St. Georg

St. Georg7 Spots in Hamburgs offenem Stadtteil

Rotlicht trifft auf Regenbogenflagge, hippes Restaurant auf alteingesessene Kneipe, Kempinski-Hotel auf "Kein Dach überm Kopf": St. Georg ist eines der buntesten Viertel der Stadt. Vielleicht ist es das, was es so offen – und zum Start der jährlichen CSD-Parade macht. Hier ist Vielfalt nicht nur ein 2019er Buzzword, sondern eine Lebenseinstellung. Wir haben uns den Stadtteil mal genauer angeschaut und 7 tolle Spots entdeckt. 

100% Love beim CSD © Unsplash

CSD in Hamburg

Am 3. August feiert Hamburg den CSD. Dann wird mit Regenbogenflaggen, Plakaten und bunten Luftballons durch die Stadt marschiert, um ein Zeichen für Vielfalt und Geschlechterfreiheit zu setzen. Start der großen Parade ist wie immer in St. Georg – um 12 Uhr geht's in der Langen Reihe/Ecke Schmilinskystraße los. 

Otto's Burger

St. Georg ist so was wie die Heimat von Otto's Burger. Denn dort hat die Lovestory von Hamburg und guten Burgern, Pommes und Dips vor fünf Jahren angefangen. Ende 2017 haben Daniel und Lucas dann ihren vierten Laden eröffnet – wieder in der Langen Reihe. Und was sollen wir sagen: Bei den beiden schmeckt es einfach mega lecker!

Die Lange Reihe ist übrigens sowas wie eine never ending Essensmeile. Neben saftigen Burgern bekommt ihr zum Beispiel auch duftende Pho bei GAO Kitchen.

Savoy Kino

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Es ist das vielleicht gemütlichste Kino der Stadt: das Savoy. In dem Filmtheater, das für seine Filme in Originalsprache bekannt ist, könnt ihr euch nämlich ganz bequem in riesige Doppelsitze fallen lassen. Und neben englischsprachigen Filmen, gibt's einmal im Monat auch English Theatre auf der Leinwand zu sehen. 

Koppel 66

1924 erbaut, erinnert nur noch die Laufkatze an der Decke an die ehemalige Maschinenfabrik. Heute entstehen in dem Gebäude keine Metallteile mehr, sondern Kunstwerke. 20 Künstler und Kunsthandwerker arbeiten in 12 öffentlich zugänglichen Ateliers und Werkstätten. Außerdem findet ihr im Erdgeschoss das Kunstforum der GEDOK sowie das Café Koppel mit seinem hübschen Innenhof. 

Frau Möller

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Nein, Frau Möller ist nicht die Besitzerin der Kultkneipe auf St. Georg – sondern eine Hündin, deren Frauchen 1983 einen Teppichladen in der Langen Reihe eröffnete. Heute gibt's in dem urigen Laden keine Teppiche mehr, sondern frisch gezapftes Bier, Kakao mit Rum & Sahne und alle erdenklichen Fußball-Übertragungen. Und wer bei so viel Gemütlichkeit das ein oder andere Glas zu viel hat, kann sich am nächsten Morgen ab 8 Uhr mit deftigem Katerfrühstück stärken.

Green Kayak

© Leonie Zimmermann

© Leonie Zimmermann

© Leonie Zimmermann

St. Georg liegt direkt an der Alster – die leider ganz schön verdreckt ist. Das dänische Start-up Green Kayak möchte das ändern und sorgt mit einem einfachen Deal dafür, dass unsere Gewässer wieder sauberer werden: Wer mit den knallgrünen Kayaks über die Alster paddelt und dabei Müll sammelt, schippert for free! In der Segelschule Käpt'n Prüsse könnt ihr die Flitzer ausleihen und euch danach mit einem kühlen Drink belohnen.

Luicella's Ice Cream

Drei Wörter, die wie Musik in unseren Ohren klingen: Luicella's Ice Cream! Die Eismanufaktur, die nicht nur in St. Georg, sondern auch im Grindel und auf St. Pauli vertreten ist, zählt definitiv zu unseren Lieblingsadressen für eiskalten Schleckgenuss. Und das nicht nur wegen der leckeren Sorten, die 100% natürlich und teilweise vegan sind, sondern auch wegen der kleinen Probierkugel, die es bei jeder Bestellung dazu gibt. 

Chapeau St. Georg

Hut ab – was für ein Laden! Im Chapeau in der Langen Reihe gibt's nicht nur ganz viel Hutwissen, Beratung und sogar Maßanfertigung, sondern auch einen Hutverleih. Wer also noch nach einem letzten i-Tüpfelchen für das perfekte Festivaloutfit sucht, kann hier aus großen und kleinen, bunten und schlichten, modernen und klassischen Exemplaren wählen.

Schon entdeckt?

Wie ihr seht, geht in St. Georg so einiges. An der Ecke Barcastraße und Lohmühlenstraße versteckt sich aber auch noch ein ganz besonderes Haus – das Reißverschlusshaus. Nach dem weißen Anstrich fand der Eigentümer es ein bisschen zu langweilig und hat den Grafiker Nils Baumann dazu beauftragt, ein schlichtes, aber hamburgtypisches Kunstwerk darauf zu malen. 

Lisa Knauer
Coverfoto: Unsplash

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Anna Paulina Graf

Anna ist unsere kleine Schwäbin. Und das hört man auch, denn selbst nach fast fünf Jahren in Hamburg kann sie noch kein Hochdeutsch. Mit jeder Menge Gratis-Ausflugstipps, ihrem Fahrrad und ganz viel Entdeckerdrang zeigt sie ihren Freunden die Stadt – und jetzt auch euch.