Unterwegs im Norden #1

Unterwegs im Norden #1Altes Land & Lüneburger Heide

Was für ein Herbst in und um Hamburg: Wir haben uns einen Bulli geschnappt & sind von Hamburg aus durch die südliche Region Hamburgs gefahren. Vom Alten Land bis in die Lüneburger Heide haben wir die Metropolregion Hamburg erkundet. Wieso ihr das auch tun solltet? Weil es hier mehr zu entdecken gibt, als ihr vielleicht denkt.

Altes Land

Es ist 7 Uhr morgens. Und obwohl so früh, sind wir hellwach und glücklich. Der Grund: Wir haben große Pläne! Gemeinsam mit unseren Freunden von Waterkant Touren wollen wir heute die Metropolregion Hamburg entdecken.

Bei knapp 15°C und knallblauem Himmel blinzeln wir in die warme Herbstsonne und fühlen es: Heute wird ein guter Tag! Am Fenster ziehen die Hafenkräne und Elbbrücken vorbei - und nach nicht einmal einer halben Stunde erreichen wir unseren ersten Stopp: das Alte Land. Und hier prägt vor allem eins die Region: Äpfel. So weit das Auge reicht. Die ganzen Landstraßen sind von Apfelplantagen, kleinen Bauernhöfen, Treckern und Erntehelfern gesäumt. 

Wir steuern eine kleine Plantage an, sprechen mit den freundlichen Bauern und erfahren, dass das Alte Land Europas größtes geschlossenes Obstanbaugebiet ist. Neben Äpfeln gibt's hier im Sommer auch Kirschen, Pflaumen, Himbeeren & viele weitere Früchte. Knapp über 250 verschiedene Äpfel werden hier über das Jahr gepflückt, verspeist, verkauft und weiterverarbeitet. Zum Abschluss dürfen wir uns noch einen Apfel zum Frühstück schnappen: Frisch vom Baum - besser geht's nicht! Gut gestärkt nehmen wir unser nächstes Ziel ins Visier: Jork.

P.S.: Natürlich ist das alte Land auch ein Mekka für Fahrradliebhaber. Mit der Elbfähre von Blankenese erreicht man Cranz in knapp 25 Minuten. 

Jork

Inmitten von Apfelplantagen entdecken wir unser nächstes Ziel. Eine kleine Straße führt uns in eine kleine Ortschaft namens Jork. Wüssten wir es nicht besser, würden wir denken: Hier ist die Zeit stehen geblieben. Prunkvolle Fachwerkhöfe säumen das Straßenbild, Kopfsteinpflaster, riesige Bäume mit goldenen Blättern in der Krone - eigentlich fehlt nur noch die Kutsche des Landvogts, um die Szenerie komplett zu machen. 

Wer in der Nähe ist, sollte sich entlang der Obsthöfe auf dem Weg Richtung Stadt auf jeden Fall den Obstmarschenweg anschauen. Viele historische Höfe, dutzende kleine Traktoren & endlos lange Felder machen Jork zu einem ganz besonderen Ort im Alten Land. Wir trinken einen Kaffee in der Morgensonne und fahren weiter Richtung Buxtehude.

Buxtehude

Geh doch nach Buxtehude! Vielen ist das kleine Städtchen am Rande des Alten Landes wohl eher aus Witzen und Sprüchen bekannt, doch wir sagen euch: Wir waren tatsächlich da - und sind sogar begeistert. Eine kleine niedliche Altstadt im Fachwerk-Style, kleine Fleets, die von der Este (Nebenfluss der Elbe) abgehen und eine entspannte Stimmung machen Buxtehude auf jeden Fall zu einem Ort, den man sehr gut besuchen kann.

Und von Hamburg aus gibt's eigentlich auch keine Ausreden: Ob mit Rad im Sommer oder per Auto/S-Bahn im Herbst und Winter - Buxtehude ist ziemlich gut angebunden. Besonders die Wälder um Buxtehude herum sind definitiv einen Besuch wert!

Lüneburger Heide

Die Nachmittagssonne steht schon tief als wir auf unserem Weg durch die südliche Metropolregion Hamburgs in der Lüneburger Heide ankommen. Unser Ziel: Der Wilseder Berg - so etwas wie das Must-Go für jeden Wanderer! Gesagt, getan: Den Bus lassen wir am Straßenrad stehen und machen uns zu Fuss auf den Weg. Es dauert keine fünf Minuten und wir sind mittendrin! Mittendrin heißt: Natur pur. Viele Menschen genießen hier die Ruhe, machen lange Picknick-Ausflüge mit ihren Kindern, marschieren und reiten durch die Heide oder lassen sich bequem kutschieren. Auch wenn die schöne Heideblüte bereits Ende August ausklingt, lässt es sich hier auch im Herbst ziemlich gut aushalten.

Nach weiteren zehn Minuten strammen Schrittes trauen wir unseren Augen nicht: Wir stehen vor Schäfer Clemens, seinen 4 Herdenhunden und weiteren 500 Schafen & Ziegen! Wir plaudern mit ihm gemütlich über die Region, seine Tiere und der Leidenschaft zu seinem Beruf des Schäfers. Von morgens bis abends läuft er mit seinen Tieren durch die Heide. Ein paar Pfiffe hier, ein paar Kommandos da: Mit Hilfe seiner Hunde hat er alles fest im Griff. 

Die Flora und Fauna hier sind wirklich beeindruckend. Zu jeder Jahreszeit sollte man mindestens einen langen Spaziergang hier unternehmen. Vielleicht trefft ihr auch zufällig Schäfer Clemens und er verrät auch euch ein paar geheime Wanderpfade.

Lüneburg

Bei Sonnenuntergang verlassen wir die Lüneburger Heide. Der rote Feuerball begleitet uns auf dem Weg nach Lüneburg und geht stilecht hinterm Wasserturm unter. Schönes Spektakel. Jetzt haben wir uns aber ein Feierabendbierchen verdient: Und wenn nicht hier, wo dann? Kleiner Fun-Fact: Lübeburg ist tatsächlich die Stadt mit der zweitgrößten Kneipendichte in ganz Europa! Ja, ihr habt richtig gehört: in ganz EUROPA.

Das kommt natürlich nicht von irgendwoher: Dank der attraktiven Leuphana-Universität hat sich die ehemalige Handelsstadt zu einem echten Studentenparadies entwickelt. Am Stintfang, der kleinen Gastromeile am Ilmenau, flanieren mittlerweile nicht nur Studenten, sondern auch viele Hamburger, die zum Feiern oder Essen herkommen. Und an den alten Backsteinhäusern liegen eng an eng viele Kneipen, Bars & Restaurants.

Auf knapp 70.000 Einwohner gibt es nach eigenen Angaben rund 300 gastronomische Betriebe – sprich auf eine Kneipe kommen rund 233 Menschen. Stolze Zahl, oder? Wer sich also selbst einmal vom reichhaltigen, guten und vor allem günstigen Gastro-Angebot in der schönen Altstadt überzeugen möchte: Unseren Segen habt ihr!

Fotos: Jim Gramming

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Hamburg Marketing entstanden.

Jan Traupe

Janni ist einer der beiden Gründer von Geheimtipp Hamburg und schreibt eigentlich über alles, was er bei seinen Streifzügen durch die City entdeckt. Ein besonderes Faible hat er für gute Bars & Restaurants, liebt aber auch die unzähligen grünen Ecken in der Stadt.