geschehen. Wenn Holger uns dann auch noch mit seinen Manövern über die Wellen schaukelt, dann können wir verstehen, dass er mit der Elbsegelei seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. 


Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!