Zum Alten Lotsenhaus

Zum Alten LotsenhausHamburgs ältestes Fischrestaurant

Wunderschön gelegen in Övelgönne mit Blick auf den Hafen und die vorbeiziehenden Schiffe: Das Restaurant Zum Alten Lotsenhaus ist eine der ältesten Gaststätten Hamburgs. Hier liegt nicht nur eine Brise Seefahrt in der Luft, das Traditionshaus erzählt auch eine kulinarische Geschichte Hamburgs. 

Spaziergang an der Elbe

Wir verlassen den Bus bereits am Neumühler Kirchenweg, das letzte Stück bis Zum Alten Lotsenhaus möchten wir zu Fuß gehen. Auf den knapp 15 Minuten Fußweg fühlen wir uns Hamburg so verbunden wie an nur wenig anderen Orten der Stadt. An der Uferpromenade spazieren wir auf Augenhöhe mit den Schiffen. Der Wind pfeift uns ungebremst um die Ohren und bringt Geräusche aus dem Hafen mit. Es ist bereits dunkel und die Lichter der Schiffe und Kräne spiegeln sich auf dem Rücken der Elbe.

Vorbei geht es am Övelgönner Museumshafen bis zum Strand. Bei Sonnenschein würden wir hier normalerweise den Beach-Club Dock 13 für eine kleine Erfrischung aufsuchen, heute Abend ist unser Ziel aber das dazugehörige Restaurant: Zum Alten Lotsenhaus.

Övelgönne oder Oevelgönne?

Über die korrekte Schreibweise mag sich manch einer noch streiten, einig ist man sich aber doch, dass es sich hierbei um eine der schönsten Ecken Hamburgs handelt. Früher eine eigene Gemeinde, später Stadtteil, heute ist Övelgönne nur noch ein Stück der Elbpromenade. Der Ausblick: phänomenal. Die Kulisse: wie aus einer Schnulze. Hier hausten früher Lotsen und Kapitäne, hoch angesehene Menschen in einem Stadtteil, der vom Handel über das Wasser abhängig war.

Wer schon einmal am Fußweg Övelgönne entlang spanziert ist, dem wird das schöne Fachwerkhaus gleich am Anfang des Weges sicher ins Auge gefallen sein. Denn auch wenn hier viele schöne, alte Häuser – viele von ihnen mehr als 100 Jahre alt – stehen, bleibt einem das Alte Lotsenhaus in Erinnerung.

Eintreten und Wohlfühlen

Grundgemütlich umschreibt wohl am besten die Atmosphäre des Restaurants Zum Alten Lotsenhaus. Dennis Kuntke und Björn Hoffmann übernahmen 2009 das Fachwerkhaus und führten den Traditionsbetrieb weiter, aber nicht ohne neue Details zu setzen. Schließlich sollte dem über 200 Jahre alten Gebäude der Schritt in die Zukunft gelingen.

Aus den insgesamt zwei Gasträumen zauberte er mit geradlinigen Design, verspielten Elementen sowie schönen Seemannsmotiven eine einzigartige Atmosphäre. Das moderne Mobiliar passt perfekt in das historische Ambiente mit den dunklen Balken und etwas schiefen Fenstern.

Die Karte wird wöchentlich angepasst.

Ein leckeres Dessert als Sahnehäubchen für einen gelungenen Abend.

Traditionshaus und Traditionsrezepte

Der Einkauf auf dem Fischmarkt, der immerhin fast direkt vor der Haustür liegt, ist bis heute Tradition geblieben. Aus dem frischen Fisch und Meeresfrüchten zaubert das Küchenteam moderne Kreationen. Hamburger Originale wie Labskaus oder Nordseescholle nach Finkenwerder Art stehen aber natürlich auch auf der Karte.

Hamburgische Traditionsrezepte sind im Alten Lotsenhaus von Övelgönne immerhin schon seit 1801 Bestseller. Damit ist das Restaurant nicht nur eine der ältesten Gaststätten Hamburgs, sondern auch das älteste Fischrestaurant der Stadt.

Altes Lotsenhaus
Lotsen gehörten mit dem Aufstieg des Hafens zu einer der wichtigsten Berufsgruppen der Hansestadt. Mit ihren Booten geleiteten sie die ankommenden Schiffe sicher durch das Elbgewässer. Die Lotsen des Altonaer Hafens schlossen sich 1745 in einer Lotsenbruderschaft zusammen, dies geschah in dem alten Fachwerkhaus, in dem sich heute das Restaurant befindet.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Zum Alten Lotsenhaus entstanden.

Carolin Simon

Unsere kleine Weltenbummlerin Caro hat den Weg zurück in die Heimat gefunden und ist ab jetzt auf Entdeckertour in Hamburg unterwegs. Sie liebt den Hamburger Hafen und ist immer auf der Suche nach schönen Märkten und neuen Food Ideen.