Hirschpark Ein Wildgehege mit Blick auf die Elbe

Der kleine Park an der Elbchaussee lockt uns mit seinen liebevoll angelegten Gärten und urigen Waldwegen regelmäßig in Hamburgs Westen. Hier schlendern wir neben anderen Besuchern und zahlreichen Vierbeinern vorbei an alten Bäumen, Hecken und dem hübsch angelegten kleinen Teich, lassen Hektik und Stress des Alltags vor den Toren des Parks zurück und verlieren uns in dem kleinen Stück Natur. 

Willkommen im Hirschpark

Lindenalleen und Reetdach

Über die beeindruckende ursprünglich vierreihige Lindenallee geht es in Richtung Witthüs, eine kleine reetgedeckten Teestube, die hier bereits seit 1800 eingebettet in einem malerischen Bauerngarten zum Verweilen einlädt. Von hier blickt man direkt auf das alte klassizistische Landhaus des Hamburger Kaufmanns Johann Caesar IV Godeffroy. Dieses wunderschöne Bauwerk ließ Godeffroy seinerzeit von dem berühmten Architekten Christian Frederick Hansen entwerfen. Heute dient es einer Tanzschule als Sitz.

Was für ein traumhaftes Anwesen.

Die Geschichte eines Landschaftsgarten

Godeffroy erwarb das Grundstück, auf dem sich bis heute der Hirschpark befindet, 1786 bei einer Auktion. Damals wurde der Park als Landschaftsgarten gestaltet. Die weiten Wiesenflächen, alleinstehenden Bäume, hübsch angelegten Baumgruppen und vielen kleinen Waldbereiche sind typische Elemente für diesen Gartenbaustil. Verbunden werden sie durch ein Wegesystem, auf dem man immer wieder innehalten und die Aussicht genießen kann.

Ein ausgezeichneter Elbblick

Wir machen uns auf den Weg durch eines der dicht bewachsenen Waldgebiete des Parks. Und umgibt eine herrliche Stille und der frische Waldduft lassen uns das Drumherum schnell vergessen. Bis die Brise auf einmal steif wird und siehe da: die Elbe! Vom Rande des Parks hat man eine fantastische Aussicht auf diesen wunderbaren Fluss, der hier langsam breiter wird.

Hallo Herr Hirsch

Die Krönung: natürlich das Wildgehege. Hier lassen sich Rehe, Hirsche, Pfauen und Enten beobachten. Am namensgebenden Hirschgatter, das bereits 1860 angelegt wurde, kann man sich stundenlang aufhalten und das Wild beobachten. Nur der Hirsch lässt bei unserem Besuch auf sich warten; er hat wohl keine Lust auf Kameras. Und auch die Pfauen wollen ihr Federkleid heute leider nicht für uns ausbreiten. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück!

Könnt ihr die Hirsche und Rehe entdecken?
Die Wege lassen sind gut befestigt und somit beispielsweise auch mit einem Rollstuhl befahrbar.
Im Herbst gibt es hier ein richtiges Farb-Spektakel zu sehen.
Die weiten Wiesen eignen sich übrigens perfekt zum Toben mit eurem Vierbeiner.

Unser Fazit

Der Hirschpark ist auf jeden Fall ein Besuch wert, wenn ihr Hamburgs wilden Westen erleben wollt oder heimlich drüber nachdenkt, in diese schicke Nachbarschaft zu ziehen. Hier könnt ihr nicht nur durch die im französischen Stil angelegten Schaugärten lustwandeln, sondern vor allem einen ausgezeichnetem Ausblick auf die Elbe genießen. Kleiner Geheimtipp zum Abschlus: Auf dem Geesthang befindet sich etwas versteckt ein kleiner Aussichtspunkt, wo die Sicht besonders atemberaubend ist. 

Was für ein Anblick! Wir kommen wieder!