LICHTHOF Theater

LICHTHOF TheaterDas Totenschiff nach B. Traven

Mal wieder ins Theater gehen –  das haben wir im Januar gemacht und freuen uns, dass Das Totenschiff nach B. Traven am LICHTHOF Theater Ende Juni wieder auf der Bühne zu sehen ist. 

Wir stehen auf Theater, das um die Ecke denkt, Missstände anprangert, ohne dabei aber zu belehren. Bereits im Januar hat Das Totenschiff  nach B. Traven im LICHTHOF Theater erfolgreich Premiere gefeiert. Das Stück mit einer überraschend aktuellen Thematik, inszeniert von Jungregisseurin Clara Weyde, sollte man gesehen haben, wenn man von einem Theaterabend mehr will als nur gute Unterhaltung. 

Wir haben uns bereits Anfang des Jahres von der pointierten Inszenierung in den Bann ziehen lassen und sind gespannt auf zwei weitere Vorstellungen am 30. Juni und 1. Juli.  

Die Story:

Europa 1926. Nichts weiter als ein einfaches Missgeschick sorgt dafür, dass der junge Seemann Gale sein Schiff verpasst. Er verliert seinen Ausweis und sein Schiffsbuch. Ohne seine Papiere kann er weiteres Anheuern vergessen und wird Opfer einer Bürokratie, die ihn von Grenze zu Grenze schickt – seinen Platz in der Gesellschaft hat er verloren. Als Staatenloser heuert er auf einem abgewrackten Schiff als Heizer an. Auf dem "Totenschiff" begegnet der den Hoffnungslosen und Nichterwünschten aller Nationen, die schuften bis sie tot umfallen. Vermisst wird keiner von ihnen. Gale will die Mutlosigkeit seiner Kameraden nicht hinnehmen, doch diese wissen: Das "Totenschiff" bedeutet Endstation.

Man nehme das Talent für unkonventionelle Inszenierungen der Regisseurin Clara Weyde, das Gespür für guten Stoff des Dramaturgs Bastian Lomsché, natürlich vier talentierte, spielwütige Schauspieler et voilà: Man erhalte einen fesselnden, unterhaltsamen und kurzweiligen Theaterabend. Während die erste Hälfte des Stücks durch Witz und Timing das Publikum zum Lachen bringt, konfrontiert die zweite Hälfte mit ebenso viel Gespür für Rhythmus den Zuschauer mit der harten Realität des Protagonisten Gale. Das perfekt agierende Ensemble erzählt dessen Geschichte mit einer spielerischen Raffinesse und kommt dabei ohne viel Requisite und Bühnenbild aus. 

Aber bevor wir uns hier weiter in Details verlieren, lassen wir doch die Regisseurin und den Dramaturgen mit einer kurzen Inhaltsangabe der Handlung zu Wort kommen: 

Mit Christoph Jöde, Amadeus Köhli, Jannik Nowak und David Simon

Sinje Hasheider

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!