Stockholm Espresso Club

Stockholm Espresso ClubBarista-Expertise im schwedischem Kaffeambiente

Eine Bosco Handhebelmaschine, feinste Kaffebohnenröstung und Pancakes mit Franzbrötchen-Geschmack. Der Stockholm Espresso Club lohnt sich nicht nur für Filterkaffee-Fans. Also ab in die Regenjacken und los geht der schwedische Kurztrip – låt oss gå!

Weißes Interieur, schwarze Tafeln – selbst die Tassen fühlen sich nordisch an.

DJ oder Barista?

Wir betreten den gemütlichen Laden und treffen dort David Vahabi. Der gebürtige Schwede gründete 2013 zusammen mit Benjamin Link den Stockholm Espresso Club. Davids Vita ist so vielfältig wie die Getränke Auswahl seines Ladens – beeindruckend! Vom Nachtleben als DJ machte David sich sein Koffein-Wissen zunutze und erlernte den Barista Beruf. Wir lassen unsere Blicke über die ausgiebige Karte schweifen und David erzählt uns ausführlich, was es mit dem schwedischen Namen auf sich hat. Denn nicht nur er hat schwedische Wurzeln, auch seine fürsorglich ausgewählten Bohnen werden in Helsingborg in der Kaffeerösterei Koppi verarbeitet.

David erzählt uns über ihren Filterkaffee – sein Element!

Immer Zeit für einen Plausch

Während des Gesprächs schneien immer wieder neue Coffee-Lover in den Laden rein, die David persönlich mit Handschlag und breitem Grinsen begrüßt. Als wir grade die außergewöhnlichen Tassen umschwärmen, betritt Hanadi das Café. Sie ist Illustratorin, tätowiert und hat mit David zusammen die Tassen designet – fancy!

Morgens ist es hier wie in der Lindenstraße. Die üblichen Verdächtigen kommen immer vorbei.

David, Besitzer vom Stockholm Espresso Club

Eine Bosco Handhebelmaschine – natürlich hochglanzpoliert.

Kleine Kaffee-Kunde

Rund um: Handhebelmaschinen!

Die Bosco Handhebelmaschine ist wohl der Porsche 911 unter den Espresso-Maschinen. Sie funktioniert über eine traditionelle Hand­hebel­technik. Zuerst bringt das einfließende Wasser das Kaffeepulver ohne Druck zum Quellen, danach wird das Wasser mit stetig abnehmendem Brühdruck von einer Stahlfeder durch das Espressopulver gepresst.

Signore Boscos, gebürtiger Neapolitaner, produzierte pro Jahr nur 30 Stück von den begehrten Maschinen – alle handgefertigt!

Ganz große Kaffee-Liebe!

Nach dem ersten Gespräch über Röstung, Bohne und der einzigartigen Maschine, wird uns die erste Kaffee-Variation serviert: ein klassischer Cappuccino. Trotz der Milch schmecken wir die milden Bohnen und die geringen Bitterstoffe deutlich heraus. Auch überraschend ist die Temperatur des Heißgetränkes. Wiedererwartend ist es nicht heiß, sondern hat eine angenehm warme Trinktemperatur. David erklärt uns, dass ein Cappuccino eigentlich kein klassisches Heißgetränk ist, sondern ein Warmgetränk, welches zum sofortigen Schlürfen gedacht ist – das lassen wir uns nicht zweimal sagen!

Die Filterkaffee Renaissance

Nach unserem ersten Cappuccino, einem unglaublich cremigen Chai-Latte und einer frischen Rharbaberschorle fragen wir nach der Stockholm-Espresso-Club-Spezialität. Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: Der Filterkaffee aus dem Stockholm Espresso Club soll überragend schmecken! Um uns zu beweisen, dass Filterkaffee schon lange nicht mehr der bittere Großraumbüro-Kaffee ist, den wir kennen, stellt sich David einfach selbst hinter die Theke und bereitet einen Filterkaffee mit milder Bohne zu.

Der Barista übergießt das Pulver mit 96 Grad heißem Wasser.

Schlürfen und schmecken

Dabei beobachten wir jeden einzelnen Schritt – denn der Kaffee-Gourmet arbeitet selbst bei Filterkaffee akribisch perfektionistisch. Nach dem mahlen der Nano Challa Bohnen, kommt das Pulver in einen Filter und wird dann mit exakt 96 Grad heißem Wasser kreisend übergossen. Sobald der Filterkaffee durchgelaufen ist, wird er in ein Reagenzglas umgefüllt, um den Geschmack besser zu leiten.

Jetzt folgt das große Finale. Jeder von uns bekommt einen kleinen Schluck in eine Art-Cup-Tasse und dann wird geschwenkt und geschlürft was das Zeug hält – nicht schön für die Ohren, aber umso besser für den Mund. Yummy!

Ran an die Tassen – es wird lecker!

Die Verkostung aus dem Reagenzglas folgt sofort. Lasset das Schlürfen beginnen!

Ein guter Tag für richtig guten Kaffee!

Franzbrötchen Pancakes – say what?!

Nach dem großen Filterkaffee-Tasting serviert uns die Küche noch eine Spezialität,die sich sehen lassen kann. Drei riesige Pancakes werden uns vor die Nase gestellt und erfüllen den Raum mit einem köstlichen Zimt-Geruch. Der Duft hält, was er verspricht: Zimtsirup, frische Beeren und ein fluffiger Teig bilden die perfekte Symbiose zu unserem sanften Filterkaffee. Zu dritt lässt sich die großzügige Portion gut vernaschen und ist die perfekte Grundlage für einen koffeingeladenen Tag – oder wie David sagen würde: progressive Stunden mit bitterfreien Minuten und extraktionsstarken Sekunden!

  • Wie hinkommen?

    Am besten ihr fahrt mit dem 6er oder 25er Bus zur Gertigstraße oder Goldbekplatz. Von dort aus sind es nur fünf Gehminuten zum Café.

  • Was bestellen?

    Unsere Empfehlung: Auf jeden Fall die Pancakes – ZIMTLIEBE! 

  • Für wen?

    Für eure Kaffee-Freak-Freunde und alle mit denen ihr seid langem mal wieder deliziös frühstücken möchtet.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Cappu!

Goldherz

Kaffee, Frühstück & Lunch mit ganz viel Liebe

Dahlina-Sophie Kock

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Leonie Henze

Vom Gude zum Moin! Leo kommt aus dem schönen Hessen und ist jederzeit bereit, mit ihrem Fahrrad gegen nordische Windböen anzukämpfen. Wenn sie erst mal auf dem Sattel sitzt, erkundet sie in Hamburg am liebsten indische Restaurants und kleine Eisläden.