How-to Craft Beer

How-to Craft BeerZu Besuch in der Landgang Brauerei

Wir trinken so gerne gutes Bier, dass wir uns gedacht haben: Wieso brauen wir nicht einfach mal unser eigenes? Damit bei unserem Halbwissen aber nicht gleich Hopfen und Malz verloren ist, haben wir uns Unterstützung von der Landgang Brauerei geholt. Schritt für Schritt zeigen uns die Bahrenfelder Bier-Boys den Brauprozess auf dem Weg zum ersten Geheimtipp Craft Beer!

Welches Bier darf's sein?

How-to #8

Ein cremiger Cappuccino, glückliche Zimmerpflanzen und das perfekte Egg Benedict – gemeinsam mit Hamburger Locals geben wir euch mit unseren How-tos praktische Tipps für die schönen Dinge im Leben.

Hier braut sich was zusammen!

Die hohe Kunst des Bierbrauens

Landgang-Geschäftsführer und Braumeister Sascha hat uns vorgewarnt: Der Brauprozess wird ein wenig dauern, aber das nehmen wir gerne in Kauf, um hautnah bei der Entstehung unseres eigenen Geheimtipp Craft Beers dabei zu sein! Also machen wir uns heute auf zur Landgang Brauerei nach Bahrenfeld, die nicht nur kreative Biere braut, sondern auch Führungen anbietet, Tastings veranstaltet und regelmäßig Feste feiert. Als wir in den Heiligen Brauhallen eintreffen, sind die Jungs bereits voll zu Gange – hier wird gebraut, abgefüllt und verkostet. Wir stärken uns mit einem leckeren Pale Ale und machen uns gemeinsam mit Braumeister Sascha und Azubi David an die Arbeit!

Auf dem Weg zu unserem Geheimtipp Craft Beer:

Beim Brauprozess können wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und eine bunte Palette an leckeren Bieren produzieren.

Sascha, Geschäftsführer und Brauer der Landgang Brauerei

Ohne Malz kein Bier!

Wir brauen heute vierzig Liter feinstes Pale Ale, das meist als Einsteigs-Bier für Craft Beer-Neulinge empfohlen wird, weil es nicht zu herb ist und eine leichte Würze hat. Los geht's mit einer der wichtigsten Zutaten: Malz! Die Jungs lassen uns erstmal fünf verschiedene Sorten probieren (von geröstetem dunklen Malz bis hin zu hellem und aromatischem Malz), dann holt er einen großen Sack und lässt das grobkörnige Malz erstmal schroten. Im großen Brauprozess passiert das natürlich automatisiert und ohne große Mühe – für uns werden Sascha und David heute aber erfinderisch und funktionieren eine Bohrmaschine zu einer kleinen Schrotmaschine um. 

Die verschiedenen Malz-Sorten

Step 2: Einmaischen

Die Zutaten werden zusammengeführt

Der zweite Teil des Prozesses ist relativ easy, hier wird das Malzschrot mit Wasser gemischt. Einer kippt hierfür das Schrot in den großen Topf mit Wasser und der andere rührt kräftig um, damit nichts verklumpt. Sascha und David übernehmen den ersten Teil und überlassen uns die ehrenvolle Aufgabe des Umrührens – das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen! 

Wir legen selber Hand an: in Teamarbeit wird kräftig gerührt!

Das heute gebraute Bier ist in ca. 4-6 Wochen trinkbar!

Sascha, Brauer und Geschäftsführer der Landgang Brauerei

Jetzt wird erstmal gezapft!

O’zapft is!

Nach der Einmaischung muss die Flüssigkeit erst einmal für eine Weile ruhen. Warten geht in einer Brauerei allerdings ziemlich gut, denn Bier ist genug vorhanden! So zapfen uns David und Sascha in der kleinen, hauseigenen Bar erstmal ein paar der leckeren Landgang-Biersorten und geben uns damit schon mal einen Vorgeschmack auf unser Geheimtipp Craft Beer.

Step 3: Läutern

David trennt die Flüssigkeit von der festen Masse.

Jetzt wird's ernst!

Nach unserer kleinen Trinkpause geht das Brauen weiter. Jetzt wird geläutert! Bei diesem Schritt wird die Flüssigkeit von den Feststoffen getrennt und damit die sogenannte Bierwürze abgezogen und zum Kochen gebracht. Wir geben zu: Das ist nicht gerade ein ästhetisches Highlight, doch Sascha versichert uns, dass am Ende aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird. Ok, wir vertrauen hier einfach mal dem Profi!

Step 4 & 5: Würzekochen und Abkühlen

Sascha fügt den Hopfen hinzu.

Es brodelt gewaltig!

Während die Bierwürze zum Kochen gebracht wird, gibt Sascha den Hopfen hinzu, der für Bitterstoffe und Aroma im späteren Bier sorgt! Nach dem Kochen wird die gerade erhitzte Würze wieder herunter gekühlt und dann Hefe addiert.  Übrigens: Bis hier hin hat das Ganze schon drei (!) Stunden gedauert!

Die richtige Temperatur ist entscheidend!

Jetzt ist Geduld gefragt

Jetzt ist das Bier zwar gebraut, bis es getrunken werden kann, dauert es aber noch eine kleine Weile. Denn nun setzt die Gärung ein, der beim Brauen aus Stärke gewonnene Zucker wird zu Alkohol und CO2 umgewandelt. Das dauert etwa sieben bis zehn Tage. Danach wird der Trunk vier bis sechs Wochen kalt gelagert – erst dann heißt es für uns: O'zapft is!

Wir nehmen in der Zwischenzeit einfach einen großen Schluck Landgang Bier und sagen "Danke" Sascha, David und Landgang Brauerei für eure Zeit, euer Know-How und eure Unterstützung!

Unser Bier lagert jetzt erstmal ein paar Wochen!

Landgang Brauerei

Hier wird Bier gelebt!

Sascha, Tim und Lars haben eins gemeinsam: die Leidenschaft zum Bier. So entstand vor vier Jahren die Idee einer eigenen Brauerei. Aus einer Schnapsidee wurde schnell Ernst, denn die Jungs hatten nicht nur Lust aufs Brauen, sondern auch das nötige Talent dafür. Seit September 2016 brauen sie in ihrer eigenen kleinen Brauerei mit angeschlossener Bar und Eventfläche in Bahrenfeld leckeres Craft Beer in allen erdenklichen Sorten. Ihre Mission: so viele Menschen wie möglich von handwerklich gebrautem Bier zu überzeugen.

Danke, Sascha und David!

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Lisa Knauer & Dahlina-Sophie Kock

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene und mit freundlicher Unterstützung der Landgang Brauerei entstanden.

Jan-Martin Bauer

Jan-Martin kommt aus Hamburgs Süden und liebt es, neue Restaurants und Bars in der schönsten Stadt der Welt zu entdecken. In seiner Freizeit spielt er Fussball und singt für sein Leben gerne Karaoke.