Willkommen im Granat Fine Dining für alle!

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Mitten im Herzen Ottensens haben wir einen Hamburger Newbie besucht, der uns richtig von den Socken gehauen hat. Das Granat ist eine Kombination aus Restaurant und Bar und macht ganz schön was her. Auberginefarbene Wände, das Spiel mit Naturmaterialien und die warme Beleuchtung sind ein wahrer Blickfang. Doch dieser Laden sieht nicht nur gut aus, auch kulinarisch hat das Granat echt was auf dem Kasten.

Was euch hier erwartet:

Im Granat müsst ihr euch nicht entscheiden. Denn die Location ist in eine Bar und ein Restaurant aufgeteilt – Food und Drinks gehören hier zusammen wie Hamburg und die Alster.

Keine Sorge, hier verhungert niemand. Denn auf der Speisekarte gibt es immer vier Vorspeisen, vier Hauptgerichte und drei Desserts. Eine von den vier Möglichkeiten ist immer veggie und eine immer vegan.

Die Karte des Granats wechselt zwar etwa alle zehn Tage, aber was es hier immer gibt, ist das täglich frisch gebackene Brot und die selbst gemachten Laugenstangen – einfach göttlich.

Wieso eigentlich Granat?

Aber bevor wir einen Abstecher zu Küchenchef und Inhaber Tim in die Katakomben der Kulinarik machen, schauen wir erst einmal auf die Entstehungsgeschichte der Dining Location. Man könnte die Story beginnen mit „Happy Birthday Opi“, denn im Laufe eines Grillabends anlässlich des 80. Geburtstages von Tims Opa ist die Idee mithilfe einiger Gin Tonics so richtig ins Rollen gekommen. Und Schwupps wurde aus einer ehemaligen Boutique ein nicer Mix aus Bar und Restaurant. Okay, ganz so schnell ging es dann doch nicht, denn dem gelernten Koch und seinem Kumpel wurden ein paar Steine in den Weg gelegt. Statt den geplanten drei Monaten Umbau hat sich das ganze über ein Jahr gezogen und aufgrund des Lockdowns mussten die Inhaber selbst die Räumlichkeiten komplett entkernen und renovieren. Als die Fertigstellung endlich in Sicht ist und das Grundkonzept einzieht, kommt Tims Schwester mit dem Namensvorschlag ‚Granat‘ um die Ecke – die Naturmaterialien im Laden haben sie dazu inspiriert.

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„Unser besonderes Konzept von Restaurant und Bar in einem gibt es so in Hamburg bislang nicht!“

Tim Vetter, Küchenchef und Inhaber

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Tims flexible Küche

Bevor das Projekt Granat auf seiner Agenda stand, ist der gelernte Koch acht Jahre lang von Land zu Land gezogen: Die Schweiz, Südafrika, Japan und viele weitere Kulturen hat Tim besucht. Sein Handwerk hat er am Tegernsee erlernt, in einem Hotel mit drei verschiedenen Küchen: Eine Sterneküche, eine Hotelküche und eine bayrisch gehobene Küche. Bei seinem eigenen Baby legt er besonders viel Wert auf tolle Produzenten aus der Region. Das Fleisch kommt vom Metzger aus dem Oldenburgerland, der Fisch immer frisch von der Küste und sein Gemüse bezieht er von Demeter-Höfen aus dem Hamburger Umland. Auf der Speisekarte, die etwa alle 10 Tage wechselt, findet man jeweils vier Vorspeisen und vier Hauptspeisen, immer eine Fisch, Fleisch, vegetarische oder vegane Variante – hier ist also für jeden etwas dabei! Auch die Nachspeisen gibt es in vegan und vegetarisch, damit auch ja keiner auf den süßen Abschluss verzichten muss. Was die Richtung seiner Küche angeht, möchte Tim sich nicht festlegen, er setzt auf die Flexibilität, die ihm bleibt, wenn er dem Ganzen keinen Stempel aufdrückt. Von mediterran über Levante bis französisch findet man hier alles.

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„Das macht Spaß – du bekommst tolle Ware, siehst sie, du riechst sie und kreierst damit etwas ganz Neues.“

Tim Vetter, Küchenchef und Inhaber

Das Konzept und die Visionen für die Zukunft

Die wichtigste Message, die Tim und sein Geschäftspartner mit ihrem Lokal vermitteln wollen, ist, dass Fine Dining etwas für alle sein sollte. Egal ob Studi, Foodie, die alleinerziehende Mama, die mal eine Auszeit braucht, oder der, der es gewohnt ist, für gutes Essen und gute Drinks mal tiefer in die Tasche zu greifen. Denn die Speise- und die Getränkekarte sind so aufgebaut, dass hier jeder hereinspazieren kann.

Auch wenn Tim selbst in einer Sterneküche gelernt hat, möchte er seine Gäste nicht nur mit Stäubchen, Kräckern und Schäumchen beglücken, sondern auch verständliche Kulinarik anbieten. Trotzdem sollen diejenigen, die für die Extravaganz kommen, nicht darauf verzichten müssen – wie gesagt, Tim mag es flexibel. Das etwa zehn Wochen alte Restaurant hat sich in der kurzen Zeit auf jeden Fall schon einen Namen in Hamburg gemacht, aber das Team wünscht sich für die Zukunft, seine Vorzüge noch mehr nutzen zu können. Schon bald soll es hier Livemusik und ganze Menüs mit Cocktailbegleitung geben. Und auch Tims Lieblingsplätze, nämlich die drei großen Tische direkt am Fenster, sollen zukünftig ihren eigentlichen Sinn erfüllen: Völlig Fremde, die allein kommen, zum Essen und Schnacken zusammenbringen. Eine schöne Philosophie finden wir!

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