Gebt Kiffern eine Schanze!

Gebt Kiffern eine Schanze!Ab heute: Legales high life in Hamburgs Szeneviertel

It's happening! Die Prohibition ist vorbei: Nun wird die Schanze nach Angaben der Hamburger Behörde für Raumordnung und dem dazugehörigen Komitee für Botanik auch offiziell zum "Areal für legalen Cannabiskonsum". Ab heute darf Marihuana ganz offen und legal in einem bestimmten Hamburger Einzugsgebiet konsumiert werden. Doch bevor alle fröhlich drauflos kiffen, gelten auch bei diesem Beschluss ein paar wichtige Regeln! 

Der erste Coffeeshop, Longpaper Spender in der ganzen Stadt und die erste Plantage direkt in der Schanze! Wir beschäftigen uns schon seit geraumer Zeit, sowohl beruflich als auch privat, mit dem Thema der Legalisierung von Marihuana und sind gespannt, was die Lockerungen nun für die Schanze bedeuten. 

Wir haben über ein Jahr mit Persönlichkeiten, Befürwortern, Kritikern und Experten gesprochen und verkünden heute nicht ganz ohne Stolz, dass unsere Recherche und Gespräche als meinungsbildendes, informatives und einflussreiches Stadtmagazin einen mächtigen Beitrag zu dieser kulturellen Entwicklung beigetragen hat! Endlich hat das Thema die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient! In der Schanze wird sich ab heute so einiges verändern.

Die erste Kifferzone Hamburgs

Was jetzt legal ist

  • Innerhalb der Sternschanze dürfen Volljährige Marihuana in der Öffentlichkeit und im Eigenheim legal konsumieren.

  • Es ist legal, eine Menge von bis zu 15 Gramm innerhalb der Zone bei sich zu tragen.

  • Anwohner der Zone dürfen bis zu 10 Pflanzen für den Eigenbedarf anbauen.

  • Für den gewerblichen Gebrauch muss eine Lizenz erworben werden.

Legalisierter Bereich

Der erste Coffeeshop

Jeroen van Vries erfuhr von dem Vorhaben, als sich zwei unserer Mitarbeiter für Recherchezwecke ein Wochenende in Amsterdam und in den dortigen Coffeeshops informierten und unter ärztlicher Aufsicht (Zahnärztin Dr. med. Sabine Jolle) die Qualitäten des Marihuanas überprüften. Er war sofort Feuer und Flamme und in der Lage, das leere Grundstück auf dem Schulterblatt zu pachten und wird dort nun mit Einsetzen des Beschlusses den ersten legalen Coffeeshop Hamburgs eröffnen.

Die Idee: Zwei alte Zugwagons werden zu einem gemütlichen Etablissement umfunktioniert. Der Name des Coffeeshops: Zug um Zug. Es wird ein Ort zum Verweilen, mit Sofaecken, einer kleinen Bar mit Getränken, Cookies und natürlich dem feinstem Gras aus aller Welt. In den warmen Jahreszeiten kann auch auf der hölzernen Terrasse entspannt werden. Ein Geheimtipp, den wir euch nicht vorenthalten möchten!

Het maken van hamburg plek waar de rook van marihuana legaal is, is een slimmere, de zeitgeis aangepast verhuizing. Niemand wil om daar te zijn.

van Vries

Der "Zug um Zug"

Jeroen van Vries, Inhaber von "Zug um Zug"

Longpaper Spender

Als OCB von dem Vorhaben erfuhr, war man sofort begeistert und wollte mit auf den Zug aufspringen! Nach einem Brainstorming bei Schokolade und Snow White stand das Projekt: OCB und Geheimtipp Hamburg werden in Kooperation an verschiedenen öffentlichen Orten in Hamburg kostenlose Longpaper Spender anbringen! Die ersten Spender werden simpel und einfach zu bedienen sein, aber OCB ist bereits in Gesprächen mit BOSCH, um gemeinsam einen hochwertigen Automaten zu entwickeln. Wir sind gespannt und halten euch auf dem Laufenden. 

Der vorläufige Longpaper Spender

Der Papes-Prototyp in Aktion

Das Gras aus der Schanze

Deutschlands bekanntester Cannabis Züchter Gerd Nähr war sofort für das Projekt „Schanzenhecke“ zu begeistern. Die erste Plantage in der Schanze soll, wenn möglich, gut geschützt im Schanzenpark angelegt werden. Botaniker und Sicherheitspersonal sind bereits angestellt und werden durch Schulungen von Nährs Team auf den Job in der Schanze vorbereitet. „Das Gras selber soll den Namen Schanzenhecke tragen. "Momentan wird geprüft, ob Cannabis Indica oder Itativa Pflanzen besser für die Plantage geeignet sind“, so Nähr. Man müsse die Produktion professionell und effektiv angehen und erst sehen, wie das Hamburger Klima mitspielt. Im Juli schon soll voraussichtlich die erste Ernte möglich sein!

Straßenstimmen

Wir haben uns in der Schanze ein wenig umgehört und Anwohner und Passanten nach ihrer Meinung zu Hamburgs erster Kifferzone gefragt: 

Ursula F. (59) aus Othmarschen: „Das finde ich gar nicht gut! Die Jugend wird ihre Ziele aus den Augen verlieren und in der Gosse landen.“

Polizist Otto B. (43): „Gilt das auch für die 30 Kilo, die noch in der Asservatenkammer auf der Wache liegen?“

„Endlich wird legalisiert, was hier ohnehin schon alle machen“, freuen sich Marie und Joana.

„Kiffen macht dumm“ sagt Leonhardt, der lieber Vodka Redbull trinkt.

Ursula F.

Marie und Joana

Leonhardt

Redaktion