Fernweh mit Salt & Silver

Fernweh mit Salt & SilverTeil 3: Das Paradies auf den Galapagosinseln

Trotz des Hamburger Vorzeigesommers können wir das Fernweh nicht komplett abstellen – wie gut, dass die Weltenbummler Jo und Cozy von Salt & Silver so viele Geschichten parat haben: Diesmal nehmen sie uns mit auf die berühmt-berüchtigten Galapagosinseln. Nicht nur ein Paradies für Riesenschildkröten und Seelöwen.  

© XULI

Seelöwen-Begrüßung

Von Guayaquil, der zweitgrößten Stadt Ecuadors, fliegen wir zwei Stunden auf die Galapagosinseln. Dort erwartet uns was: Kaum aus dem Taxiboot gestiegen, müssen wir erst einmal über eine Horde Seelöwen auf dem Bootssteg klettern, die das mit einem wenig begeisterten Grunzen quittieren. Menschenscheu sind die Meerestiere nicht, deshalb macht uns auch keines den Weg frei ... 

Die lassen es sich gut gehen am Strand

New friends

Nicht nur ein Paradies für Tiere, ...

Neben den Seelöwen fühlen sich hier auch andere Tiere sichtlich wohl: Von der Kaimauer schielen einige große schwarze Echsen herüber, an den Felsen am Strand tummeln sich tellergroße feuerrote Krabben. Blaufußtölpel und Pelikane zielen auf unsere Köpfe. Verrückt, der Fischerort Puerto Baquerizo Moreno könnte auf den ersten Blick auch in der Kolonialzeit hängen geblieben sein bei dieser Wildtiervielfalt! 

... sondern auch für Surfer!

Auf San Cristóbal gibt es einige verdammt gute Surfspots. Die härteste und beste Welle davon ist La Loberia.

Funfact

Loberia heißt so viel wie "Seelöwenkolonie" und wie der Name schon sagt, teilt man sich die Wellen hier mit einer Horde Seelöwen.

Nur wenige trauen sich

Am Surfspot haben es sich Seelöwen gemütlich gemacht – leider nicht nur die. Rund um Galapagos gibt es die größten Haibestände weltweit, deswegen geht auch kaum einer der Locals dort gerne surfen. Raúl, ein ecuadorianischer Surfer, allerdings schon und nimmt uns morgens um sechs Uhr mit zum Strand. Dort ist es menschenleer und die Wellen sind perfekt – kein einziger Seelöwe ist im Wasser! Allerdings fragen wir uns schon "warum nur?". Wir wollen es uns nicht genau ausmachen und stehen erst einmal eine halbe Stunde stumm dar und starren aufs Meer. Obwohl das Wasser unglaublich klar ist, sieht man wegen des Meeresbodens aus schwarzem Lavastein nur wenig. Die Kombination aus klarem Wasser und schwarzem Grund jagt uns einen Schauer über den Rücken. 

Raúl, unser Surfexperte

Jetzt weißt du, was ich meine. Man hat immer dieses Gefühl als würden hier Raubtiere lauern.

Raúl, Surfer

Traumhafte Wellen

Trotz Unbehagen paddeln Raúl und ich zu einer Welle hinaus, beim Warten auf das nächste Set fühlt man sich schon ein wenig wie auf dem Servierteller. Raúl schnappt sich gleich die erste große Welle und surft sie einige hundert Meter in Richtung Strand. Alleine auf dem Meer kriege ich die Bewegungen um mich herum noch stärker mit, plötzlich plätschert es und in einigen Metern Entfernung steigen Wirbel im Wasser auf. Ist da ein dunkler Schatten? Sehnsüchtig warte ich auf die rettende Welle, doch es kommt keine, der Schweiß bricht mir aus. Dann geht es ganz schnell und ein schwarzes Bündel taucht aus dem Wasser auf und landet mit einem großen Klatschen auf der Wasseroberfläche... Eine Sekunde später taucht seelenruhig ein großer Seelöwenkopf auf, fängt an zu blöken und beäugt mich. Ich bin erleichtert, fühle mich allerdings auch ein bisschen blöd, der Seelöwe lacht mich doch aus. Endlich kommt die lang ersehnte Welle und ich surfe die bisher beste Session!

Cooler Dude

Ecuadorianisches Garnelen-Ceviche

Für 4 Personen

Ein erfrischendes Essen aus der ecuadorianischen Stadt Guayaquil.

Zutaten

1 rote Zwiebel, Saft von 2 Limetten oder 1 Zitrone, 1 Tomate, 1 Bund Koriander, 1 kg frische rohe Garnelen, 230 ml Limettensaft, 115 ml Orangensaft, 1/2 Tasse Ketchup, 1 EL Senf, 1 EL Zucker, 1 Schuss Pflanzenöl, 110 g Popcornmais

Schäle die Zwiebel und schneide sie in feine Ringe. Weiche sie 30 Minuten in Limetten- oder Zitronensaft ein, um ihr die Schärfe zu nehmen. Wasche und würfle dann die Tomaten und hacke den Koriander. Bringe dann Wasser mit etwas Salz in einem Topf zum Kochen. Blanchiere darin die Garnelen zwei bis drei Minuten bis sie sich pink-orange färben. Gieße sie durch ein Sieb ab und fange das Kochwasser auf. 

Mische in einer großen Schüssel 230 ml des aufgefangenen Kochwassers mit dem Limetten- und Orangensaft, Ketchup, Senf und Zucker. Gib dann Garnelen, Tomatenwürfel und Zwiebelringe dazu und würze alles mit Salz und Pfeffer. Für das Popcorn gibst du die Maiskörner mit etwas Fett in einen Topf und bereitest sie nach Packungsangabe zu. Verteile das Garnelen-Ceviche auf kleine Schüsseln oder tiefe Teller. Gib einige Tropfen Öl und den Koriander darüber. Als Krönung verteilst du auf deiner Kreation jeweils eine kleine Handvoll Popcorn.

Booya! Servieren. 

Das Essen ist paradiesisch!

© Erfrischend lecker

Reisen, Surfen, Kochen

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Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Salt & Silver entstanden. 

Jo & Cozy

Die Köpfe hinter Salt & Silver sind Jo & Cozy. Sie haben bereits zwei Bücher über ihre Reisen nach Lateinamerika veröffentlicht. Während ihrer Trips sammeln sie Rezepte über heimische Gerichte und Storys über Land und Leute. Cozy hält die Geschichten mit der Kamera fest und Jo schreibt über ihre Erlebnisse.