Rein mit den Mexikanern!

Rein mit den Mexikanern!Protest auf Hamburgische Art

Der feurige Kurze gegen das unnötige Lange – der Mexikaner als Protestsymbol gegen Trump und seine Mauer. In Hamburg setzt jeder, der in bestimmten Bars einen Mexikaner bestellt, ein Zeichen gegen den Mann mit der Föhnfrisur.

Der Mexikaner ist das Promille-Wahrzeichen St. Paulis. Er ist scharf, eigenwillig und widerspenstig. Er passt zu unserem bunten und vielfältigen St. Pauli also wie Deckel auf Topf. 

Trump will eine Mauer bauen, um die Mexikaner auszuschließen. Man muss nicht mal politisch sein, um das als die schwachsinnigste Idee des Jahrhunderts zu bezeichnen. Mexikaner schließt man nicht einfach aus, weder auf dem amerikanischen Kontinent noch auf St. Pauli! Das findet auch Björn Rosteck, Mitinitiator der Aktion „Soli-Mexikaner gegen Trump". 

Sorry Mr. Trump, aber Mexikaner gehören einfach dazu.

Mehr als 20 Hamburger Kneipen sind mit von der Partie und schenken den Mexikaner aus, um Spenden für den Protest gegen den G20-Gipfel am 07. und 08. Juli in unserer schönen Stadt zu sammeln. Denn Protest zu organisieren ist leider nicht umsonst, deswegen haben sich viele Kneipen bereit erklärt, ihren kompletten Mexikaner-Erlös in die Protestaktionen gegen den G20-Gipfel, vor allem aber gegen Trump, fließen zu lassen. Mit dabei sind zum Beispiel die Kogge (Bernhard-Nocht-Straße), das Ex-Sparr (Hamburger Berg) oder der Zoo (Neuer Kamp). 

Die Mixtur aus Korn/Wodka/Tequila, Tomatensaft, Sangrita, Tabasco, Salz und Pfeffer wurde zwar in Hamburg erfunden, aber ist mittlerweile auch längst in andere Städte geschwappt. Genau wie die Soli-Schnaps Aktion! Laut dem Veranstalter machen mittlerweile 44 Bars in Hamburg mit, 95 auf bundesebene und 17 weitere in anderen Ländern. Am weitesten Weg ist die Maria Dolores in - wie soll es anders auch sein - Guadalajara/Mexiko.

In diesem Sinne: Zu viele Mexikaner gibt es nicht! Prost!

Mexikaner in praktischen Körbchen - aber doch nicht hinter Mauern!

Lisa Knauer

Lisa ist ein echtes Hamburger Deern. Schon seit ihrer Geburt lebt sie in der Hansestadt und will hier auch so schnell nicht weg. Mit ihrer Kamera knipst sie nicht nur schöne Menschen, sondern auch die schönsten Ecken Hamburgs.