JILL

JILLPizza Neapolitana in der Schanze

Im Herzen des Schanzenviertels steckt in einem Restaurant ganz viel Herzblut drin: Bei JILL sind wir auf den Geschmack der Pizza Neapolitana gekommen. Wir haben uns mit Inhaberin Jill auf eine ihrer Pizzakreationen getroffen und mal genau hingehört, woher ihre Liebe zur Pizza kommt. 

Rom vs. Neapel

Jills Lachen ist gewinnend. Bevor sie anfängt von ihrer Leidenschaft zur Pizza Neapolitana zu erzählen, hat sie uns schon durch ihre strahlende Art überzeugt. Mitte Juli 2016 hat sie sich in der Bartelsstraße mit ihrer Pizzeria niedergelassen und sorgt seitdem für ein Pizzaerlebnis der besonderen Art in der Hansestadt. Denn die neapolitanische Pizza ist in Hamburg alles andere als üblich. Während wir hier von der römischen Art (knusprig und dünn) überflutet werden, gibt es nur wenige Pizzabäcker in Hamburg, die sich der fluffigen Variante verschrieben haben. 

"Es war Liebe auf den ersten Biss."

Jill Bittner

Das Geheimnis der Neapolitana

Seitdem sie 14 Jahre alt ist, ist Jill Bittner in der Gastronomie tätig. Der Schritt in die Selbstständigkeit war schon früh klar, doch das Konzept eher weniger. Der ursprüngliche Plan galt dem Burger, doch als die Burgerwelle über Hamburg schwappte, musste schnell ein neuer Gaumenschmaus her. Ein Freund wusste Abhilfe: Pizza – aber nicht irgendeine. 

Jill hat ihre Begeisterung voll und ganz in der neapolitanischen Variante der Pizza gefunden. Bei ihr stehen ausschließlich italienische Pizzabäcker hinter dem imposanten Pizzaofen – der natürlich in Neapel handgefertigt wurde. Der Pizzateig ruht vor der Verarbeitung 48 bis 72 Stunden. Danach ein wenig südländisches Temperament, eine Prise Liebe und einen Hauch Experimentierfreudigkeit und die Pizza wird bei feurigen 500 Grad mit italienischer Expertise für nur 60 bis 90 Sekunden in den Ofen geschoben. 

Je weniger desto besser

Das Geheimnis einer guten Pizza: Schmeckt die Margherita, dann sitzt alles andere auf der Speisekarte sowieso. Teig, Tomatensauce und Käse müssen im perfekten Einklang sein, dann stimmt auch der Rest. In Neapel selbst ist die Margherita und die Marinara alles, was ein pizzaliebender Neapolitaner braucht, erklärt uns Jill. Ihre Lieblingspizza ist somit natürlich auch die Margherita. Und die Spinat. "Aber nur, wenn man nicht auf einem Date ist", fügt sie wieder charmant lachend hinzu. 

Und da die Expertin gesprochen hat, wünschen wir uns die Margherita auf den Teller und nehmen noch eine Capra dazu: mit Ziegenkäse, roten Zwiebeln, Ziegenkäsecreme, Kürbis, Honig, Rosmarin, Birne und Rucola. "Ich kann nur frisch" sagt Jill und wir schmecken es sofort. Noch nicht mal einen Tiefkühler hat sie in ihren Lagerräumen stehen. Frische, Qualität und eine Zubereitung mit Sinn und Verstand sind die Standards, nach denen hier gearbeitet wird. 

Zutaten aus der Region oder Italien

Das Geheimnis von Jill jedoch: Sie weiß, welche Zutaten man braucht, dass selbst die Italiener hier zu Stammgästen werden: San Marzano Tomaten, Käse aus Kampanien und sogar 80 % ihres Fleisches bekommt sie aus der Toskana. Der Mozzarella wird jeden Montag eigens für Jill in einer kleinen Molkerei, welche von zwei Schwestern betrieben wird, in den Bergen Italiens produziert. Jeden Donnerstag wird direkt nach Hamburg geliefert. Ihr merkt: Qualität und Frische stehen wirklich ganz oben. So schmeckt also Italien! Auf der Frage nach ihrem Italienbezug und ihren Italienreisen, muss Jill wieder schelmisch lachen: "Habe ich nicht!" 

Umgeben sind die ganzen frischen, kreativen Ingredienzen von einem gemütlichen Ambiente, das echte Schanzengänger schon in der Früh genießen können. Jill bietet unter Woche ein abwechslungsreiches Frühstück an, das Veggies, Veganer, Süße oder gar Salzige glücklich machen wird. Ihr Katerfrühstück beinhaltet nämlich Rollmöpse, Heringssalat und gar ein kleines Bier.  

Ich liebe Pizza und eben Weine und Gin Tonic. Deswegen steckt bei allem der Funke Leidenschaft drin."

Jill Bittner

Hohes Lob von Gastro-Nachbar Tim Mälzer

Neben Jills 14 Pizzen und den vielseitigen Frühstücken, die sie momentan auf der Karte hat, hat sie aber noch mehr auf Lager. Drei Salate, die klassischen Nachtische wie Tiramisu und Panna cotta runden ihr Angebot ab. Ihr Caprese ist übrigens besser als das von Tim Mälzer – das sagen aber nicht wir, sondern der Starkoch höchstpersönlich! 

Bei eurem nächsten Besuch bei JILL steht also fest: einmal Caprese, einmal Margherita, einmal Nachtisch. Dann natürlich einen der 20 offenen Weine (hiervon gerne mehrere Gläser), die Jill anbietet und einen (hier übrigens auch gerne mehrere Gläser) der berühmt und berüchtigten Gin Tonics, die hier gemixt werden. 


Kleine Checkliste:

  • Spezialität des Hauses:

    Black Beauty! Der Teig ist mit Aktivkohle angereichert. Momentan ist sie leider ausverkauft, aber auf diese Schönheit solltet ihr achten. 

  • Öffnungszeiten:

    Frühstück Mo-Fr 7:30-11:30, Pizza bis 22:30, freitags bis 23:30Frühstück am Wochenende 8:30-11:30, Pizza bis 23:30, sonntags bis 22:30

  • Gastgeber:

    Jill Bittner, Sonnenschein und Italienerin im Herzen. 

  • Plätze:

    Ca. 60 Plätze, im Sommer kommen nochmal 100 Plätze draußen hinzu.

  • Unbedingt probieren:

    Alle ihrer Gin-Tonic-Varianten! 

  • Kann man mich mieten?

    Ja! Auf Anfrage kann man hier feiern. 

  • Unsere Lieblingsecke:

    Im Sommer werden wir jede Mittagspause in ihrem Hof abhängen. 

Merle Hagelüken

Merle ist ein absolutes Nordlicht: Aufgewachsen an der Ostsee geht sie mittlerweile in Hamburg auf Entdeckungstour. Sie liebt den Hafen, das Wasser und findet in jeder Ecke das Besondere!