Karl's Café & Weine

Karl's Café & WeineÄthiopisch-eritreische Küche in Ottensen

Ein Abend im Karl's Café & Weine ist wie ein kleine Reise: in die wunderschöne Welt Äthiopiens und Eritrea. Wer Lust auf authentische afrikanische Küche hat, sollte sich unbedingt auf den Weg nach Ottensen machen. 

Was für ein Empfang: Blütenblätter auf den Stufen zum Karl's Café & Weine.

Essen bei Freunden

An einem kalten Februarabend machen wir uns auf den Weg zu Karl's Café & Weine in Ottensen. Und schon bevor man das kleine Eckrestaurant in der Keplerstraße betritt, wird man herzlich empfangen: Von Rosenblüten auf den Treppenstufen. Kaum eingetreten, sind wir direkt verzaubert von der Atmosphäre des kleinen afrikanischen Restaurants.

Die Tische sind festlich gedeckt mit bunten Tischläufern und frischen Blumen. Freudestrahlend kommt Alex Karl auf uns zu und begrüßt uns herzlich – so als wäre man bei einem Freund zum Essen eingeladen.

Das sind die tollen Gastgeber: Bana und Alex.

Das kommt auf den Tisch

Was wir an diesem Abend essen, steht schon fest, denn bei Alex und Bana, seiner bezaubernden Kollegin, kommt nur ein Menü auf den Tisch und wir lassen uns heute einfach mal überraschen. Doch bevor uns die Vorspeise gereicht wird, kommt Bana mit einer kleinen Schüssel und einer Kanne an unseren Tisch. Wir waschen uns mit warmen Wasser erst einmal die Hände – denn im Karl's isst man für gewöhnlich nicht mit Messer und Gabel, sondern mit den Händen.

Und dann geht's auch direkt los: Zur Vorspeise gibt es Brot mit verschiedenen äthiopisch-eritreischen Aufstrichen wie eingelegten Tomaten, Humus und Hüttenkäse mit Berbere. Dieses rote und ziemlich scharfe Gewürz findet ihr in fast allen Speisen – und ist sehr, sehr lecker. In Nullkommanix haben wir den Teller leer geputzt. 

Mit warmen Wasser waschen wir uns die Hände.

Kleine Fachkunde

Äthiopische-eritreische Küche

Injera:
Injera ist ein weiches, gesäuertes Fladenbrot aus sogenanntem Teffmehl. In Vorbereitung wird das Mehl mit Wasser zu einem Teig vermischt, der dann einige Tage gärt. Danach backt man dann auf heißen Platten Fladen daraus. 

Berbere:
Diese scharfe Gewürzmischung ist ein Muss in der äthiopischen und eritreischen Küche! Die genaue Zusammensetzung ist nicht fest, aber diese Bestandteile sind immer dabei: Chilipfeffer, Ingwer, Zimt, Knoblauch, Gewürznelke, Koriander und Piment.

Die Vorspeise.

Wein & Injera

Bevor die Hauptspeise kommt, nippen wir an unserem Wein. Wir trinken heute einen Cabernet Sauvignon aus Chile – einen der Lieblingsweine von Alex. Und dann bringt uns Bana einen riesigen Teller mit Injera. Auf dem weichen gesäuerten und typisch äthiopisch-eritreischen Fladenbrot finden wir Karotten, rote Beete, Grünkohl, Linsensalat und köstliche Hähnchenkeulen. Alternativ gibt es dieses Gericht natürlich auch in einer vegetarischen und veganen Variante.

Aber eins ist immer dabei: das pfannkuchenähnliche Injera. Das wird natürlich, wie alle Speisen bei Karl, selbst gemacht und ist das ideale Gericht für alle Allergiker: glutenfrei, fettarm und gesund. Und schmeckt on top auch noch richtig gut!

Na, wenn das nicht nach einem Festessen aussieht!

Ihr werdet es lieben!

Das Menü im Überblick

Vorspeise: Linsensalat, Humus, eingelegte Tomaten, Hüttenkäse mit Berbere

Hauptspeise: Injera mit Wot (vegan, vegetarisch oder mit Hähnchenkeule)

Nachspeise: Schokokuchen & Kaffee- oder Teezeremonie

Viel Farbe & Liebe zum Detail.

Das Beste kommt am Schluss

Das absolute Highlight kommt noch! Denn zum feierlichen Abschluss unseres Menüs gibt es eine echte Kaffeezeremonie. Dafür röstet Bana sogar die frischen Kaffeebohnen auf einer kleinen Kochstelle vor unseren Augen. Es dauert nur ein paar Minuten und das gesamte Lokal ist in einen herrlichen Kaffeeduft gehüllt. Anschließend werden die Bohnen gemahlen und dann frisch aufgebrüht. Und der Kaffee hat dabei einen ganz eigenen Geschmack. Vor allem, wenn man dazu das Dessert, den selbstgebackenen Schokokuchen, isst.

Was für ein Nachtisch

 "Man muss beides unbedingt zusammen essen, dann entfaltet der Kaffee erst recht seinen vollen Geschmack," sagt Inhaber Alex Karl lächelnd. Er kommt immer wieder an unseren Tisch, erklärt uns die Gerichte und hält einen kleinen Plausch. Man merkt direkt: Er ist mit ganzen Herzen Gastgeber. Genau deswegen fühlt man sich im Karl's Café & Weine auch so willkommen. Eben fast wie bei Freunden.

Hier wird der Kaffee frisch geröstet.

Wie das duftet!

Was für ein großes Glück für Hamburg

Als wir Karl fragen, wie lange es sein Restaurant schon gibt, sind wir erstaunt. Seit fünf Jahren bereichert er schon unsere schöne Stadt mit seinen Köstlichkeiten. Wie konnte uns das entgehen? "Wir sind eher leise und wollen entdeckt werden," ist die einfache Begründung des Äthiopiers. Na, da sind wir aber froh, dass wir ihn und seinen süßen Laden endlich gefunden haben.

Ab sofort gesellen wir uns in einen großen Stammkundenkreis, denn Karl's Café & Weine ist fast jeden Abend ausgebucht. Das änderte sich auch nicht, als das festgesetzte Menü eingeführt wurde. Kein Wunder, denn alle drei Gänge sind nicht nur ein Erlebnis, sondern auch jeder für sich unfassbar gut. 

Bana macht auch Popcorn selbst – salzig & so lecker!

Karl's Café & Weine im Schnellcheck:

  • Was essen?

    Na, das Menü natürlich! Und wir versprechen euch: Ihr werdet es lieben!

  • Wie teuer?

    Drei Gänge gibt's hier für den fairen Preis von 21 Euro p.P., Getränke starten bei 2 Euro

  • Mit wem hingehen?

    Mit allen, die ihr die wunderbare Küche Äthopiens und Eritrea zeigen wollt. Dates, Mädelsabende, Familiendinner – hier geht alles!

  • Reservieren?

    Undbedingt! Alex Karl und sein Team freuen sich auf euren Anruf: 0171 124 7497

Lisa Knauer

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden. Wir bedanken uns beim Karl's Café & Weine für die freundliche Einladung!

Tinka Rebhan

Aufgewachsen in der Lüneburger Heide ist Tinka seit fünf Jahren "nordish by heart" und das schlägt ziemlich laut für die Schiffe, das Meer und den Hafen. Dabei erkundet Tinka die Stadt besonders gerne mit ihrem Rad und ist dabei immer auf der Suche nach noch unentdeckten Ecken Hamburgs.