Wundern über tanawo'

Wundern über tanawo'Festival für iranische Kunst & Kultur

Hamburg bekommt Besuch aus der Welt! Vom 15. bis zum 18. März feiert ein neues Festival für iranische Kunst & Kultur seine Premiere in unserer Hansestadt. Wundern über tanawo' schenkt euch Einblicke in die vielfältige, bunte und spannende Kultur des Irans und zeigt euch das Land am persischen Golfs so, wie es ist.

Der Iran und all seine Kultur

Dass Hamburg als multikulturelle Hafenstadt die unterschiedlichsten Menschen und Kulturen verbindet, wissen wir alle. Neu dürfte einigen von euch allerdings sein, dass in unserer Hansestadt die größten iranischen und afghanischen Communities Europas eine Heimat gefunden haben. Fatalerweise wird die Region rund um den Persischen Golf oft nur noch mit Krieg und Gewalt assoziiert. Dabei überzeugt der Iran mit einer vielfältigen, bunten und spannenden Kultur. Wundern über tanawo' möchte euch zum Staunen bringen: Das viertägige Kunstfestival hinterfragt alte Vorurteile, relativiert die mitunter einseitige Darstellung in den Medien und zeigt euch den Iran so, wie er ist.

Der iranische Regisseur Hamid Pourazari inszeniert "Sâl Sâniye" auf Kampnagel. © Papatiha Theatre Group

Michel Abdollahi moderiert die Festivaleröffnung © Michel Abdollahi

Hamburg bekommt Besuch...

...und das von Kunst- und Kulturschaffenden aus ganz Deutschland, Europa und dem Iran. Über zwanzig anreisende Künstler und Künstlerinnen beehren Wundern über tanawo' von Donnerstag bis Sonntag mit ihrer Gegenwart. Schauplatz des Festivals sind fünf renommierte Hamburger Spielstätten, namentlich die Affenfaust Galerie, Kampnagel, die Elbphilharmonie, das Alabama Kino und das Yoko. Ihre stilvollen Hallen flutet das vielfältige Programm mit einer Welle iranischer Lebenskultur. 

Moshtari Hilal ist Künstlerin und Illustratorin. © Moshtari Hilal

Keywan Karimi: „Drum“ (‚Tabl‘) im Alabama Kino

Frauenbilder, Identität und Exil

Ausgestellt wird eine spannende Fusion aus bildender Kunst, Film, Musik, Theater und Literatur – ergänzt durch intensive Vorträge und Diskussionen. Themen sind unter anderem Frauenbilder, Identität und Exil.

Das Arshid Azalien Trio, mit gesanglicher Unterstützung von Makan Ashgvari, eröffnet das Festival am Donnerstagabend in der Elbphilharmonie. Ihre Musik bewegt durch meditative Klänge, die zwischen Jazzakkorden, persischen Tonleitern und afro-iranischen Rhythmen balancieren. Leila Rashidis Werke sind ebenfalls ab Donnerstag in der Affenfaust Galerie zu bewundern. In Irans Hauptstadt Teheran geboren, porträtiert sie in ihren düsteren Gemälden das Fragile und Zerbrechliche. Ihre Malerei ist von tiefen Ängsten, Kindheitserfahrungen und sensiblen Erinnerungen geprägt. Dabei setzt sie sich mit Themen wie Verhüllung auseinander, ohne sich auf politische oder religiöse Debatten zu reduzieren.

Auf den Geschmack gekommen?

Hier geht es lang!

Der Fotograf und Videograf Siavash Naghshbandi stellt in der Affenfaust Galerie aus.

So verschieden und doch verbunden

So vielseitig die Künstler auch sind – sie alle verbindet die gemeinsame Herkunft, der gleiche Ursprung. Mit dem viertägigen Festival zeigt euch Wundern über tanawo', wie vielseitig die iranische Kunst- & Kulturszene tatsächlich ist. Ein Erlebnis, das ihr keinesfalls verpassen wollt.

Coverfoto: Alborz Teymoorzadeh

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Jan Traupe

Janni ist einer der beiden Gründer von Geheimtipp Hamburg und schreibt eigentlich über alles, was er bei seinen Streifzügen durch die City entdeckt. Ein besonderes Faible hat er für gute Bars & Restaurants, liebt aber auch die unzähligen grünen Ecken in der Stadt.