Jellyfish

JellyfishSeafood in seiner ganzen Pracht!

Es ist ein Nachmittag im Spätsommer, als wir uns auf den Weg zu einer Gastroperle in unserer Nachbarschaft machen: Jellyfish in der Weidenallee. Tunfisch-Tartar, Carpaccio vom Pulpo, Gewürzlachs – der Lokal-Name ist hier Programm. Und als Fisch-Liebhaber können wir es kaum erwarten, diese köstlich klingenden Gerichte zu probieren.

Gerichte, die uns begeistern!

Herzlich Willkommen im Jellyfish

Als wir das Restaurant betreten, kommt direkt Restaurantleiter Patrick Ufer auf uns zu und begrüßt uns herzlich: „Willkommen im Jellyfish!“ Inhaber Stefan Fäth wirbelt noch in der Küche – deshalb setzen wir uns draußen an einen sonnigen Tisch, um die Karte zu studieren und den lauen Spätsommerabend zu genießen. Kurz darauf werden wir auch schon von Patrick mit zwei Gläsern Vino und einem „Jelly Summer Apéro“ versorgt und geben unsere Bestellung auf, während uns der Duft von Rosmarin und Crément in die Nase steigt.

Vom stellvertretenden Küchenchef zum Inhaber

Das Jellyfish ist bereits seit einigen Jahren in der Weidenallee beheimatet. Stefan hat das Restaurant im September vergangenen Jahres übernommen und nach einigen Renovierungsarbeiten in neuem Glanz wiedereröffnet. „Ich hatte bereits einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, mich selbstständig zu machen. Als ich dann erfahren habe, dass das Restaurant hier frei wird, war für mich schnell klar: Ich mach das. Und innerhalb von vier Wochen entstand hier ein richtiger Wohlfühlort!"

Inhaber Stefan Fäth erzählt von seinen ersten Kocherlebnissen.

Wie wird man Koch?

Die Geschichte einer Leidenschaft

Auf einem Bauernhof in Unterfranken aufgewachsen, stand Stefan das erste Mal neben seiner Oma in der Küche. Hier wurde immer frisch gekocht und alles verarbeitet, was der eigene Hof an Lebensmitteln hergab: Gemüse aus dem Garten, Eier von den Hühnern, Fleisch von Rindern, Schafen und Schweinen. Mit 15 Jahren machte Stefan schließlich sein erstes Praktikum in einer professionellen Küche, woraus fünf, sechs, sieben und schließlich eine Lehre wurde. Fasziniert von der Sterne-Küche arbeitete er im Verlaufe der Jahre unter mehreren Sterne-Köchen, bis er sich mit dem Jellyfish schließlich den Traum seines eigenen Restaurants erfüllte.

Doch trotz aller Sterne versteht sich eines von selbst: Von den Kartäuserklöße von Oma schwärmt Stefan noch heute!

„Ein guter Koch will mit seinen Gerichten Emotionen erschaffen.“

erzählt uns Stefan, als wir ihn fragen, wo er die Inspiration für seine Küche hernimmt. „Viel entsteht dabei über die Zeit“, erzählt er uns. „Manchmal sehe ich etwas Neues, manchmal ist es auch einfach ein Lieferant, der anruft und erzählt, welche Produkte er gerade neu im Sortiment hat. Oder ich erinnere mich an einen Geschmack, den ich unbedingt rekreieren will.“

Carpaccio vom Pulpo

Wenn ich eins will, dann dem Gast die Art und Weise zugänglich machen, wie man hier isst. Ihm begreiflich machen, dass es mir relativ egal ist, ob er hier in Anzug oder Jogginghose zum Essen kommt, so lange er Lust auf wirklich gutes Essen hat und es zu schätzen weiß.

Stefan Fäth, Inhaber

Cosy Bistro meets Fine Dining

Das Jellyfish bietet zwei verschiedene Karten und damit ganz unterschiedliche Genusserlebnisse: Mittags eine entspannte Bistro-Atmosphäre zu einem Mittagstisch mit kleiner Karte und ausgewählten Gerichten. Abends steht dann hingegen ein perfekt abgerundetes Genusserlebnis im Vordergrund. Dabei können die Gäste zwischen fünf bis sieben Gängen wählen – alle Gerichte perfekt aufeinander abgestimmt.

„Die Idee ist, dass die Gäste einen Abend lang alles in unsere Hände abgeben können und sich keine Gedanken mehr machen müssen. Sie können sich einfach in Ruhe unterhalten und einen entspannten Abend genießen“, sagt Stefan. Alle sechs bis acht Wochen wechselt dabei die Karte. Die Bistro-Karte hingegen manchmal sogar wöchentlich.

Wir haben keine Tischdecken, weil man die zum Essen und Trinken nicht braucht. Die sind unnötig. Unsere Gläser hingegen sind mundgeblasen, die Tische aus Vollholz und das Besteck aus Silber. Denn die sind unerlässlich.

Stefan Fäth, Inhaber

Kochen wie im Jellyfish

Das könnt ihr lernen – und zwar von Stefan höchstpersönlich. Denn das Jellyfish plant demnächst einen Kochkurs. Und das Beste: Es werden keine Vorkenntnisse benötigt. Lediglich der Spaß am Kochen ist Voraussetzung, um zu lernen, wie man einen Fisch zerlegt oder wie man ihn gart. Ihr wollt dabei sein? Dann informiert euch auf der Website des Restaurants – und informiert euch am besten kurz vorher, ob der Kurs trotz aller Corona-Auflagen stattfinden kann.

Nach diesem Festmahl kommen wir auf jeden Fall wieder!

Das Beste, was das Meer hergibt!

Nachdem wir nun lange genug über die Küche und die Geschichte des Jellyfish gesprochen haben, freuen wir uns besonders, als die herrlich angerichteten Teller vor unserer Nase auftauchen. Und was sollen wir sagen: Uns wurde nicht zu viel versprochen. Vor uns reihen sich Tartar vom Thunfisch mit Avocado und Wakame, Carpaccio vom Pulpo mit Tomaten und schwarzem Knoblauch, geschmorte Backe vom Iberico Schwein mit Sellerie und Trüffel und ein bunter Blattsalat mit Garnelen auf dem Tisch auf. Und das Ganze sieht nicht nur wie ein wundervolles Festmahl aus, sondern schmeckt auch so!

Wir sind uns einig

So hervorragend gegessen haben wir lange nicht mehr! Wer gute Küche und ausgefeilte Geschmackserlebnisse zu schätzen weiß, der ist auf jeden Fall richtig hier. Und wer weiß, vielleicht schauen wir uns das Ganze ja bei dem nächsten Kochkurs aus der Küche heraus an.

  • Warum Jellyfish?

    Weil Stefan schon immer gerne mit Fisch gearbeitet hat und deshalb mit Herzenslust all das zubereitet, was das Meer so hergibt.

  • Was beinhaltet ein Menü am Abend?

    Ein Aperitif, 2-3 kalte Vorspeisen, 1-2 warme Zwischengänge, ein Fresh Maker, ein Fleischhauptgang, ein Fischhauptgang, ein Pre-Dessert, ein Dessert, Pralinen und Petit Fours.

  • Empfehlung des Küchenchefs

    Natürlich schmeckt hier alles gut. Aber Stefan empfiehlt vor allem die Boullabaisse und den Schweinebauch.

  • Jellyfish für eure Feier:

    Ob eine geschlossene Feier im Restaurant, Catering für eure Hochzeit oder ein Firmen-Event: Das Team des Jellyfish kann nach gründlicher Absprache eigentlich alle eure Catering-Träume wahr machen.

  • Nachhaltigkeit, Saisonalität und Regionalität

    ... zählen zu den obersten Geboten des Jellyfish. Ganz nach dem Motto: Schlemmen mit gutem Gewissen!

  • Und die Preise?

    Der Mittagstisch schont den Geldbeutel auf jeden Fall etwas mehr, als das Abend-Menü. Für das solltet ihr übrigens auf jeden Fall immer im Vorweg reservieren.

Dahlina-Sophie Kock

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Frederike Höhn

Fredi ist eine wahre Hamburger Deern und findet kein Fleckchen dieser Welt so schön wie ihre Heimatstadt Hamburg. Am ehesten trifft man sie mit einem Buch und ihrer Kamera bewaffnet dort, wo der Kaffee gut und stark ist!