Pizzamacherei

PizzamachereiPizza, die Leibspeise der Seebären

Wir haben angelegt, an einem neuen leckeren Hafen! Seit August 2019 hat die Pizzamacherei ein Zuhause in der Eimsbütteler Chausee gefunden. Die kleine Unterwasserwelt mit Ofen gehört Jule, Jacob und Junior. Die drei sind echte Seebären mit einer besonderen Hingabe für das italienische Nationalgericht. Wir sind von Bord gegangen und haben uns schmecken lassen, was uns auf den Teller gespült wurde.

Moin, ihr Landratten!

Wir drücken die meerblaue Tür der Pizzamacherei auf und werden auch schon freundlich von Jule und Jacob begrüßt. Die Philosophie der Pizza-Lover: "Wir wollen es gesund aber bodenständig. Dies bedeutet für uns: Nicht durchzudrehen." Die zwei tragen das wohl bodenständigste Outfit, das man tragen kann: robuste Latzhosen und derbe Boots. Die drei Freunde und mittlerweile stolzen Pizzeriabesitzer haben sich vor mehreren Jahren (selbstverständlich) hinterm Pizzaofen kennengelernt. Dort hätten sie immer montags zusammen gebacken, erzählt Jule uns mit einem verschmitzten Grinsen. Wir können nur erahnen: Das muss eine lustige Zeit gewesen sein.

Abtauchen in der Pizzamacherei.

Pizza, Elbe und Freundschaft

Jule backt schon seit 20 Jahren Pizza in unterschiedlichsten Formen: Restaurant, kleine Feiern oder im privaten Rahmen. Als sie und die zwei Jungs sich einig waren, beruflich alles gesehen zu haben, was nötig sein sollte, um sich selbstständig zu machen, hissten sie ihre Segel und enterten die See der Selbstständigkeit. Jacob kommt ursprünglich aus Neuseeland, Jule und Junior aus Hamburg. Wir sind alle drei richtige Seebären, schwärmt Jule. Logisch, dass man das in der Pizzamacherei sieht. Besonders wichtig ist ihnen, dass ihr Laden ein Familien- und Freundschaftsprojekt bleibt, deshalb sind die drei auch die einzigen Angestellten. Manchmal hilft aber Jules Tochter aus. Das war's. Wir merken: Hier steckt Herzblut drin!

Hey Jule!

Eine Pizza für wirklich jeden Geschmack

#DIY

Jule ist ursprünglich gelernte Tischlerin. Deshalb ist der Großteil des Interieurs in der Pizzamacherei auch im DIY-Stil entstanden. "Alles, was geht machen wir hier selbst. Warum auch nicht, wenn man es selber kann?", wo Jule Recht hat, hat sie Recht! Die Tische sind in Eigenregie upgecycelt, so auch die Lampen. Bei denen fällt uns ein ganz besonderes Detail auf. Sie sind mit kleinen Figuren aus Drähten verziert: Schiffe und Kanus geben ihnen das gewisse Etwas. Natürlich sind auch sie in Handarbeit entstanden. Sie sollen Hamburg und Neuseeland widerspiegeln. Ganz besonders beeindruckt sind wir aber von den Fliesen! Jule, Junior und Jacob haben sie mit maritimen Motiven handbemalt. We like!

#DIY

Handbemalte Fließen! Hier steckt Liebe drin.

Besonders originell: Selbstgemachte Figuren auf den Lampen

Freundlich, familiär und lecker!

So beschreibt Jule die Pizzamacherei

Jeden Tag frisch

In der Pizzamacherei bekommt ihr eure Pizza genauso, wie ihr sie am liebsten mögt – und zwar täglich frisch! Als Grundlage dient immer eine Margarita, die es alternativ auch mit veganem Käse gibt. Tunen könnt ihr sie dann selbstständig mit allem, was euer Herz begehrt. Jule empfiehlt nicht mehr als vier Zutaten pro gebackener Versuchung zu wählen. Wer weniger kreativ ist, hat die Qual der Wahl zwischen den Saisonpizzen. Die drei belegen diese Eigenkreationen dann mit saisonalen Zutaten. Auch beim Pizzabacken gilt: Do it yourself. Jule, Jacob und Junior sind Koryphäen ihres Handwerks, machen den Teig selbst, backen die Pizzen selbst und das täglich frisch, mit ebenso frischen Zutaten. Mhhhh, wie das schmeckt!

Saisonpizzen 2020

Nebra
Ungarische Salami, Paprikasauce, Oliven, Manchego Käse und Panchetta

Haddu Mörchen
Veganer Cheddar, bunter Gemüsemix und Apfelchutney

First Kiss
Chamembert, Cranberries, geröstete Pekannüsse, und Frühlingszwiebel

Njom, Njom, Njom!

Einmal Alles, bitte!

Wir hätten am liebsten alles verputzt, was die Kreationen der Pizzamacherei hergeben. Dann wären wir aber wahrscheinlich geplatzt. Stattdessen entscheiden wir uns für eine Kreation mit Fleisch und eine ohne. Der Pizzateig ist knusprig und dünn. Der Belag umso deftiger. Die vegetarische Pizza belegt Jacob mit Antipasti: Paprika, Tomaten, Zucchini, eine große Portion Rucola und Balsamico. Klingt unspannend? Nicht, wenn Jacob es macht! Wir sind begeistert. Die Pizza ist saulecker, macht satt, geht zum Herzen ohne uns übermäßig zu füllen. Die fleischige Variante schmeckt uns mindestens genauso gut: Salsiccia, Artischocken, Tomaten und ganz viel Käse sorgen für einen unvergesslichen Geschmack und befördern uns straight auf Wolke sieben des Food-Himmels.

Unsere zwei Pizzen

Salsiccia & Artischocken, wie das schmeckt!

Eat Plants, not Friends!

Aufs Wesentliche besinnen

Zwar stehen in der Pizzamacherei bis jetzt ausschließlich Pizzen auf der Karte, aber die sind umso leckerer und kein hungriges Herz verlässt die maritime Welt unzufrieden. "Schon als wir noch umgebaut haben, kamen viele Nachbarn rein, um zu fragen, was wir hier treiben. Heute sind viele von ihnen Stammkunden bei uns. Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen eine persönliche Verbindung zu unseren Kunden", schwärmt Jule. Deshalb könnt ihr bei der Pizzamacherei auch nicht online oder per Telefon bestellen. Klar, könnt ihr eure Pizza mit nach Hause nehmen, dafür müsst ihr aber vorbeikommen. Persönlichkeit ist Jule, Jacob und Junior eben wichtig. It's oldschool and we love it!

Bis zum nächsten Mal!

Überglücklich und satt legen wir am Hafen der Pizzamacherei ab. Unser Fazit: Der Newcomer der Eimsbütteler Chaussee hält, was er verspricht. Die drei sorgen für ein familiäres Ambiente ohne viel Schnickschnack, in dem aber jeder auf seine Kosten kommt. Und das ist, was ihnen etwas bedeutet: Hier soll jeder seinen Platz finden. Deshalb vereint die Karte jeden einzelnen Geschmack der drei. Eine Bodenständigkeit, die uns verzaubert hat. Wir werden in jedem Fall unsere Segel wieder hissen und zurück segeln auf Pizza und Schnack zu Jule, Junior und Jacob.

Geheimtipp Hamburg

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Lena Müller

Ihre Wohnung in der Schanze könnte Lena niemals hergeben. Wenn sie nicht mit Freunden an den Tresen des Schulterblatts sitzt, dann mit einem Buch im Café. Wie Lena über sich selber sagt, hat sie einen grottigen Filmgeschmack dafür aber einen spitzenmäßigen Musikgeschmack.