Maria Magdalena

Maria MagdalenaEssen wie bei Mama in Südamerika

Vielleicht ist es Heimweh. Auf jeden Fall aber ist es eine Hommage an die Küche der Mamas und Omas aus Südamerika. Es ist auch Nostalgie. Im Maria Magdalena am Spritzenplatz findet ihr ab dem 14. September einen perfekten Ort für lateinamerikanische Küche. 

Sieht schick aus, oder?

Überall nostalgische Details

Altes Flair mit neuem Charme

Wie bekannt uns das hier vorkommt! Vieles ist gleich geblieben in dem Lokal am Spritzenplatz, wo früher der Gasthof Möhrchen war und ab dem 14. September Maria Magdalena für neue Geschmackserlebnisse sorgen wird. Obwohl die Küche lateinamerikanisch kocht, ist das Ambiente hier eher nostalgisch als schrill und bunt. Überall sehen wir es altes Porzellan, schicke Retro-Lampen, alte Bilder in schmuckvollen Rahmen, dunkle Stühle und Tische sowie imposante Kerzenständer. In der Luft liegt ein würziger Duft in der Luft; langsam läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Die Wände sind in warmem Altrosa, Türkis und Blau gehalten. Hier ist ein neuer Geist einzogen. ¡Bienvenido a Maria Magdalena! 

Platz nehmen bitte!

In jeder Ecke steckt Liebe drin

Ohne Worte

Für das, was man bei Maria Magdalena aufgetischt bekommt, gibt es im Deutschen kein Wort. Das braucht man auch gar nicht, denn der Geschmack der lateinamerikanischen Küche macht einfach sprachlos. Rund sieben Gerichte haben die Inhaber Tschabi und Aurelio am Anfang auf der Karte. Es sind keine Suppen, keine Eintöpfe und irgendwie auch keine Stews. Die Seco de Cordero, das Mote Pata oder das Pozole Verde sind typische Gerichte, die man in Lateinamerika zu Mittag ist. Küchemchef Jeremy sorgt mit seinen Rezepten für wahres "comfort food", das die beiden Inhaber sicherlich an ihre Kindheit erinnern lässt. 

Das Mote Pata ist unschlagbar

Mote, Salchicha, Schwein, pochiertes Ei & Koriander - super lecker!

Slow Cooking von den Japanern inspiriert

Während die Zutaten der Gerichte an die Heimat von Aurelio und Tschabi erinnern mögen, ist die Zubereitungsart von den Japanern inspiriert. Die Gerichte werden alle langsam, lange und getrennt gekocht. Bis zu 24 Stunden köcheln hier die verschiedenen Zutaten einzeln nebeneinander, bis Mote, Reis oder Bohnen mit Lamm, Muscheln oder Schwein, Chili und Gemüse zusammengeworfen werden, um einen einzigartigen Genuss zu kreieren. 

On fire

¿Quién es Señora Maria Magdalena?

Während wir von dem leckeren Mote Pata (Mote ist übrigens eine Art Mais) vorab schon mal probieren dürfen, wollen wir natürlich wissen, wer Maria Magdalena ist. "Das ist meine Oma", erzählt uns Tschabi stolz. Während seine Mama früher gearbeitet hat, hat sie ihn großgezogen; heute ist sie natürlich super stolz, dass ihr Enkel im fernen Hamburg sein neues Restaurant nach ihr benannt hat. 

Das ist Essen, was dich einfach glücklich macht.

Tschabi über seine Gerichte

Tschabi hat die schönen blauen Augen von seiner Oma

Christin und Erik Estrada

Drinks a la Christin

Während die Jungs nach unserer kleinen Verköstigung den Laden weiter mit urigen Möbeln aufstocken und hier und da noch weiteres kunstvolles Porzellan auf den Tisch gestellt wird, ist Barchefin Christin fleißig am mixen und ausprobieren. Gerade tüftelt sie an der Vollendung des Erik Estradas, einem Drink mit Tequila Tradicional Reposado, Espresso, Wermut und Zuckersirup. Ihr Favorit aber: der Salbei Smash, den sie hier mit Tequila, Grapefruit und Limette über den Tresen reichen wird. Aber hier fehlen natürlich auch nicht die Frozen Margarita sowie die Piña Colada, die mir frischer Ananas, Rum und Kokoswasser gestaltet wird. Wer es wieder etwas außergewöhnlich wünscht, sollte sich El Swayze zu Leibe führen: Mezcal, Wermut, Tonic und Orangenzeste. 

Aber auch abseits von Tequila, Mezcal und Rum werden hier Getränke gezaubert, die vielen fremd erscheinen, aber unbedingt probiert werden sollten – Horchata zum Beispiel, aus Reis- und Mandelmilch. 

Der Erik Estrada kann mehr als nur Telenovela

Tschabi & Aurelio strike again

Die beiden Jungs, die hinter dem Konzept stehen, sind bereits alte Hasen im Geschäft und haben schon mit dem Leche de Tigre für innovative  lateinamerikanische Küche in Ottensen gesorgt. Dass der Laden nun bis Ende Februar erstmal vom Inhaber nicht genutzt wird, kam dem Duo ganz gelegen. Nun können sie sich ganz ihrer neuen kulinarischen Idee widmen und sich hier vorerst ein halbes Jahr lang austoben. Der Winter kann also kommen! Hier wird einem sicherlich schnell wieder warm. 

Lisa Knauer 

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!