Rothenburgsort

Rothenburgsort7 Spots zwischen Kanälen & Industrieromantik

"Hä, wo ist das denn?!" – "Da, wo auch das Entenwerder 1, dieses schwimmende Café mit dem goldenen Klotz, ist": So ungefähr läuft ein Gespräch über Rothenburgsort ab. Dabei hat das kleine Viertel das gar nicht verdient – und viel mehr zu bieten als nur ein Ponton mit gutem Kaffee. Wir zeigen euch sieben tolle Spots! 

Kommt mit auf unsere Tour durch Rothenburgsort!

Gentrifizierung? Nein, danke!

Rothenburgsort ist nicht hip und will es auch nicht werden. Der kleine Stadtteil ist sowas wie ein Bunker gegen die Gentrifizierung, in dem man von steigenden Mieten und mangelndem Wohnraum verschont bleibt. Was Hamburgs Südosten sonst noch so kann? Einiges!

Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

In Rothenburgsort findet ihr aber nicht nur Hamburgs wildesten Basar, sondern auch die erste Filtrationsanlage der Stadt. Auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe wurde bis 1990 Elbwasser aus Billwerder in feinstes Trinkwasser verwandelt. Gefiltert wird heute nicht mehr, dafür umso mehr spaziert: Auf einem Naturpfad entlang der Becken und Backsteinhäuschen.

Entenwerder 1 & der Elbpark

Es ist DAS Ding in Rothenburgsort: das Entenwerder 1, ein schwimmendes Café auf der Elbe. Wir haben schon ganze Sonntage hier verbracht und uns erst durch die Frühstückskarte gefuttert, dann hausgemachten Kuchen probiert und schließlich auf den Sonnenuntergang angestoßen. Während dieser Spot zugegebenermaßen nicht mehr unbedingt ein Geheimtipp ist, schenkt dem anliegenden Elbpark kaum jemand Beachtung. Dabei kann dort herrlich im Gras gelegen, gespielt oder die Nase in die Sonne gestreckt werden!

Altes Zollamt

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Wie der Name schon sagt, ist das Alte Zollamt ein altes Zollamt. Beamtenbüros findet man dort aber schon lange nicht mehr, stattdessen entsteht hier ein neues Wohnquartier. Bis es soweit ist, dient das Gebäude als Kunstzentrum, in dem regelmäßig Ausstellungen stattfinden. Die ehemaligen Kassen- und Diensträume wurden außerdem zu Ateliers und Büroräumen umfunktioniert, in denen heute Künstler*innen aus Architektur, Design, Freie Kunst, Mode oder Handwerk zuhause sind. 

Elbbrücken

© Unsplash

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Wahrscheinlich war fast jeder von euch schon mal ohne es zu wissen in Rothenburgsort. Denn jedes Mal, wenn ihr mit der S-Bahn nach Wilhelmsburg fährt oder mit dem Zug aus der Stadt rollt, kommt ihr über die Elbbrücken – DIE Hamburger Brücken! Seit diesem Jahr hat dieser Spot sogar eine eigene U-Bahn-Station, die mindestens genauso fotogen ist wie die alten Eisenbrücken an sich.

Billstraße

© Jan Traupe

Hier kommt ein richtig verrückter Ort: die Billstraße aka. Rothenburgs Basar! Auf der einen Seite hunderte Fahrräder, auf der anderen Waschmaschinen und Trockner. Dazwischen Teppiche, glitzernde Lampen und sogar ein Kiosk und ein Imbiss. Hier ist was los, Leute!

Golf Lounge

© Cristina Lopez

© Cristina Lopez

© Cristina Lopez

Kein Scherz: Während am einen Ende des Viertels Waschmaschinen verhökert werden, wird am anderen Ende der perfekte Abschlag geübt. In der Golf Lounge könnt ihr für 19 Euro pro Stunde eine Box mieten und mit bis zu sechs Leuten Golf spielen. Alternativ könnt ihr Minigolf spielen oder einfach mit einem Vino auf der Terrasse sitzen und die Profis beobachten.

Caglar Bäckerei

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Caglar ist der Bäcker unserer Vertrauens, wenn es um Fladenbrot, Baklava und Simit, die leckeren Sesamringe, geht. Der türkische Laden kann aber nicht nur allerlei Mittelmeer-Backwaren, sondern auch Frühstück – zum Beispiel Sucuk mit Spiegelei oder Pastirma-Sandwich mit Rinder-Dörrfleisch. Wenn das mal kein guter Start in den Tag ist!

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Lisa Knauer

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Anna Paulina Graf

Anna ist unsere kleine Schwäbin. Und das hört man auch, denn selbst nach fast fünf Jahren in Hamburg kann sie noch kein Hochdeutsch. Mit jeder Menge Gratis-Ausflugstipps, ihrem Fahrrad und ganz viel Entdeckerdrang zeigt sie ihren Freunden die Stadt – und jetzt auch euch.