Elbinsel Kaltehofe

Elbinsel KaltehofeGrüne Ecken #10

Grün, grüner – hier kommen Hamburgs grünste Ecken! Gemeinsam mit der S-Bahn Hamburg gehen wir in diesem Sommer auf große Entdeckungstour und stellen euch in verschiedenen Artikeln die schönsten Natur-Highlights in der Hansestadt vor. Wart ihr schon mal auf der Elbinsel Kaltehofe?

Hier ist echt nichts los. Tote Hose. Weit und breit niemand zu sehen – und doch fühlen wir uns pudelwohl. Vom Elbpark Entenwerder geht's mit dem Rennrad über die Brücke zur Insel. Auf der anderen Seite: eine ziemlich lange und ebene Straße. Perfekt, um das Rad mal auf Touren zu bringen. Kaum zwei Minuten in die Pedale getreten, legen wir schon die erste Vollbremsung hin und schauen nach links. Viele kleine Türmchen ragen zwischen dem Schilf hervor und schließen kleine Mini-Teiche ein. Frösche quaken. Natur pur! 

Ein paar 100 Meter weiter halten vor einem schönen alten Gebäude: das Museum für Wasserkunst. Vereinzelt sitzen hier ein paar Senioren im Café und kosten selbst gebackenen Kuchen, andere erkunden das Gelände. Das wollen wir ihnen gleichtun! Wir parken die Räder in der Einfahrt und schauen uns die kleinen Wassertürme aus nächster Nähe an. Einige haben einen Steg, von dem aus man Frösche & Enten beobachten kann.


Insgesamt stehen 22 dieser kleinen Wasserbecken auf der künstlich entstandenen Elbinsel, alle so groß wie ein Fußballfeld. Eingerahmt von einem Türmchen, welche heute nur noch im Rahmen einer Führung begehbar sind. Bis 1990 hatten diese auch eine wichtige Funktion: Hier stand fast ein Jahrhundert lang Hamburgs erste Filtrationsanlage, die für unser sauberes Trinkwasser sorgte. Durch eine Rohrleitung wurde damals das Elbwasser von der Schöpfstelle auf der Billwerder Insel in die Filtrationsanlage auf Kaltehofe geleitet und dort auf die 18 (später 22) Filterbecken verteilt und gereinigt.

In die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe sind insgesamt fünf der ehemals 22 Filterbecken auf vielfältige Weise integriert: Drei werden als Biotope genutzt, eines dient als Modellbootbecken. Außerdem gibt es ein Museumsfilterbecken, das die Funktionsweise der ursprünglichen Elbwasserfiltrieranlage Kaltehofe demonstriert.

Unser Lieblingsspot:

Ein urban gelegenes, charmantes Café, das jeder Hamburger mal gesehen haben muss, ist das Entenwerder 1. Hier haben wir uns beim Kaffee schlürfen und Craft Beer trinken auf dem Ponton sofort wohl gefühlt. Das Cafégebäude ist tatsächlich aus zwei Schiffscontainern gebaut, die sich perfekt in ihre Umgebung eingliedern und von dem man einen herrlichen Blick auf die Elbe hat. 

Die Elbinsel Kaltehofe im Check:

  • Grillwiese

    Direkt auf der Insel gibt es keine Grillzone. Im benachbarten Elbpark Entenwerder aber schon! 

  • Hunde

    Keine Hundeauslaufzone. 

  • Fahrrad

    Der perfekte Ort für eine Radtour. 

  • Sport

    Rennradler oder Läufer? Dann ab zur Elbinsel mit euch! 

  • Wasser

    Erklärt sich von selbst, oder? 

  • Spielplatz

    Auch hier müsstet ihr zum Elbpark Entenwerder ausweichen. 

  • Café in der Nähe?

    Ganz in der Nähe der Elbinsel findet ihr das Entenwerder 1, das ganz charmant auf einer Pontonanlage in der Elbe liegt. 

  • Toiletten

    Im Café Kaltehofe findet ihr außerdem auch leckeren Kaffee & Kuchen. 

Wie kommt ihr hin?

S-Bahn Hamburg

Von der S-Bahn direkt zur Ecke:

Von der S-Bahn-Station Rothenburgsort schlängelt ihr euch Richtung Süden den Billhorner Deich entlang bis ihr über die Brücke auf den Kaltehofe-Hauptdeich abbiegt. Easy! 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der S-Bahn Hamburg entstanden. 

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!