Tattoo-Legenden – Christian Warlich auf St. Pauli

Tattoo-Legenden – Christian Warlich auf St. PauliDie neue Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte

Den Titel “König der Tatöwierer” bekommt man nicht geschenkt. Christian Warlich war über 40 Jahre lang in einer Kneipe auf dem Kiez als Tattoo-Künstler tätig. Was er dort alles gemacht hat, warum seine Motive so bekannt sind und wie die Hamburger Tattoo-Szene im 20. Jahrhundert aussah, erfahrt ihr in der Ausstellung “Tattoo-Legenden – Christian Warlich auf St. Pauli” im Museum für Hamburgische Geschichte. 

Cheers – auf Christian Warlich!

Tattoo-Star Christian Warlich

Unter dem Motto "Streng reell! Wundervollste Muster! Giftfrei! Und unverwüstlich bis über den Tod hinaus!“ hat Christian Warlich (1891–1964) über 40 Jahre lang in seiner Kneipe auf St. Pauli tätowiert. Und zwar sowas von wild! Zu seinen Motiven zählten chinesische Drachen, geheimnisvolle Nixen und junge Matrosen, Segelschiffe, Anker, Geishas und sogar Dämonen. Mit seinem unverkennbaren Stil, der die asiatische und amerikanische Mythologie aufgriff, machte er sich schnell international einen Namen. 

Die Motive von Christoph Warlich © Christoph Irrgang

Von Hamburg in die Welt

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tätowierten sich in Hamburg vor allem Matrosen und Seemänner. Sie waren Stammgäste in Warlichs Kneipe und trugen seine Motive von unserer Hansestadt in die Welt hinaus. Bis heute zählt sein legendäres Vorlagenalbum zu den beliebtesten Motivsammlungen für Tätowierungen – und hat damit auch eine Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte verdient! Bis Ende Mai dreht sich bei "Tattoo-Legenden" alles um Christian Warlich und andere Helden des gezeichneten Körperschmucks. 

Die Entwicklung der Tattoo-Kunst

Neben handgemalten Vorlagezeichnungen, Fotografien und bisher unveröffentlichten Filmen erwarten euch Objekte aus Warlichs Tattoo-Technik. Auch Vorlagen von Karl Rodemich, der schon Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg tätig war, werden in der Ausstellung präsentiert. Die Arbeiten von Karl Finke, Willy Spiegel, Martin Ahlers und Herbert Hoffmann geben euch außerdem einen Einblick in die Welt der Tattoo-Künstler von 1900 – und zeigen, was sich in den letzten Jahrzehnten alles getan hat. 

Christian Warlich bei der Arbeit

  • Wann hingehen?

    Beim nächsten grauen Schietwetter-Tag!

  • Mit wem?

    Mit eurer tatöwierten oder untätowierten Gang – die Ausstellung ist für jeden interessant!

  • Das Besondere?

    Die handgemalten Vorlagezeichnungen!

  • Und danach?

    Ein Spaziergang durch den Planten un Blomen.

Die Nacht. Alles außer Schlaf

Die neue Ausstellung im Museum der Arbeit

SHMH
Collage links: SHMH | Collage rechts: Erich Andres

Dieser Beitrag ist in bezahlter Kooperation mit der Stiftung Historische Museen Hamburg entstanden. 

Anna Paulina Graf

Anna ist unsere kleine Schwäbin. Und das hört man auch, denn selbst nach fast fünf Jahren in Hamburg kann sie noch kein Hochdeutsch. Mit jeder Menge Gratis-Ausflugstipps, ihrem Fahrrad und ganz viel Entdeckerdrang zeigt sie ihren Freunden die Stadt – und jetzt auch euch.