Laib für die Seele

Laib für die SeeleHamburgs bestes Brot

Kaum eine Nation hat eine so innige Beziehung zu Brot wie die Deutschen. Wer im Ausland lebt, vermisst als erstes ein gutes Vollkornbrot zum Frühstück, Mittag oder Abendbrot. Ein ordentliches Stück Brot gehört zu unserer Definition von Heimat einfach dazu. Aber auch hier schleichen sich Fälschungen ein. Die originalen Schätze findet man in den Traditionsbackstuben – auch hier in Hamburg. 

 

Unser täglich Brot gibt uns heute

Was macht ein gutes Brot aus?

In einem sind sich die Experten einig: Gute Zutaten und Zeit machen ein gutes Brot. Bei Farbe, Krustendicke, Roggenanteil usw. scheiden sich die Geister. Schließlich hat jeder einen anderen Geschmack – und das ist auch gut so!

Was auf keinen Fall im Brot drin sein sollte, sind Konservierungsstoffe und Farbmittel. Beides ist in unverpacktem Brot in Deutschland verboten. Wenn ihr also in einer Handwerksbäckerei einkauft, könnt ihr euch sicher sein, dass die Brote ohne diese Zutaten gebacken werden.

Die Basis eines guten Brots ist das Getreide: Weizen, Dinkel oder Roggen. Es gibt viele unterschiedliche Getreidesorten, die die Brotvielfalt prägen. Hinzu kommen Körner, Nüsse, Früchte – eben je nach Geschmack. Klar soweit? Dann kann es ja jetzt losgehen:

Bäcker Gaues

Backstubenleiter Herr Gaues versteht sein Handwerk. Mit viel Liebe und Geduld leitet er seine Backstube und arbeitet immer an der Herstellung neuer Brotsorten. So sind alle Teige Eigenkreationen; Fertigmischungen kommen hier nicht in den Ofen. Auch wenn der Aufwand größer ist und der Teig mal länger ruhen muss – Hauptsache es schmeckt! Übrigens: Der selbst hergestellte Natursauerteig verleiht den Broten eine besondere Eigenfeuchte, dadurch bleiben diese länger frisch und saftig. Darüber hat Herr Gaues sogar ein Buch geschrieben – und das ist natürlich nur dem Brot gewidmet und heißt auch ganz einfach so.

Schmidt & Schmidtchen

Die Bäcker des Café Schmidt wurden schon mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Zuletzt für ihr „umwerfend gutes Sortiment“ sowie das Anker- und Roggenbrot im Rahmen des großen Feinschmecker-Brottests 2016/2017. Süßes und Herzhaftes gibt es natürlich in den fünf Cafés in ganz Hamburg, die täglich frisch aus der Backstube an der Elbe versorgt werden. Das erste der heute fünf Cafés befand sich in Othmarschen. Dort wurde schon in den 20er Jahren gebacken. 1950 übernahm Bäcker Schmidt das Café und gab ihm seinen Namen. 2011 hat sich das Herz des Cafés in die Große Elbstraße verlagert. In der gläsernen Backstube könnt ihr den Bäckern in Aktion zuschauen. Bäckermeister Daniel Probst war übrigens der erste Brotsommelier Norddeutschlands. Damit hat er die höchstmögliche fachliche Ausbildung als Bäcker – da kann’s nur stimmen.

Zeit für Brot

Zeit für Brot ist ein junger Hüpfer zwischen den besten Bäckern Deutschlands. Die erste Zeit für Brot Filiale eröffnete 2009 in Frankfurt, seit 2015 gibt es auch eine Bäckerei in Hamburg. Die Idee war es, traditionellem Handwerk neues Leben einzuhauchen. Wie das geht? Das bleibt ein kleines Geheimnis, nur so viel wollen sie verraten: beste Zutaten, Ruhe, Sorgfalt und alles in Bioland-Qualität. Nachhaltigkeit wird hier gelebt: Die Lieferanten kommen aus der Region und die Produktion ist klimaneutral. Ein Besuch im Laden lohnt sich so oder so, denn hier gibt es nicht nur leckeres Brot, sondern auch ein gemütliches, modernes Ambiente, in dem man gerne einen Kaffee und eine Stulle genießt.

 

Springer Bio-Backwerk

Wolfgang Springer und Ulrich Römer haben eine traditionsreiche Bäckerei übernommen. Das Familienunternehmen hat über 125 Jahre Tradition und befindet sich heute in den Händen der vierten Generation. Und die wollte einiges anders gestalten: 1999 stellten sie den Betrieb komplett auf Bio um: Aus der Bäckerei wurde das Bio-Backwerk. Eine gute Entscheidung, die der Bäckerei neuen Aufschwung brachte. Seitdem geht es kreativ und nachhaltig in der Backstube zu und natürlich ohne Backmittel und künstliche Zusatzstoffe. Der aktuelle Coup ist die neue Backstube, die mit ausschließlich regenerativen Energiequellen energiesparend und umweltschonend arbeitet. Ein Vorbild unter den Bäckereien!

Effenberger Vollkornbäckerei

Die Bäckerei Effenberger ist ursprünglich gar kein Hamburger Betrieb: 1956 wurde sie in Bremen gegründet. Thomas Effenberger lernte damals im elterlichen Betrieb das Handwerk. Noch während seiner Lehre begann er, sich für eine ökologischere Herstellung der Backwaren zu interessieren. Er stellte das Konzept 1971 auf Bio-Vollkorn-Backwaren um und hält bis heute daran fest.

Vielleicht habt ihr dem Team der Bäckerei Effenberger schonmal in ihrer gläsernen Backstube am Bahnhof Dammtor zugeschaut und das leckere Brot beim Vorbeigehen gerochen. Die Bäckerei steht für herzhaftes Brot, das zu 100% aus dem frisch geschroteten, vollen Korn gebacken wird. Ständig wird verbessert, 2012 stellte Effenberger seinen Fuhrpark auf elektromobile Lieferfahrzeuge um. Auch sie erhielten dafür mehrere Auszeichnungen in über 50 Jahren Backkultur.

Die Kleine Konditorei

© Lisa Knauer

© Lisa Knauer

Seit mehr als 50 Jahren versorgt diese Bäckerei die Hamburger Genießer. Zuhause in Eimsbüttel ist sie vor allem für ihre Franzbrötchen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Wir waren dafür bereits in der Backstube und konnten uns selber von der gewissenhaften Arbeit des Bäckerei-Teams überzeugen. Nur die besten Zutaten werden nach „gehegten und gepflegten“ Familienrezepten zubereitet.

Bäckerei Bahde

Peter und Tanja Asche sind eigentlich studierte Ökotrophologen, haben damit aber die perfekten Grundlagen für gesundes Brot. Ihr Motto: „Für ein gutes Brot braucht man nicht mehr als Mehl, Wasser, Hefe und Salz“. Seit 1981 backen sie nach strengen Regeln des ältesten Bioverbandes Deutschlands und sind damit die älteste Hamburger Demeter-Bäckerei. Alles begann in Finkenwerder, seit einiger Zeit haben sie nun aber ein neues Zuhause in Seevetal. In ihrer gläsernen Backstube kann man den Meistern bei der Herstellung der besten Brote Hamburgs zusehen. Es gibt schließlich keine Geheimnisse!

Bäckerei & Konditorei Pritsch

Seit 1948 backt die Familie Pritsch in der Papenhuder Straße Brot, Brötchen und Kuchen. In den 70er Jahren waren sie sogar eine der ersten die Ciabatta backten, so ist das Brot ein wenig zum Aushängeschild für die Bäckerei geworden. An den Grundsätzen und Traditionen wird nicht gerüttelt, denn sie sind das Fundament dafür, dass es so gut schmeckt. Liebevoll nennen die Pritschs ihre Handwerksart Uhlenhorster Backtradition

Bäckerei Hönig

"Zeit" heißt das Zauberwort in der Bäckerei Hönig. Ein Fremdwort in vielen industriellen Betrieben. Bäckermeister Hans-Günther Hönig nennt das liebevoll Slow Backing. Er erklärt, dass die Teige Zeit brauchen, um ihren Geschmack zu entwickeln  – und die gibt er ihnen. Dafür gibt es spezielle Kühlräume zur Lagerung des Teiges. Gebacken wird nach Traditionsrezepten und nach alter Handwerkstechnik. Übrigens wurde auch die Bäckerei Hönig 2017 vom Feinschmecker-Magazin zu einer der besten Bäckereien Deutschlands ausgezeichnet.

Bäcker Wulf

Auch der Bäcker Wulf wurde vom Feinschmecker-Magazin zu einer der besten Bäckereien Deutschlands gekürt. Hier wird nämlich nach 100 Jahre alten Traditionsrezepten und -art zubereitet. Den Urvater der Bäckerei zog es 1906 in die Großstadt. Im gleichen Jahr gründete er eine Bäckerei im Eppendorfer Weg in Eimsbüttel, dort steht die Backstube noch heute: „Kein Tag verstrich seitdem, an dem nicht aus dem Sauerteig des Vortages ein neuer Ansatz hergestellt wurde, der wiederum die Keimzelle für den folgenden Tag bildete, so dass der Wulf'sche Sauerteig – im biologischen Sinne – eine über hundertjährige Kulturgeschichte aufweist“, heißt es auf der Homepage der Bäckerei. 

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.