Tahanga

TahangaHamburgs erstes Nackt-Restaurant

Der Wunsch vom eigenem Restaurant: Till Schöne und Maditha Behrenkamp eröffnen ihr Traumlokal jetzt in der HafenCity. Aber aufgepasst – hier trefft ihr euch nicht ganz normal zu Speis & Trank. Wenn ihr im Tahanga ausgehen wollt, entledigt ihr euch nicht nur dem Alltagsstress, sondern gleich auch mal eurer Kleidung.

Industrial meets Fernweh!

Von Ozeanien bis zur kreolischen Küche der Karibik

Ein Nacktrestaurant in der schönsten Stadt der Welt – wie kommt man auf diese Idee? Till ist eigentlich gelernter Immobilienkaufmann und hat vor Jahren seinen Job an den Nagel gehängt, um die Welt zu bereisen. Auf seiner Reise hat er Maditha kennengelernt. Bei einem zweiwöchigen Ayahuasca-Ritual kamen sich die beiden näher und wurden zu einem Paar. Ihre Reise führte sie schließlich auch quer durch die traumhafte Pazifik-Inseln, wo sie viel Zeit mit den indigenen Völkern verbrachten. 

"Diese Völker schaffen es mit dem Nötigsten auszukommen und Kleidung spielt bei Ihnen keine große Rolle – das hat uns imponiert und wir dachten uns, warum können wir ein Teil dieses Kultes nicht auch zurück in die Heimat bringen?"

Till, Inhaber vom Tahanga

Ayahuasca

Die zeremonielle Seelenreinigung

Das Ayahuasca-Ritual ist eine vor allem im nördlichen Peru verbreitete Tradition. Dabei werden über mehrere Tage die Ayahuasca-Kräuter zu sich genommen, sodass durch die Droge ein veränderter Bewusstseinszustand auftritt. Das Ritual ist höchst umstritten, ist aber gerade unter Touristen sehr beliebt.

Das Gründerpaar Till und Maditha bei ihrem ersten Date vor zwanzig Jahren.

"Beim Kochen verwende ich auch nur natürliche Zutaten, also wieso nicht auch das Essen natürlich genießen?"

Maditha, Inhaberin vom Tahanga

Zwei Jahre in der Bretagne

Maditha ist gelernte Köchin und hat zwei Jahre lang in einem französischen Restaurant in Nantes gearbeitet. "Beim Kochen verwende ich auch nur natürliche Zutaten, also wieso nicht auch das Essen natürlich genießen?", erzählt Maditha. Die Idee von ihrem eigenen Nackt-Restaurant war geboren!

Im Tahanga wird viel Wert auf natürliche Zutaten gelegt. © Tahanga

Nicht alles was glänzt muss nackt sein

Zugegeben – wir mussten uns für unseren Besuch im Tahanga nicht die Hüllen fallen lassen. Till und Maditha sind weltoffene Menschen, die auch verstehen, wenn man sich beim Essen nicht seiner Kleidung entledigen will. Damit auch ein breiteres Publikum angezogen wird und das Lokal nicht nur als PR-Gag endet, haben sich die beiden überlegt, dass das Restaurant nur an bestimmten Tagen ganz nackt besucht werden muss. Wer also gerne kreolisch-französische Küche kosten will – der möge vorbeikommen, denn es gibt außer dem verrückten und einzigartigem Konzept in Hamburg auch noch einige andere exotische Dinge zu bestaunen.

Das geschmorte Lamm ist zum Anbeißen! © Tahanga

Hähnchen-Tajine oder exotische Salat-Bowl?

Außer dem Nackt-Konzept hat das Tahanga auch eine Vielzahl von exotischen Speisen zu bieten. Ob die vegetarische Salat-Bowl mit Passionsfrüchten, die einen direkt an einen märchenhaften Strand in der Karibik denken lassen oder die rustikale Variante von geschmortem Lammfleisch. Alle Gerichte sind mit viel Liebe zubereitet – und keine Sorge, die Küchenspezialisten halten sich an die Hygienevorschriften und sind bekleidet. 

Auf der Speisekarte lassen sich leckere Salate mit erfrischenden Kombinationen finden! © Tahanga

Schlürft karibische Träume und feinsten Wein

Abgerundet wird der Abend mit einer interessanten Auswahl von neuseeländischen Weinen aus der Hawke's Bay Region. Wer es ein wenig süßer mag, der kann sich von den tropischen Cocktails überzeugen lassen, die Barkeeper Danny mit Hingabe zubereitet. Im Tahanga bekommt der Sex on the Beach einen ganz besonderen Charme.

Danny mixt an der open Bar unwiderstehliche Cocktails! © Tahanga

TAHANGA

Woher kommt der Name?

Tahanga ist kreolisch und bedeutet ganz einfach "nackt".

Das Restaurant ist mit vielen Souveniren geschmückt. © Tahanga

Kunst & Reisefotos überziehen das Restaurant

Wenn man das Tahanga betritt wird man direkt mit einer Vielzahl von Kunstwerken und Bildern von den Reisen der beiden konfrontiert. Die wunderschönen Strandbilder aus Polynesien oder die Holzfiguren des Asmat-Volkes aus Neuguinea bringen uns in eine neue Welt. Viele der Figuren sind natürlich nicht bekleidet – man erkennt also auch am Dekorativem wohin die Reise führen mag. 

Till & Madithas Reisebilder lassen sich auch überall im Restaurant finden

Till & Madithas Reisebilder lassen sich auch überall im Restaurant finden

Am Freitag oben ohne, Samstag komplett nackt

Wer sich komplett entblößen will – der muss samstags kommen. Hier heißt es dann "Klamotten aus – oder raus!". Freitags geht es etwas weniger blank, da müsst ihr euch nur am Oberkörper frei machen. Die anderen Tage der Woche sind da etwas flexibler, jedoch kann es wöchentlich variieren und ist immer von der Stimmung von Maditha und Till abhängig. "Wir wollen uns nicht an Zeiten und Regeln binden, Freiheit bedeutet nämlich auch Unabhängigkeit."

Also worauf wartet ihr? – Zieht euch aus! © Tahanga

Straßenstimmen

Wir haben gefragt!

WAS HALTET IHR VON DEM KONZEPT?

"Nackte Zahlen, nackte Menschen...mich stört's nicht!" - Hans-Jürgen W. (55), Bankkaufmann

"Dafür bin ich nicht hierher gezogen!" – Luisa (40) kann von ihrer Wohnung direkt ins Restaurant schauen.

"Als wir die Nachricht von der Eröffnung gehört haben, waren wir beide ganz aus dem Höschen!" – Jan (29) und Philline (25) waren auch schon im Pariser Nacktrestaurant.

  • Essen

    Authentisch kreolisch-französische Küche. 

  • Trinken

    Ob nach dem Essen oder einfach nur so: Ihr findet hier eine große Auswahl an guten Weinen und traumhaften Cocktails.

  • Kamera

    Das Fotografieren ist natürlich verboten und man sollte es auch vermeiden sein Smartphone auszupacken.

  • Klamotten

    Klamotten sind an den meisten Tagen verboten. Es gibt extra eine Umkleidekabine und Schließfächer für eure Klamotten. Wenn ihr angezogen vorbeikommen wollt, müsst ihr genau in den Kleidungsplan des Tahangas schauen!

Redaktion