Werde ein Weltverbesserer!

Werde ein Weltverbesserer!6 Projekte für Hamburger Helden

Weltverbesserer können wir alle sein: Ob ihr euch für den Umweltschutz engagiert, Geflüchteten auf ihrem Weg in ihrer neuen Heimat unterstützt oder für einen guten Zweck auf die Straße geht, für eine bessere Welt braucht es viel Engagement, denn nur gemeinsam können wir Berge versetzen. Die Initiative Weltverbesser der Techniker Krankenkasse und des FC St. Pauli möchte genau darauf aufmerksam machen. Also haben wir uns umgeschaut, bei welchen tollen Projekten man zu einem Hamburger Held werden kann.

Wer sind die Weltverbesserer?

Eine Initiative vom FC St. Pauli und der Techniker Krankenkasse

Egal wie ihr euch nennt: Kämpfer, Helden oder Weltverbesser könnt ihr alle sein! So viele kleine und große Projekte tun jeden Tag etwas Gutes für die Welt, das sollte belohnt werden!

Die "Weltverbesserer" halten eine ganze besondere Überraschung bereit: Ein exklusives Konzert mit den Kaiser Chiefs am 29. Mai in der Großen Freiheit 36.

Tickets werden ausschließlich verlost! Erzählt die Geschichte eures Hamburger Helden und nominiert sie oder ihn damit zwei Tickets für das Konzert zu gewinnen.

Fleißige Wichtel im Sachspendenlager

© Presse Hanseatic Help

Wer zum ersten Mal im Spendenlager von Hanseatic Help in der Großen Elbstraße vorbeischaut, der ist erstmal überwältigt. Auf der einen Seite wuseln zahlreiche Helfer zwischen den Regalreihen hin und her, auf der anderen stapeln sich im „Logistikzentrum“ die fertigen Kartons zur Abholung und Auslieferung. Die Idee einer Sachspendensammelstelle wurde 2015 in den Messehallen geboren als eine Welle der Solidarität mit der Ankunft Tausender geflüchteter Menschen durch Hamburg strömte.

Seitdem sammelt Hanseatic Help Sachspenden wie Kleidung und Hygieneartikel und verteilt diese an gemeinnützige Träger und Organisationen, die Hilfsbedürftige in Hamburg, aber auch in Krisengebieten versorgen. Immer noch basiert die Arbeit des Vereins auf die Hilfe zahlreicher Ehrenamtlicher, die im Lager Spenden annehmen, sortieren und verpacken.

Füchse als Coaches

© Presse SchlauFox e.V.

Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg – für einige Kinder und Jugendliche jedoch gestaltet sich der Weg dorthin aus verschiedenen Gründen schwerer. Hier kommen die Füchse von SchlauFox ins Spiel: Sie begleiten Schüler auf ihrem individuellen Bildungsweg und unterstützen sie in schulischen und außerschulischen Fragen. Bei SchlauFox geht es dabei nicht nur um die Schulbildung, sondern auch um die Integration von Geflüchteten und der Stärkung der Jungen und Mädchen in allen Lebenslagen.

2008 wurde der Verein gegründet, ihre ersten Unterstützer fanden sie in der ZEIT-Stiftung und der Universität Hamburg. Sogar einige Auszeichnungen wie die „Hamburger Tulpe für interkulturellen Gemeinsinn“ der Körber-Stiftung haben die Projekte des Vereins erhalten und diese sind vielfältig: Coaching auf dem Weg zum Schulabschluss, individuelles Mentoring, gemeinsames Kochen für eine gesunde Ernährung und noch viele mehr.

Zusammen gegen Einsamkeit

© Birte Zellentin

„Alte Freunde sind die besten“ ist das Motto des Vereins Freunde alter Menschen. Ihr Ziel ist es, eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen. In Form von Besuchspartnerschaften treffen sich junge und ältere Menschen regelmäßig zum Dame spielen, Kaffee trinken oder auch einfach nur zum reden.

Viele der älteren Herren und Damen suchen dabei einfach nur jemanden, der ihnen zuhört, dem sie ihre Geschichte erzählen können oder eine Person, die einfach mal mit ihnen spazieren geht. Uns jungen Menschen ist dabei oft nicht bewusst, wie einsam viele von ihnen sind, weil sie ihre Freunde überlebt haben oder weit weg von ihrer Familie leben. Mit einem Besuch könnt ihr ihnen eine große Freude machen!

Gärtnern über Grenzen

© Andreas Bock

© Andreas Bock

Im Rahmen der Internationalen Bau- sowie Gartenausstellung in Wilhelmsburg 2013 wurde zum ersten Mal ein Interkultureller Garten eingerichtet, zwei Jahre später gehörten schon zehn Mitglieder aus Deutschland und der Türkei fest zur Gemeinschaft. Nun sind es schon 37 Mitwirkende aus 19 Nationen, die regelmäßig im Verein arbeiten und gemeinsam Feste feiern.

Vor allem Letzteres spielt eine große Rolle im Zusammenhalt der Gemeinschaft, die mittlerweile mehr als nur Gartenarbeit verbindet. Über die Jahre haben sich viele neue Gebräuche entwickelt, die alle ihren Ursprung in den unterschiedlichen Kulturen der Mitglieder haben. Es werden beispielsweise das Persische Neujahrsfest, das muslimische Zuckerfest, Weihnachten, Hochzeiten und ein herbstliches Apfelfest gefeiert. So wird ein tolerantes Zusammenleben praktiziert, in dem jeder für jeden steht und sich gegenseitig auch außerhalb des Gartens unter die Arme gegriffen wird.

Zeit für Grundbedürfnisse

© MahL ZEIT Altona

Die MahL ZEIT Altona ist eine Tagesstätte für obdachlose und bedürftige Menschen. Hier finden sie einen warmen und sicheren Aufenthaltsbereich, Frühstück und warmes Mittagessen, eine Kleiderkammer, Duschen, Waschmaschinen und Trockner – also alles, was elementare Bedürfnisse erfüllt.

Für viele Gäste ist die MahL ZEIT ein Ort, an dem sie sich für ein paar Stunden sicher fühlen und zurückziehen können. Hier ist es trocken und warm und niemand stellt ihnen unangenehme Fragen. Die Stätte ist nämlich keinen Falls eine Beratungsstelle, sondern soll einfach nur ein offener Raum sein. Die Helfer haben trotzdem natürlich immer ein offenes Ohr und vermitteln bei Bedarf den Kontakt zu einer Beratungsstelle.

Mulikulti für Hamburg

Integration erfordert mehr als nur eine motivierte Person. „Integration kann nur gelingen, wenn Menschen sich gemeinsam einbringen, wenn Menschen sich öffnen und wenn Menschen sich engagieren“, schreibt die Multikulti Werkstatt. Mit gleich zwei tollen Projekten setzt sich der Verein für ein interkulturelles Miteinander ein.

„Anker“ gibt Frauen mit Fluchterfahrungen eben einen solchen Halt. Mit einem umfassenden Beratungs- und Workshopsangebot werden sie auf dem Weg in ein neues Leben begleitet. „Manibus“ ist dagegen eine 1:1 Mentorenprojekt, bei dem auf die individuellen Bedürfnisse der betreffenden Personen eingegangen werden kann. Die Tandem-Partner treffen sich dabei zwei Mal im Monat und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus oder helfen sich gegenseitig eine Sprache zu erlernen. Die Mentees sind dabei vor allem jungen Menschen zwischen 8 und 26 Jahren, die alleine nach Deutschland gekommen sind.

Cover & Grafik: Andreas Bock

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit der die Techniker entstanden.

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.