TEIKEI Der vielleicht nachhaltigste Kaffee der Stadt

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Gibt es ein Café, das seine Kaffeebauern mit Namen kennt? Seine Bohnen 100 Prozent klimafreundlich nach Deutschland schippert? Und nur saisonale, regionale und bio-zertifizierte Lebensmittel verwendet? Seit September 2019 können wir all diese Fragen mit einem lauten „JA!“ beantworten – denn da hat das TEIKEI Café von Designer, Kaffeeexperte und Social Entrepreneur Aaron eröffnet.

Das ist das Ding: Das TEIKEI Café in der Markstraße!
Das ist das Ding: Das TEIKEI Café in der Markstraße!

Ein Café mit Geschichte

Das TEIKEI Café ist erst ein paar Tage alt, als wir an diesem herbstlichen Vormittag in die Markstraße radeln. Noch bevor wir den Laden von Aaron betreten, fällt uns der große Schriftzug auf der Fensterfront auf. In riesigen Lettern prangt dort das Manifest des Cafés. Es geht um solidarische Landwirtschaft, biodynamische Standards und Segel- statt Containerschiffe. Okay, das wollen wir unbedingt genauer wissen! Voller Neugier marschieren wir in Richtung Theke, wo Aaron gerade Kuchen backt.

Aaron und Hermann am Werk.
Aaron und Hermann am Werk.

Das Projekt hinter dem Café TEIKEI Coffee

Hinter dem Café von Aaron steckt die Non-Profit-Organisation TEIKEI Coffee, die vor rund 3,5 Jahren von seinem Vater gegründet wurde. Papa Hermann hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Bauern in Mexiko eine solidarische Landwirtschaft aufzubauen. Dabei schließen sich Menschen zusammen, um gemeinsam Landwirtschaft zu finanzieren. In Japan wurde das schon vor Jahrhunderten gemacht und Teikei [taikei] genannt.

Das Projekt liefert aber nicht nur den Namen für Aarons Café, sondern auch die Bohnen. Die werden von Hand gepflückt, klimaneutral mit dem Segelschiff nach Deutschland transportiert und im Seevetal geröstet.

Kaffee, Kaffee und nochmal Kaffee!

Aaron will TEIKEI Coffee zu uns in die Hansestadt bringen. Hamburg soll nicht nur das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft kennenlernen, sondern auch den enormen Qualitätsunterschied schmecken. Deshalb gibt’s in der Marktstraße 25 Kaffee in all seinen Farben, Formen und Facetten: vom hochwissenschaftlich zubereiteten Filterkaffee über Cappuccino mit Latte Art bis hin zu abgepackten Arabica-Bohnen für zuhause. Wer Kaffee mag, wird das TEIKEI Café lieben, versprochen!

Frisch aufgebrühter Filterkaffee bei TEIKEI.
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Ein kleiner Crashkurs Was ist solidarische Landwirtschaft?

Das Prinzip ist eigentlich ziemlich simpel: Verbraucher*innen finanzieren dem Bauern seinen Anbaubetrieb und teilen sich im Gegenzug die Ernte. Erträge und Ernterisiken werden also solidarisch aufgeteilt. So ist der Bauer unabhängig vom Markt und seinen Schwankungen und der Konsument weiß genau, wo seine Lebensmittel herkommen.

Mit dieser Philosophie kann man natürlich nicht nur Kaffeebohnen anbauen. Der Buschberghof in Schleswig-Holstein wirtschaftet zum Beispiel schon seit Jahren so und liefert Obst, Gemüse, Brot, Käse & Co. für die Gemeinschaft – und seit Kurzem auch für das TEIKEI Café!

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Gemüse, Käse, Orangensaft und cremiger Cappuccino, was will man mehr?
Gemüse, Käse, Orangensaft und cremiger Cappuccino, was will man mehr?
Hier wird immer frisch gebacken!
Hier wird immer frisch gebacken!

Mit Liebe und Demeter-Zutaten gemacht

Zu Kaffee gehört auch Kuchen. Den backt Aaron immer frisch und mit saisonalem Obst vom Buschberghof bei Hamburg. Im Herbst gibt’s zum Beispiel Apfel-Dinkel- oder Schoko-Mandel-Kuchen und leckere Dinkel-Schoko-Kekse. 

Herzhafte Herzen schlagen bei Aarons Sandwiches höher: Ein richtig festes Dinkelbrötchen, bestrichen mit mediterraner Butter, belegt mit gebackenem Gemüse und getoppt mit cremigem Käse und einem Löffel Tomaten-Chutney! Heidewitzka! Alle Zutaten kommen aus der Region und haben Demeter-Qualität – damit tut ihr nicht nur eurem Gaumen was Gutes, sondern auch der Umwelt.

Im Karoviertel zu Hause.
Im Karoviertel zu Hause.

Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass der Laden wohl nirgends so gut hinpassen würde wie ins Karoviertel!

Aaron über sein neu eröffnetes TEIKEI Café im Karoviertel

We like!
We like!

Der Style? 1A!

Bevor Aaron begann, Kuchen zu backen und Filterkaffee zu kochen, hat er in Münster Design studiert und in einer Hamburger Designagentur gearbeitet. Darum überzeugen uns nicht nur seine Kaffeekreationen, sondern auch sein Style: schicke schwarze Möbel, hübsche Pflanzen und – jetzt kommt das Beste – ein Fußboden in Hellrosa!

Dass er im Karoviertel gelandet ist, war allerdings reiner Zufall. Eigentlich wollte Aaron eine Rösterei aufmachen, doch als er die Location in der Marktstraße sah, schmiss er seine Pläne um und plante ein Café. „Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ein TEIKEI Café nirgendwo in Hamburg so gut passen würde wie hier“, erzählt er uns. Oh ja – wie recht du hast, Aaron!

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Wir kommen wieder!

Zwei Stunden, drei Kaffee und unzählige Antworten später, beschäftigt uns jetzt nur noch eine Frage: Wie schaffen wir es, jetzt täglich auf einen Cappuccino im Karoviertel vorbeizuschauen? Bis bald Aaron, Hermann und TEIKEI – wir sind Fans von euch und eurem Konzept!