Fischbeker Heide

Fischbeker HeideGrüne Ecken #11

Grün, grüner – hier kommen Hamburgs grünste Ecken! Gemeinsam mit der S-Bahn Hamburg gehen wir in diesem Sommer auf große Entdeckungstour und stellen euch in verschiedenen Artikeln die schönsten Natur-Highlights in der Hansestadt vor. Diese Woche genießen wir die absolute Ruhe in der Fischbeker Heide. 

Der Tag, den wir uns für eine Erkundung der Fischbeker Heide ausgesucht haben, ist vermutlich der einzige heiße Tag im Hamburger Sommer 2016 gewesen. Deswegen wird das jetzt auch eine kleine Liebeserklärung, denn bei so viel Sonnenschein hatten wir klare Sicht auf jeden Winkel des Naturschutzgebietes, das südlich der Elbe liegt. 

Wenn man hier so durch die offenen Heideflächen schlendert, dann erinnert einen das Setting stark an die Lüneburger Heide. Oder doch der Harz? Vielleicht sogar Bayern. Wirklich! Denn abwechselnd zu den weiten Heidegebieten, findet man hier auch zahlreiche Baumgruppen und tatsächlich ganze Wälder. Sobald man sich ein wenig abseits der Gehwege bewegt, wo man hier und da noch einzelne Personen trifft, umgibt einen beim Eintreten der Waldstücke absolute Stille. Wahnsinn. So viel Ruhe und Natur nur 20 Kilometer von Hamburgs Zentrum entfernt. Jetzt erstmal die Augen schließen und genießen: Wir haben schließlich einen weiteren Kandidaten für unsere Lieblingsorte der Stadt gefunden. 

Die Fischbeker Heide gehört mit ihren 773 Hektar mit zu den größten Naturschutzgebieten in Hamburg. Nach der Lüneburger Heide ist sie zusammen mit der Neugrabener Heide die zweigrößte Kulturlandschaft dieser Art in Deutschland – direkt bei uns um die Ecke! Und mit viel weniger Trubel. 

Eigentlich ist die Fischbeker Heide ein ehemaliges Waldgebiet. Die Heidelandschaft ist nämlich dabei durch menschliche Nutzung, Rodung und Beweidung, entstanden. Wer sich die zauberhaften lila Teppichlandschaften in diesem Jahr noch anschauen möchte, der sollte sich jetzt schnell beeilen. Bis Anfang September blüht die Heide in der Regel. 

Wer sich darüber informieren möchte, was es alles für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in der Fischbeker Heide beheimatet sind, der sollte sich unbedingt im Informationshaus versammeln. Der charmante ehemalige Schafstall hält so einiges an Wissenswertem bereit. Und tatsächlich auch einen echten Schafstall nebenan! 

Im Süden des Gebietes, in den Schwarzen Bergen zur Grenze zu Niedersachsen, befindet sich mit 116 Metern die höchste natürliche Erhebung Hamburgs: der Hasselbrack

Unser Lieblingsspot:

Was an der Fischbeker Heide so unglaublich fasziniert, sind die herrlichen Aussichtspunkte, die man entlang des ganzen Gebietes erklimmen kann. Auf jeden kleinen Berg will man hochklettern, um noch weiter über die blühende Heide zu schauen. Da so ein kleines Bergsteigen aber auch ganz schön ermüdend sein kann, haben wir einen Spot gefunden, der einen herrlichen Ausblick garantiert und den man schnell erreichen kann: Am Kiesbarg gibt es eine kleine Bank, die einen wunderbaren Blick auf das Tal freigibt! Hier bekommt ihr eine all-inclusive View, auch wenn ihr mal wenig Zeit habt für eine große Erkundungstour durch die Fischbeker Heide. 

Die Fischbeker Heide im Check:

  • Grillwiese

    Grillen ist im Naturschutzgebiet nicht erlaubt. 

  • Hunde

    Aber keine ausgewiesene Hundeauslaufzone. 

  • Fahrrad

    Eine Fahrradtour ist hier perfekt, aber beachtet, dass die Wege sehr sandig sind. Lieber das Mountainbike als das Rennrad mitbringen. 

  • Sport

    Nordic-Walking? Geht! Genauso wie Segelfliegen. 

  • Wasser

    Sowohl mit einem Badesee, Elbblick oder Schwimmteich sieht es hier eher schlecht aus. 

  • Spielplatz

    Eigentlich nicht, außer man zählt den Schafstall am Informationshaus dazu – wir tun es gern! 

  • Café in der Nähe?

    Bei so viel Natur ist ein Café direkt im Naturschutzgebiet nicht vorhanden. Deswegen: Picknickkorb vollmachen! 

  • Toiletten

    Leider keine öffentlichen Toiletten. 

Wie kommt ihr hin?

S-Bahn Hamburg

Von der S-Bahn direkt zur Ecke:

Von der S-Bahn Neugraben aus müsst ihr euch einfach nur immer auf der Neugrabener Bahnhofstraße geradeaus in Richtung Fischbeker Heide begeben. Achtung nur: Die Straße geht sehr lang sehr steil bergauf! Daher könnt ihr euch am bequemsten in den Bus 250 setzen und bis zur Endhaltestelle fahren (Station: Fischbeker Heideweg). 

Coverfoto: Jim Gramming 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der S-Bahn Hamburg entstanden. 

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!