7 grüne Orte für Frühlingsgefühle Frühling for free!

Ende Februar und der Frühling scheint in Hamburg bereits Einzug zu halten. Was für schöne Effekte Hoch- und Tiefdruckgebiete doch haben können, die die warme Luft der Sahara ganz bis zu ins in den hohen Norden transportieren. Doch wir wollen gar nicht lange nach dem Warum fragen, sondern uns einfach freuen und genießen. Denn bei Sonnenschein und warmen Temperaturen blüht unser schönes Hamburg richtig auf. Deshalb halten wir heute sieben Orte in und um Hamburg für euch bereit, an denen ihr das frühlingshafte Wetter in vollen Zügen genießen könnt. Und das auch noch for free!

Hamburg zwischen Wasser und Stadt entdecken

Wandse

Wandsbek hat einen wässrigen Namensvetter: Die Wandse! Ein Fluss, der in Schleswig-Holstein entspringt und sich als grüne Ader durch Hamburg schlängelt, bis er in die Außenalster mündet. Das schönste an diesem Fluss ist allerdings, dass er über die komplette Länge von einem Wanderweg begleitet wird, auf dem ihr Hamburg zwischen Stadt und Wasser erkunden könnt. Genug Zeit, um am Wegesrand die ersten Krokusse und Schneeglöckchen zu erspähen. Wer Lust auf die komplette Strecke hat, fängt an der Spanischen Treppe an der Außenalster an und folgt dem Kanal flussaufwärts in Richtung Mundsburg. Wem das zu lang ist, kann sich auch in die U1 setzen, Wandsbek Markt aussteigen und hier die Strecke entlang am Botanischen Sondergarten, beginnen. Zu Fuß ist die Strecke tatsächlich ganz schön lang. Euch auf euren Drahtesel zu schwingen, ist also durchaus eine Überlegung wert. Wer es ganz bis zum Ursprung der Wandse schafft, wird für seine Mühen in jedem Fall entlohnt. Denn hier wartet das Naturschutzgebiet Höltigbaum auf euch, in dem ihr unendliche Ruhe genießen und Ziegen und Galloway-Rinder bewundern dürft.

Frühlingshafte Hafen-Atmosphäre

Kleiner Altonaer Balkon

Kontakt Kaistraße

Doch auch in der Stadt gibt es viele schöne Ecken, an denen ihr die Sonne genießen und vom Sommer träumen könnt. Dafür müsst ihr beispielsweise einfach nur nach Altona fahren und hier die Kaistraße ein Stückchen runterlaufen. Denn dann kommt ihr an den Ort, den wir liebevoll den kleinen Altonaer Balkon nennen. An diesem hübschen Spot tummeln sich nicht so viele Menschen und ihr habt einen gigantischen Blick auf den Hamburger Hafen. Streckt ihr die Nase in die Höhe, könnt ihr fast schon den leckeren Geruch der Fischbrötchen erschnuppern. Also packt euren Picknickkorb, steckt euch eure Sonnenbrille ins Haar und genießt die ersten warmen Tage des Jahres in frühlingshafter Hafenatmosphäre.

Es grünt so grün

Planten un Blomen

Ein weiterer Ort, an dem ihr mitten in der Stadt Frühlingsgefühle im Übermaß aufsaugen könnt, ist Planten un Blomen. Die Parkanlage ist auf einem Teilgebiet der ehemaligen Hamburger Wallanlagen entstanden und für jeden Naturliebhaber ein Muss. Nicht umsonst ist der Name Plattdeutsch und heißt auf Hochdeutsch übersetzte „Pflanzen und Blumen“. Wenn ihr irgendwo in Hamburg die ersten Knospen, Blüten und Beinchen entdecken könnt, dann hier. Denn das 48 Hektar große Gelände beheimatet nicht nur einen romantischen Rosengarten, sondern auch einen verwinkelten japanischen Garten und nicht zu vergessen den Botanischen Garten mit Tropenhaus. Packt euch also eine kleine Stärkung ein und schlendert mit eurem liebsten Corona-Buddy bei dem lauen Wetter durch diesen wunderschönen Park.

Sommer-Vibes

Dove Elbe

Wem die 20 Grad schon für eine Abkühlung reichen, der sollte unbedingt einen Abstecher zu einem unserer absoluten All-Time-Lieblingsorte machen: die Dove-Elbe. Für uns ist dieses kleine Fleckchen Elbe, an dem große Holzstege ins Wasser ragen, Regattafahrer rudern und Gräser im Wind wehen einer der schönsten Orte in Hamburg. Hier ist die Welt noch in Ordnung – und das das wirkt sich unheimlich wohltuend auf jeglichen Alltagsstress aus, den ihr hier ganz leicht ablegen könnt. An dem Unterarme der Elbe liegen Pontons im Wasser und faulenzende Hamburger auf der Wiese, sobald sich die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres durch die graue Wolkenschicht kämpfen.

Außerdem ist der 18 Kilometer lange Nebenarm der Elbe, der sich durch die Vier- und Marschlande von Bergedorf schlängelt, wegen der geringen Strömung ein beliebtes Paddelrevier. Ihr könnt von eurer Picknickdecken oder beim Spaziergang mit etwas Glück also das ein oder andere Ruderboot beobachten. Die Entspannung beginnt bei der Dove-Elbe übrigens schon auf dem Weg dorthin. Mit dem Fahrrad radelt ihr über die Elbinsel, stärkt euch zwischendurch im Entenwerder 1 und rollt dann vorbei an der Wasserkunstinsel Kaltehofe entlang des Deichs Richtung Paradies!

Kurzurlaub

Fischbeker Heide

Die Fischbeker Heide gehört mit ihren 773 Hektar mit zu den größten Naturschutzgebieten Hamburgs. Und sie ist nach der Lüneburger Heide zusammen mit der Neugrabener Heide die zweigrößte Kulturlandschaft dieser Art in Deutschland. Und das direkt bei uns um die Ecke! Was für ein Glück! Ein Ausflug in dieses traumhaft schöne Gelände fühlt sich immer wie ein kleiner Mini-Urlaub an. Denn wenn man hier so durch die offenen Heideflächen schlendert, fühlt man sich schnell an den Harz oder sogar Bayerische Wälder erinnert. Denn neben den weiten Heideflächen findet man hier zahlreiche Baumgruppen und ganze Wälder, in denen man von absoluter Stille umgeben ist. Mit das Schönste ist aber, dass man hier so viel Flora und Fauna entdecken kann. Wer sich darüber informieren möchte, was für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in der Fischbeker Heide beheimatet sind, der sollte sich unbedingt einen Stopp beim Informationshaus machen. Der charmante ehemalige Schafstall hält so einiges an Wissenswertem bereit. Wenn da mal keine Frühlingsgefühle aufkommen.

Von der S-Bahn Neugraben geht es auf der Neugrabener Bahnhofstraße geradeaus in Richtung Fischbeker Heide. Ihr  könnt auch den Bus 250 nehmen und bis zur Endhaltestelle fahren (Station: Fischbeker Heideweg). 

Meeresfeeling in Hamburg

Boberger Dünen

Wer bei den ersten warmen Tagen direkt davon träumt, seine Füße in Sand zu stecken, für den ist das Naturschutzgebiet Boberger Niederung genau das Richtige. Denn hier findet ihr Hamburgs letzte Wanderdünen, die sich nach dem kleinen Bisschen Urlaub anfühlen, nach dem man sich hin und wieder sehnt: Die Boberger Dünen. Zieht euch festes Schuhwerk an, packt euch ein Franzbrötchen und eine Kiezmische ein und macht euch auf den Weg nach Billwerder, um die Schönheit dieser einmaligen Sandlandschaft zu bewundern! Ursprünglich zog sich die Dünenlandschaft übrigens einmal von Berliner Tor ganz bis nach Bergedorf, entstanden durch regelmäßige Winde, die Wasser uns Sand am Nordufer des früheren Elburstromtals in den Übergangsbereich von Marsch zu Geest trieben. Ein Besuch in den Boberger Dünen katapultiert uns direkt in den Kurzurlaub und wir genießen es, durch den Sand zu schlendern und dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Sommer-Vibes vom Feinsten.

Damit die Düne uns in den kommenden Jahren nicht abhandenkommt, wurde Strandhafer gepflanzt, der dafür sorgt, dass die Düne an Ort und Stelle bleibt. Bitte seid bei eurem Besuch daher umsichtig, damit die Tiere, die die Dünenlandschaft ihr Zuhause nennen, nicht gefährdet werden.

Natur pur

Sachsenwald

Rund 30 Kilometer östlich vom Hamburger Zentrum liegt der Sachsenwald. Wer auf der Suche nach ein bisschen Ruhe und Frieden ist, dem können wir dieses 70 Quadratkilometer große Waldgebiet in Schleswig-Holstein nur wärmstens empfehlen! Auf insgesamt sechs ausgeschilderte Wanderrouten könnt ihr durch diesen wunderschönen dichten Wald laufen, vorbei an Bäumen und Bächlein. Mit etwas Glück könnt ihr dabei sogar seltene Tierarten wie Eisvögel entdecken. Denn der Flusslauf der Bille, der sich durch den Sachsenwald zieht, steht unter Naturschutz und bietet vielen seltenen Vogel- und Fischarten ein sicheres Zuhause. Wer es lieber etwas sportlicher mag, sollte entweder mit Pferd oder Drahtesel anreisen. Reiter können die fast 50 Kilometer langen Wege erkunden und auch für Radfahrer sind gesonderte Wege ausgeschildert. Alle, die zu Fuß unterwegs sind, können entweder mit einem ausgedehnten Spaziergang auf dem circa fünf Kilometer langen Schlangenweg beginnen oder den längsten Wanderweg, den Eisvogelweg, wählen.