MOTTE Hühnerhof

MOTTE HühnerhofEin Stückchen Bauernhofidylle mitten in Hamburg

Was macht man nach einem hektischen Arbeitstag? Richtig, mit seinen Chicks abhängen. Und genau das haben wir getan – denn wir waren beim MOTTE Hühnerhof in Ottensen und haben für euch rausgefunden, was es mit der fröhlichen Hühnerschar von Altona auf sich hat. 

Nominiert für den Deutschen Nachbarschaftspreis 2019

Stimmt ab!

Der MOTTE Hühnerhof ist eines von 106 Projekten, die für den Deutschen Nachbarschaftspreis der nebenan.de-Stiftung nominiert sind. Helft ihm, Publikumssieger zu werden und stimmt ab!

Das Zuhause der MOTTE Hühner

Ein paar Quadratmeter Landleben mitten in der Großstadt

Wo eigentlich ein schicker Neubaukomplex mit Quadratmeterpreis in schwindeligen Höhen stehen könnte, ist nur eine kleine Lehmhütte zu finden. Ein Fachwerkkonstrukt mit alten Balken und grau-gelben Mauern: das Zuhause der MOTTE Hühner. Sie gackern, scharren und picken seit mehr als 30 Jahren für den Stadtteil – und gegen die Gentrifizierung.

Wir finden es super schön hier und denken: "Ich wollt, ich wär ein Huhn"

Ein Nachbarschaftsprojekt mit ganz viel Herz

Als ein paar Ottenser im April 1986 zum Spaten griffen, um die Brachfläche in der Rothestraße in einen Hühnerhof zu verwandeln, fand das die ganze Nachbarschaft sofort richtig klasse. Und zwar so klasse, dass sie mit vereinten Kräften sogar die Bebauungspläne, die in den 90ern drohten, niederschmetterten. Seitdem kümmern sich etwa 15 Leute um die zehn Hühner und sorgen täglich für Futter, Wasser und einen sauberen Stall. Ein Betreuungsschlüssel wie nirgendwo sonst in Hamburg. 

Für die Ehrenamtlichen ist dieser Ort nicht Arbeit, sondern Ausgleich.

"Ich komme hier einfach gern abends nach der Arbeit zum Abschalten hin."

Nina, Teil des MOTTE Hühnerhof-Teams

Nina kümmert sich so liebevoll um die Hühner wie die Glucke um ihre Eier

Erst Kinder, dann Hühner betreuen

Ein Mitglied des Teams ist Nina, die eigentlich als Sozialpädagogin arbeitet. Seit gut zwei Jahren engagiert sie sich schon ehrenamtlich für den Hof – wobei sich Hühner hüten und Gemüsebeete pflegen nicht nach To-do, sondern nach Ausgleich anfühlt. 

Erst ganz vorsichtig die Eier stibitzen …

… und dann durchleuchten – fertig ist der "Hühner-Ultraschall"!

Heute auf dem Programm: "Hühner-Ultraschall"

Nina zeigt uns nicht nur stolz das Gelände, sondern spannt uns auch direkt mit ein. Der Hühnerhof erwartet nämlich Nachwuchs und heute steht ein "Ultraschall" an – das heißt, die Eier werden durchleuchtet. Wir machen das ganz fachmännisch mit einer Handy-Taschenlampe und können sagen: Alles wächst und gedeiht ganz prächtig!

Kiiikeriikiiiii! Hahn Victoria ist der Boss auf dem Hühnerhof.

Der Hahn im Korb: Victoria

Apropos prächtig: Hahn Victoria ist das Prachtexemplar des Hühnerhofs. Ja, ihr habt richtig gelesen: Der Hahn heißt tatsächlich Victoria. Als er noch ein Küken war, hat ihn nämlich das ganze Team für eine Henne gehalten, bis er irgendwann laut losgekräht und Schwanzfedern bekommen hat. Hupsi!

Wir lieben Victoria!

Ihr findet den Hühnerhof richtig gut?

So könnt ihr das Projekt unterstützen:

Wenn ihr dem Team und den Hühnern der MOTTE helfen wollt, könnt ihr zum Beispiel Gemüsereste füttern, das Spendenkästchen füllen oder Eier kaufen. Neben Eiern wird übrigens auch selbst gemachter Honig angeboten, mit dem ihr die Kasse klingeln lassen könnt.

Oder ihr packt selbst mit an: Das Hühnerhof-Team freut sich immer über neue Mitglieder und trifft sich jeden zweiten Dienstag um 20:30 Uhr im Café Olé in der Keplerstraße 2. Einfach hingehen!

Der hofeigene und selbst gebaute Eier-Automat

Frische Eier von seeeehr glücklichen Hühnern

Im Eier-Automat gibt's regelmäßig frische Eier von überglücklichen MOTTE Hühnern – man muss nur schnell sein, denn die Nachfrage ist riesig. Wir waren leider zu spät, aber das macht nichts. Für uns steht nämlich fest: Das war nicht der letzte Besuch beim Hühnerhof. Bis bald, Nina, Victoria & Co!

Lisa Knauer

Dieser Beitrag ist auf redaktioneller Ebene entstanden. 

Anna Paulina Graf

Anna ist unsere kleine Schwäbin. Und das hört man auch, denn selbst nach fast fünf Jahren in Hamburg kann sie noch kein Hochdeutsch. Mit jeder Menge Gratis-Ausflugstipps, ihrem Fahrrad und ganz viel Entdeckerdrang zeigt sie ihren Freunden die Stadt – und jetzt auch euch.