Hamburger Kunstgalerien

Hamburger KunstgalerienGanz schön art-ig!

Wer in Hamburg Kunst sehen möchte, muss nicht immer in die bekannten Kunsthäuser. In der ganzen Stadt verstecken sich viele liebevoll geführte Galerien gefüllt mit internationalen Kunstwerken und Newcomern, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Von Urban bis Contemporary Art – in unserer Stadt ist jedes künstlerische Genre vertreten. Willkommen in Hamburgs Kunstszene!

Affenfaust Galerie

Seit 2012 ist die Affenfaust Galerie der Raum für Urban und Contemporary Art. In den alten Hallen eines Supermarktes werden alle erdenklichen Arten urbaner Kunst ausgestellt: Kollagen, Skulpturen aus Styropor, Malerei, Grafik, Siebdruckwerke sowie einiges mehr. Sie ist außerdem die größte private Galerie Hamburgs. Und der etwas ungewöhnliche Titel bleibt im Kopf, in Hamburg ist der Name schon gang und gäbe.

Anlässlich des G20 Gipfels hat das Affenfaust Team zum Beispiel Abdalla Al Omari – "The Vulnerability Series Extended" nach Hamburg geholt. Abdalla Al Omari, der selbst aus Syrien flüchtete, illustriert in der bewegenden Bildreihe Weltpolitiker als Vertriebene. Seine Kunst ging um die ganze Welt - ergreifend!

Heliumcowboy Artspace

Unter dem Motto "A cowboy's work is never done" gründete Jörg Heikhaus 2002 die Heliumcowboys, die zunächst in St. Pauli hausten und mittlerweile in der Neustadt, mitten im Gängeviertel, zu finden sind. Dabei definiert sich diese Galerie weniger als Galerie, sondern vielmehr unter der selbsterwählten Bezeichnung "Artspace" – ein Ort zum Kunst erleben, machen und zeigen.

Nur wenige, exklusiv ausgewählte junge Künstler aus Deutschland und anderswo stellen hier aus. Parallel werden weitere Kunst- und Ausstellungsprojekte realisiert und an renommierten Kunstmessen im In- und Ausland teilgenommen. Ziel ist es, möglichst zeitgenössische Kunst zu zeigen, ohne die üblichen Hemmschwellen und Vorgaben des gängigen Galerie- und Kunstbetriebes. Das Ergebnis ist neu, frisch, überraschend, schrill bunt und schwarz-weiß, laut und leise und auf jeden Fall abwechslungsreich.

Die Hamburger Galerie

© Die Hamburger Galerie

Es wird bunt: Die Hamburger Galerie hat sich auf amerikanische und internationale Pop-Art, Street Art und Fotorealismus spezialisiert. Zum ständigen Repertoire der Galerie gehören die wichtigsten Vertreter dieser Stilrichtungen, unter anderen Roy Lichtenstein, David Buckingham und Axel Crieger. Zusätzlich werden Events mit jungen Künstlern veranstaltet. Zuletzt machte die Galerie mit der erfolgreichen Vernissage von Noah Becker "Bake all day" Schlagzeilen. 

© Pashmin Art Gallery

Seit 30 Jahren zeigt die Pashmin Art Gallery zeitgenössische Kunst aus der ganzen Welt. Dabei arbeitet die Galerie aus Hammerbrook mit Netzwerken weltweit zusammen, darunter die TUHH sowie die New York Art Fair. Im Mai waren sie sogar mit einer Ausstellung auf der Kunstmesse Art Beijing vertreten. Das Netzwerk wächst und wächst, so kommen auch immer wieder neue interessante Kunstwerke nach Hamburg, die ein buntes Publikum begeistern. 

Im Herzen des Hamburger Münzviertel versteckt sich eine besondere Hamburger Galerie. In der "Münzburg", ein wunderschönes Haus von 1886, hat die xpon-art gallery ein historischen Fleckchen als Zuhause gewählt. Hier wird Historie mit moderner Kunst verbunden. Im Gegensatz zu anderen Galerien sind bei xpon-art die Wände nicht sauber weiß verputzt und das Licht so installiert, dass es möglich keine ungünstigen Schatten wirft. Hanseatische Backsteinwände, herrschaftliche Fliesen, echte Patina - die Historie des Gebäudes wird gefeiert. Wenn das Gebäude schon von außen ein Hingucker ist, hat man im Inneren noch mehr zu staunen. In mehreren Räumen lassen sich die Kunstwerke bestaunen - ein einzigartiges Hamburger Art-Erlebnis.

Künstlerhaus Wendenstraße

© Künstlerhaus Wendenstrasse 45 I Studio 45

In einer alten Fabrik im Herzen Hammerbrooks, wo früher Naturdärme produziert wurden, entsteht heute Kunst. Viele kennen nur das schöne Sommerfest, das hier jährlich stattfindet, und wissen gar nicht, was sich wirklich hinter der Fassade der Wendenstraße 45 verbirgt. Schon seit 1985 ist die alte Fabrik ein Treffpunkt für Hamburger Kreative. 16 Künstler nutzen zurzeit fest die Atelierflächen und inspirieren sich gegenseitig bei ihren Arbeiten, außerdem gehört zu ihnen noch ein viel größeres Netzwerk. Regelmäßig veranstalten sie gemeinsam Kunst-Events - oft zu aktuellen Themen.

Feinkunst Krüger

© Feinkunst Krüger

Seit 20 Jahren fördert Ralf Krüger mit Feinkunst Krüger junge Künstlerinnen und Künstler und stellt ihre Werke in den eigenen Räumlichkeiten in der Neustadt und in anderen Galerien in ganz Deutschland aus. Feinkunst Krüger ist außerdem bekannt dafür, kritischer Kunst einen Raum zu geben. Im Juli beschäftigt sich Krüger mit der Ausstellung "Extremitäten" von Nils Kasiske und Isabell Kamp. Kasiske hat ein Talent dafür, auf kreative Art und Weise Weltikonen unserer Zeit in ironischer Form darzustellen. Damit präsentiert er diese Ikonen in einem ganz neuen Licht und wirft den Blick auf die Lächerlichkeit an der ewigen Sehnsucht nach Autoritäten.

Die Golden Hands Gallery gehört zu den jungen Gesichtern in der Hamburger Galerieszene. Erst 2015 wurde das Kunsthaus von Christoph Tornow und seiner Verlobten Isabella Augstein gegründet. Sie präsentieren internationale Künstler aus der Urban Art Szene, die sie zuvor sorgfältig akquiriert haben. Dabei sind Größen der Szene ebenso wie Newcomer, die in einem Setting ausgestellt werden, das besser nicht sein könnte: mit klaren Linien und Farben zu ausdrucksstarken Bildern.

© Andreas Weiss

Mikiko Satos Gallerie am Klosterwall, gleich neben dem Hamburger Kunstverein, ist die beste Adresse für zeitgenössische Kunst aus Japan. Seit 14 Jahren setzt die Galeristin sich dafür ein, die japanische Kultur und Kunst den Hamburgern näher zu bringen. Manch einer mag in den Kunstwerken den traditionellen Bezug zur japanischen Naturverbundenheit erkennen, andere sehen in ihr eine besondere, experimentelle Art und wieder andere durchdachte Konzepte. Eines ist klar, es ist interessant japanische und andere internationale Kunst zu vergleichen - auch wenn man am Ende feststellt, dass Kunst eben trotzdem vielschichtig bleibt.

© OZM

Der OZM Art Space im Herzen des Schanzenviertels widmet sich der Kunstform, für die das Hamburger Szeneviertel bekannt ist: Graffiti und Street Art. Sie ist eine der ersten und wenigen Galerien, die sich Graffiti als angesehene Kunstform verschrieben hat. Viele lokale sowie internationale Künstler sind hier regelmäßig zu Besuch. Dabei wäre die OZM Ära im Schanzenviertel im letzten Jahr fast zu Ende gewesen, das Gebäude sollte abgerissen werden. Seit dem 1. Mai hat die Galerie aber wieder geöffnet.

Raum Linksrechts

© Raum linksrechts

In Hamburgs kreativer Szene im Gängeviertel zwischen Werkstätten und Ateliers versteckt sich natürlich auch eine Galerie. Der Raum linksreichts sind eigentlich zwei Räume, die jungen Hamburger Künstlern eine Platform für ihre Kunstwerke bieten. Das Netzwerk fördert junge Kunst und ermutigt einen offen Umgang mit allen Kunstformen und Genres. Die Galerie ist weniger steif und offener als andere Galerien und ist daher ein beliebter Treffpunkt für Hamburger Kreative. Hier wird man sicher ins Gespräch kommen.

Bunkerhill Galerie

© Hilldegarden e.V.

Wusstet ihr, dass sich im Bunker an der Feldstraße auch eine Galerie versteckt? Im fünften Stock befindet sich der 270 Quadratmeter große Raum, der mit 7 m Deckenhöhe ideal als Galerie ist. Vornehmlich junge Hamburger Künstler werden hier ausgestellt. Es überrascht uns doch immer wieder aufs Neue, welche Kunststücke der Bunker immer wieder herzaubert. Ein echter kultureller Schmelztiegel auf St. Pauli!

Cover: Lisa Knauer

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.