Fashion Revolution Week

Fashion Revolution WeekFür mehr Verantwortung und Transparenz in der Modeindustrie

Wir lieben Mode – aber nicht, wenn sie unter unwürdigen Bedingungen produziert wurde und der Umwelt schadet. Deshalb stehen wir voll hinter der Fashion Revolution Week, die die Modeindustrie wachrütteln (und revolutionieren!) will. Dieses Jahr können wir dafür zwar nicht gemeinsam auf die Straße gehen, mit der Satire-Kampagne "CRISIS FASHION" aber trotzdem ein lautes Zeichen setzen!

Was ist die Fashion Revolution Week?

Eine Woche für faire Mode

Die Fashion Revolution Week will auf Missstände in der Textilindustrie aufmerksam machen und zum Umdenken bewegen. Denn noch immer wird in vielen Ländern Kleidung unter prekärsten Bedingungen produziert – mit Billiglöhnen, schlimmen Arbeitsbedingungen & giftige Chemikalien.

Jedes Jahr organisiert sich die Fashion Revolution Week rund um den furchtbaren Fabrikeinsturz von Rana Plaza im Jahr 2013. Auch dieses Jahr beteiligen sich 90 Länder mit weltweiten Aktionen. Organisiert und umgesetzt wird der Aufbruch vom future fashion e.V. Dies ist eine Gruppe internationaler UnternehmerInnen, AktivistInnen, PressevertreterInnen und AkademikerInnen aus 90 teilnehmenden Ländern.

So sehen die Produktionsstätten teilweise aus

Ein Umbruch in der Textilindustrie

2013 stürzte der Gebäudekomplex Rana Plaza in Bangladesh ein und mehrere tausend Menschen starben, wurden verletzt und erhielten einen schweren Schock. Das Gebäude brach über ihnen zusammen, während sie unterbezahlt und unter unmenschlichen Bedingungen Kleidung herstellten, die in Massen verkauft werden. Stichwort: Fast Fashion. Aber es geht auch anders und das beweist die Fashion Revolution Week!

Wisst ihr, wo eure Kleidung herkommt?

Corona und die Modeindustrie

Während wir in Deutschland über Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen diskutieren, haben viele Modemarken Bestellungen in Höhe mehrerer Milliarden Dollar storniert. Unzählige Fabrikarbeiter*innen stehen damit vor Arbeitslosigkeit und Existenzverlust – und das ausgerechnet in Ländern ohne Sicherheit von Sozialhilfen oder stabilen Gesundheitssystemen. Kein Geld, kein Gesundheitssystem und dann auch noch Corona – das könnte zu einer noch viel größeren Katastrophe als Rana Plaza werden.

Der Fake-Webshop crisis.future.fashion

Weil wir dieses Jahr nicht gemeinsam demonstrieren können, hat sich das Team der Fashion Revolution Week eine starke Online-Aktion überlegt. In dem Fake-Webshop​ ​crisis.future.fashion​ könnt ihr ein vermeintlich weißes T-Shirt für nur 50 Cent erwerben. Doch sobald ihr draufklickt, zerfällt der Shop und legt die eigentliche Botschaft der Kampagne und Informationen über die momentane Lage der Fabrikarbeiter*nnen offen und zeigt Handlungsoptionen auf.

Statt ein T-Shirt zu kaufen, könnt ihr für einen Nothilfefonds und weitere karitative Organisationen spenden, um so einen Beitrag zur Bekämpfung dieser menschenunwürdigen Verhältnisse zu leisten.

Ein Traum wäre es, wenn sich nun auch, über Ländergrenzen hinweg, Konsumenten mit Näherinnen solidarisieren würden.

Ariane Piper, Fashion Revolution Germany

Lasst uns die Modeindustrie revolutionieren!

Die Fashion Revolution Week fordert die Modeunternehmen in Deutschland und der ganzen Welt dazu auf, Verantwortung für Ihre Lieferketten und ihre Arbeiter*innen zu übernehmen. Erst recht jetzt, zu Zeiten von Corona, aber natürlich auch sonst!

#whomademyclothes © Fashion Revolution / PICTURE

Fair Fashion auf ONE Hamburg

Lara-Maria Wichels & Thekla von Kleiderei

Auch auf unserem Social-TV-Kanal ONE Hamburg ging es zuletzt um faire Mode. Lara-Maria Wichels hat sich dafür Thekla, die Gründerin des Fair Fashion Shops Kleiderei, vorgeknöpft und mit ihr über bewussten Konsum und nachhaltige Geschäftsmodelle gesprochen.

Fashion Revolution Week & @theorispresent

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Anna Paulina Graf

Anna ist unsere kleine Schwäbin. Und das hört man auch, denn selbst nach fast fünf Jahren in Hamburg kann sie noch kein Hochdeutsch. Mit jeder Menge Gratis-Ausflugstipps, ihrem Fahrrad und ganz viel Entdeckerdrang zeigt sie ihren Freunden die Stadt – und jetzt auch euch.