Geschwister Café

Geschwister CaféTradition trifft auf Moderne

Was passiert, wenn zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gemeinsam ein Café eröffnen? Richtig, es kommt ein Geschwister Café dabei raus. Während die ältere Schwester Katrin traditionell bevorzugt, mag es die jüngere Caro eher trendy. Damit könnte die Geschichte der beiden auch schon enden. Doch wie heißt es so schön: Gegensätze ziehen sich an. Der Laden in Eppendorf ist der beste Beweis dafür!

Das Café an der Ecke Geschwister-Scholl-Straße

Alles auf Anfang

Ursprünglich wollten die Schwestern gar kein Café eröffnen. Sie kommen beruflich auch nicht aus der Gastronomie, sondern seien durch und durch BWL, wie Katrin selbst sagt. Doch Anfang 2017 habe die Fläche des roten Klinkerbaus mit den runden, holzverkleideten Fenstern leer gestanden.

Katrin wohnt selbst seit fast einem Jahrzehnt in Eppendorf, gleich um die Ecke ihres heutigen Cafés, und suchte den Kontakt zu dem Vermieter des Ladens. Eigentlich nur, um sich zu erkundigen, was nach längerem Leerstand denn nun einziehen würde. Der Vermieter hingegen fragte Katrin, was sie gern auf der Fläche sehen würde und sie war sich sicher: Es fehlt ein gutes Café im Viertel. 

Kann sich sehen lassen: das Café von Katrin & Caro

Let's do this!

Eine zweiwöchige Verschnauf- und Denkpause später waren sie und ihre Schwester Caro sich dann im Klaren darüber: An der Tarpenbekstraße Ecke Geschwister-Scholl-Straße soll ein Café entstehen, dessen Name nicht stärker auf der Hand liegen könnte: Geschwister Café.

Was für ein hübscher Laden!

Zeitlose Holzverkleidung trifft auf futuristische Lampen

Schon auf den ersten Blick stellt man fest, dass es in erster Linie die Holztöne sind, die sich durch das gesamte Interieur ziehen: eine Holzverkleidung von außen, an der der Name des Cafés prangt, Fenster, in Holz verkleidet, Sitzmöbel aus Holz – und zwar innen und außen. 

Es blüht und grünt!

Flowerpower

Aufgepeppt  werden die ganzen Brauntöne durch bunte, kleine Blumensträuße, die liebevoll auf jedem Tisch drapiert sind und in Regalen sowie auf Sideboards an der Wand ihren Platz gefunden haben. Während die Pflanzen dem Café eine fast mädchenhafte Note geben, sorgen handbeschriebene Tafeln und dekorativ platzierte Limoflaschen für einen heimischen Flair. Die Fließenverkleidung des Tresens könnte man fast als Katrins traditionellen Einfluss deuten während die futuristischen Lampen vielleicht dank Caro eingezogen sind. 

Die Qual der Leckereienwahl

Ein Katerfrühstück, bitte!

Wir waren natürlich nicht verkatert, als wir zu Gast im Geschwister Café waren. Das Katerfrühstück ist bloß der Star der Karte. Und somit ein Muss für uns. Dazu bestellen wir noch einen Dauerbrenner: den Geschwisterkuchen. Außerdem eine hausgemachte Limo, einen hausgemachten Eistee, den bombastischen Eiskaffee und einen Panzanella-Salat.

Was hungrige Herzen lieben

Wir nehmen erstmal einen großen Bissen vom Rührei des Katerfrühstücks, was genau nach unserem Geschmack ist: schön deftig. Eine Scheibe Brot mit selbstgemachtem Frischkäse-Dip, fluffiges Rührei, garniert mit gebratenem Speck, Avocado, Kaffee und als besonderer Clou warme Brühe. Wir könnten jeden Tag so ein Frühstück verdrücken, ganz ohne Kater. 

Guten Appetit!

Homemade und hammerlecker!

Als nächstes ziehen wir den Panzanella-Salat zu uns. Frisches, buntes Gemüse gebettet auf saftigen Salatblättern mit einer Note aus der Toskana durch Pesto, italienische Öle und Mozzarella. Das perfekte Mittagessen für einen warmen Sommertag. Apropos: Zusätzlich zu den Leckereien auf der Karte gibt's einen wöchentlich wechselnden Mittagstisch mit vier Gerichten. 

Das perfekte Mittagessen!

Nussecken nach Omas Rezept

Jetzt sind wir ready für was Süßes und probieren den Geschwisterkuchen: Eierwaffeln als Boden, Sahne-Schmand, rote Grütze geschichtet und gebrannte Mandeln als Topping. Hallöchen, Food-Heaven!

Warum das so lecker schmeckt? Weil die Oma der Schwestern früher eine Bäckerei hatte und die Powerfrauen mit selbst gemachten Kuchen, Torten und anderen Nascherein groß geworden sind. Ihre Lieblingsstücke haben sie ins Geschwister Café mitgenommen – zum Beispiel die Nussecken, die nach altem Familienrezept gebacken werden. Hausgemacht sind übrigens auch die Bowls, Schorlen und Limos. 

Zeit für was Süßes!

Kaffee aus der Heimat

Wir möchten an dieser Stelle nochmal von dem bombastischen Kaffee schwärmen. Der kommt nämlich aus Münster, der Heimat von Caro und Katrin. Aus einer Privatrösterei, wo noch handverlesen wird. Und das schmeckt man! Und als wären die Bohnen nicht eh schon 1A, wird der Eis-Kaffee durch ein mit Schokosauce eingeriebenes Glas verfeinert. Wow! 

Eis-Kaffee mit Schokolade? Oh yes!

Traditionell oder Trendy? Hauptsache lecker!

"Was essen die Hamburger denn eigentlich lieber – traditionell oder trendy?", wollen wir von Katrin wissen. "Beides!", erklärt sie stolz und verrät uns auch gleich, wo die Zutaten für die vielen Leckereien herkommen. Äpfel vom Alten Land, Milch vom Milchhof Reitbrook – die Schwestern achten auf Regionalität, Saisonalität und Bio.

Hübsch, oder?

Ein Traum, der wahr wurde

Die Geschichte des Geschwister Cafés begann mit dem Wunsch nach einem einladendem Nachbarschaftscafé. Während wir mit Katrin draußen sitzen, grüßen uns vorbeilaufende Leute immer wieder freundlich. Wir können nur sagen: Mission completed!

Bis zum nächsten Mal, Katrin & Caro!

Geheimtipp Hamburg

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Lena Müller

Ihre Wohnung in der Schanze könnte Lena niemals hergeben. Wenn sie nicht mit Freunden an den Tresen des Schulterblatts sitzt, dann mit einem Buch im Café. Wie Lena über sich selber sagt, hat sie einen grottigen Filmgeschmack dafür aber einen spitzenmäßigen Musikgeschmack.